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  • 27.08.2008

Ich-Störungen

Definition: Beeinträchtigung des Erlebens der eigenen personalen Identität (Meinhaftigkeit)

Depersonalisation

Das Ich oder einzelne Körperteile werden als fremd oder nicht zugehörig empfunden.

Schizophrenie, Depression, Panikattacken, Rauschdrogen, Erschöpfungszustand

Derealisation

Die Umgebung erscheint unwirklich, fremd oder verändert (auch das Zeitgefühl).

Persönlichkeitsstörung, Depression, Panikattacke, Erschöpfung

Gedankenentzug

Gefühl, daß Gedanken entzogen oder weggenommen werden.

Symptom 1. Ranges bei Schizophrenie

Gedankeneingebung

Gefühl, daß Gedanken und Vorstellungen von außen her eingegeben, gelenkt und beeinflußt werden.

Symptom 1. Ranges beiSchizophrenie

Gedankenausbreitung

Gefühl, daß Gedanken nicht mehr Eigentum sind, sondern daß andere daran Anteil haben.

Symptom 1. Ranges bei Schizophrenie

Transitivismus

Projektion eigenen Krankseins auf andere

Psychose, Persönlichkeitsstörung

Verkennungen

Bekanntes wird als unwirklich und fremdartig wahrgenommen.

Anpassungsstörung, Erschöpfung, Depression

 

Die eigene Person bzw. ihre Funktionen werden als fremd erlebt. Darüber hinauskommt es zu einer Verwischung der Ich-/Umweltgrenzen mit Verlust des Meinhaftigkeitserlebens.

Zu unterscheiden sind (s.o.):

  • Entfremdungserlebnisse: Depersonalisation und Derealisation
  • Beeinflussungserlebnisse: Gedankenentzug, Gedankeneingebung, Gedankenausbreitung, Fremdsteuerung (Charakter des „Gemachten“)
  • Transitivismus
  • Verkennungen

Diese Inhalte sind entnommen aus Payk, Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie, Georg Thieme Verlag

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