• Serie
  • |
  • Dr. Jasmin Webinger
  • |
  • 03.06.2013

Doktoranden-Akademie - Lektion 2: Die Themenwahl

Woran erkennst du ein erfolgversprechendes Forschungsthema? Die Auswahl der richtigen Doktorarbeit hat einen entscheidenden Einfluß auf den Erfolg oder Mißerfolg der Doktorarbeit. In dieser Lektion erfährst du, worauf es bei der Themenauswahl ankommt und wie du dich professionell für ein Forschungsthema bewirbst.

 

Was soll es sein?

Bevor du ein Forschungsthema auswählst, solltest du entscheiden, welches berufliche Ziel du anstrebst.

Doktorarbeiten werden in vier Kategorien eingeteilt: Experiment, klinische Studie, retrospektive Doktorarbeit und theoretische Doktorarbeit. Je nach Kategorie ist der Zeitaufwand unterschiedlich. Experimentelle Doktorarbeiten sind sehr zeitaufwendig und anspruchsvoll. Im Gegensatz dazu lassen sich statistische Doktorarbeiten relativ schnell durchführen. Auch die Abbruchrate bei den einzelnen Doktorarbeiten unterscheidet sich zum Teil erheblich.

Falls du eine Habilitation anstrebst, wählst du am besten eine anspruchsvolle Doktorarbeit (Experiment) aus.

Bei allen anderen Karrierezielen, wie einer Tätigkeit als angestellter Arzt in einer Klinik bzw. Praxis oder in der Pharmaindustrie, ist der Inhalt der Doktorarbeit weniger relevant. Deshalb besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, eine „leichtere“ Doktorarbeit auszuwählen, die mit geringerem Zeitaufwand durchführbar ist, wie zum Beispiel eine statistische Doktorarbeit oder auch eine kleinere klinische Fragestellung.

Wähle das Forschungsthema, das dich interessiert und motiviert. Immerhin wirst du viel Zeit mit diesem Thema verbringen. Je motivierter du bist, desto leichter wird dir die Arbeit fallen.

 

Das Forschungsthema

Außer deinen persönlichen Interessen und Vorlieben spielen noch andere Aspekte eine Rolle: Das Forschungsthema sollte vor Versuchsbeginn möglichst präzise formuliert sein. Dazu gehört die exakte Formulierung der Fragestellung und Überlegungen zur Methodik, den Fallzahlen und den Variablen, die später statistisch ausgewertet werden sollen.

 

Der Betreuer

Last but not least solltest du ein gutes Verhältnis zum Betreuer deiner Doktorarbeit pflegen. Die Mindestvoraussetzung für eine Betreuung ist, dass der Betreuer für die Dauer der Doktorarbeit zur Verfügung steht und Doktoranden betreuen darf. In der Medizin ist selbständiges Arbeiten eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Promotion. Die meisten Betreuer sind neben ihrer Forschungstätigkeit in den klinischen Alltag eingebunden. Somit ist es Aufgabe des Doktoranden, sich das erforderliche Handwerkszeug für die Promotion wie z. B. Kenntnisse in Excel, SPSS, Word und Literaturverwaltungsprogrammen anzueignen. Informiere dich also über entsprechende Angebote/Kurse und melde dich rechtzeitig dafür an.

 

Wie verfasst du ein professionelles Bewerbungsschreiben für die Doktorarbeit?

Immer wieder berichten Doktoranden, dass sie bis zu 40 Bewerbungen für eine Doktorarbeit verschicken, ohne eine Doktorarbeit zu ergattern. Doktorväter und -mütter haben ein großes Interesse daran, dass du die Doktorarbeit effizient und professionell durchführst und möglichst rasch Ergebnisse produzierst. Sie werden deshalb bevorzugt Doktoranden auswählen, die diese Anforderungen erfüllen können. Deine Bewerbung sollte deshalb beim Doktorvater oder der Doktormutter einen möglichst positiven und kompetenten Eindruck hinterlassen und signalisieren, dass du diesen Anforderungen gerecht wirst.

Du kannst dich formlos per E-Mail oder per Telefonanruf bewerben, wenn in der Ausschreibung nichts anderes gefordert wird. Bei der Bewerbung kannst du ruhig darauf hinweisen, dass du schon Erfahrung hast z. B. mit Excel®, in Statistik etc., oder dass du bereit bist, dich in die Materie einzuarbeiten. Falls du ein Vorbereitungsseminar wie die Einführungsveranstaltung der Doktoranden Akademie besucht hast, kannst du die Teilnahmebestätigung deiner Bewerbung als Qualifikationsnachweis beilegen. Fertige Textbausteine für die Bewerbung findest du auf der Homepage der Doktoranden-Akademie.

To Do:

1.) Nimm dir einen Moment Zeit und denke darüber nach, warum du promovieren willst.

2.) Wähle die Kategorie für dein Forschungsthema aus (Experiment, klinische Studie, statistische Doktorarbeit, theoretische Doktorarbeit), die am besten zu deinen Zielen passt.

3.) Halte Ausschau nach entsprechenden Forschungsthemen und bewerbe dich auf die erfolgversprechendsten Themen.

4.) Denke auch daran, dich in die wichtigsten Programme wie Excel, SPSS, Word und Literaturverwaltungsprogrammen. Im Leitfaden „Promovieren mit System“ erhältst du ein ausführliches Basiswissen zu diesen Themen.

Wie geht’s weiter?

In der nächsten Lektion erfährst du, wie du den Zeitbedarf für deine Doktorarbeit abschätzen kannst und einen Überblick über die anstehenden Aufgaben behältst.

 


 

 

Infos zur Doktoranden Akademie

Die Doktoranden Akademie: Mit System zum Doktortitel. Im Rahmen der Doktoranden Akademie hat Dr. med. Webinger ein System für die effiziente und professionelle Erstellung von Doktorarbeiten entwickelt. Das System besteht aus Veranstaltungen, Leitfäden, kostenlosen Downloads und Einzelberatung. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung von Fachwissen und die Systematisierung der Arbeitsschritte bei einer Doktorarbeit.

Homepage der Doktoranden-Akademie

 


 

 

Hier geht's zum Archiv der Doktoranden-Akademie  

Mein Studienort

Medizinstudenten berichten aus ihren Unistädten

Werde Lokalredakteur Die Unistädte auf Google Maps
Medizin im Ausland

Erfahrungsberichte und Tipps aus über 100 Ländern

Erfahrungsbericht schreiben Auslands-Infopakete