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  • Annika Simon
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  • 20.01.2017

Warum promovieren? Gute Gründe dafür und dagegen

Jeder Medizinstudent stellt sich irgendwann die berühmte Promotionsfrage: Soll ich eine Doktorarbeit schreiben? Hier eine kleine Entscheidungshilfe.

5 mal Pro: Der erste Schritt auf dem Weg zum Professor!

1. Promovieren erweitert den Horizont: Beim Schreiben einer Doktorarbeit musst du dich in neue Themen einarbeiten und lernst viele – oft spannende – Fakten kennen.


2. Du lernst neue Leute kennen: Ob Post-Doktorand aus Frankreich oder die nette MTA, die dir alles geduldig erklärt. Während deiner Arbeit kommst du mit Menschen in Kontakt, mit denen du ansonsten nie zu tun gehabt hättest.


3. Netzwerken für die Karriere: Da du als Doktorand schon mal die Gelegenheit hast, an Kongressen oder Tagungen teilzunehmen, bieten sich dir günstige Gelegenheiten, um erste wertvolle Kontakte für die spätere Karriere zu knüpfen.


4. Seien wir ehrlich: Der Titel sorgt für Respekt und manchmal etwas Ehrfurcht: Ein Titel hat in der heutigen Gesellschaft immer noch eine gewisse Bedeutung. Doch hüte dich davor, dich nur noch über den Titel zu definieren.


5. Eine abgeschlossene Promotion steigert deinen Marktwerk und ebnet den Weg zum Professor: Im direkten Vergleich haben Bewerber mit Titel oft die Nase vorn. Besonders, wenn es um Stellen an Universitätsklinika geht. Zudem ist eine Doktorarbeit die Grundlage für eine wissenschaftliche Karriere. Du willst Professor werden? Dann kommst du ums Promovieren kaum drum herum.

 

5 mal Contra: Im Labor knechten wenn andere Party machen

1. Undankbare Arbeit: Stundenlang hast du über Wochen bis in den späten Abend die Pipette im Labor geschwungen und niemand dankt es dir? Gewöhn dich daran, denn du bist bloß eine billige Hilfskraft!


2. Langweilige Grundlagenforschung: Rezeptoren, Signalkaskaden, endlos lange Exceltabellen – Forschung kann auch ganz schön fade sein.


3. Ackern wenn andere Party machen: Entlastung im Studium, weil du so fleißig am Promovieren bist? Träum weiter! Du sitzt morgens schon in der Bibliothek, während sich andere Kommilitonen im Bett noch einmal umdrehen.


4. Verzögerungen im Studienverlauf: Zu lange im Labor geblieben und die wichtige Klausur verhauen? Durch eine zeitintensive Promotion kann das gesamte Medizinstudium schon mal etwas länger dauern und somit auch ins Geld gehen.


5. Garantie gibt dir keiner: Steht am Ende wirklich der ersehnte Titel, oder sind die gesammelten Daten vielleicht gar nicht verwertbar? Ein Restrisiko bleibt immer!

 

Fazit: Alle Türen offen halten!


Wie du siehst gibt es sowohl viele plausible Gründe für als auch gegen das Schreiben einer Doktorarbeit. Zwar ist eine Promotion je nach Methodik und inhaltlichem Schwerpunkt mit viel Arbeit verbunden. Andererseits lernst du auch viel Neues kennen – Fakten, Menschen – und öffnest dir für die berufliche Zukunft sämtliche Türen. Letztendlich hängt es davon ab, wie du dir dein späteres Dasein als Arzt vorstellst. Als Landarzt in der reinen Patientenversorgung ist ein Titel sicher zweitrangig. Und für alle Unentschlossenen: Eine Doktorarbeit kann man heutzutage auch noch nach dem Studium beginnen. Also immer locker bleiben!


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