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  • 08.01.2013

Auf einen Blick: Verräterische Flecken

In einer Hausarztpraxis stellt sich ein junger Mann vor. Er wirkt etwas verwirrt und matt, außerdem klagt er über Müdigkeit und Schlaflosigkeit. Nervös betont er, dass seine Freundin ihn gezwungen hat, einen Arzt aufzusuchen. Spezifische Schmerzen kann der Patient nicht angeben, er bezeichnet seinen Allgemeinzustand schlicht so: „Mir geht’s einfach von oben bis unten beschissen“. Der Allgemeinmediziner findet in der klinischen Untersuchung keine Auffälligkeiten und möchte schon eine Überweisung an einen Facharzt ausstellen, um seinen Verdacht auf Depressionen abzuklären. Doch dann fällt sein Blick auf die Hände des Mannes und die Diagnose schießt ihm blitzartig in den Kopf. Wie konnte er nur nicht gleich daran denken! Es ist ja Januar, der Monat der guten Vorsätze.

Weißt du auch, welche Diagnose der Arzt stellt?

 

Foto: H.S. Füeßl

 

A) Influenza

B) Alzheimer

C) Schlafapnoe

D) Hypothyreose

E) Entzugssyndrom

  • Antwort

    (E) ist richtig: Entzugssyndrom

    Der junge Mann war starker Raucher und hat sich für das neue Jahr vorgenommen mit dem Rauchen aufzuhören. Um sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen, hat er ohne medizinische Hilfe von heute auf morgen die Finger vom Glimmstengel gelassen. Der Volksmund bezeichnet das als „kalten Entzug“, der zu einem Entzugssyndrom mit Symptomen wie z. B. Schlaflosigkeit, unspezifischen Schmerzen, Halluzinationen (die bekannten weißen Mäuse bei Alkoholentzug), Verwirrtheit, Nervosität und Diarrhö führen kann. In England wird der „kalte Entzug“ als „Cold Turkey“ bezeichnet, etymologisch ist nicht eindeutig geklärt was ein Drogenentzug mit einem kalten Truthahn gemeinsam hat.

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