• Quiz
  • |
  • via medici
  • |
  • 13.12.2017

Auf einen Blick: Zunge

Die Zunge von Herrn B. zeigt einen starken weißlichen Belag. Woran leidet er?

 

Herr B. sitzt schon wieder im Wartezimmer seines Hausarztes. Vor zwei Wochen war er schon mal da wegen einer starken Bronchitis. Nun stellte er auf seiner Zunge einen Belag fest, der ihn beunruhigt.

Woran leidet Herr B.?

 

  • Antwort

    Herr B. leidet an Candidiasis. Dies ist eine Infektionskrankheit mit Infektion durch Hefepilze der Gattung Candida, meist der Art Candida albicans.

    Candidiasis tritt auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Häufig sind HIV Patienten betroffen. 

    Grundsätzlich werden zwei Formen unterschieden:

    - Mukokutane Candidiasis - Befall der Schleimhaut von Mundhöhle (orale Soorinfektion), Ösophagus und oder Vagina ("klassischer Soor" bzw. Vaginalsoor)
    - Systemische Candidiasis - Generalisierte Candida-Infektionen mit Candidasepsis und Organbefall (häufig Nieren, Leber, Milz, Auge).
    Bei der systemischen Candidiasis können prinzipiell alle Organsysteme betroffen sein.


    Die mukokutane Candidiasis führt zu abstreifbaren weißlichen Belägen auf den betroffenen Schleimhäuten von Mundhöhle und/oder Speiseröhre, aber auch Hautfalten oder Nägeln.

    Die systemische Candidose ist tückisch und kann sich organspezifisch z.B. als Leberabszess, Endokarditis, Candida-Pneumonie oder Meningitis äußern.

    Der Nachweis erfolgt über eine direkte mikrobiologische Diagnostik.

    Die Therapie der Candidiasis erfolgt durch den Einsatz von Antimykotika.

     

     

Schlagworte
Mein Studienort

44 Uni Städte:
Medizinstudenten berichten

Werde Lokalredakteur Die Unistädte auf Google Maps
Medizin im Ausland

Erfahrungsberichte und Tipps aus über 150 Ländern

Erfahrungsbericht schreiben Auslands-Infopakete

Pressespiegel

19.10.2018 - Ärzteblatt onlineZwischen Kümmerer und Burn-out

18.10.2018 - Ärzteblatt onlineWie Gliazellen im Gehirn aus neuralen Stammzellen heranreifen

17.10.2018 - Ärzteblatt onlineLandarztquote soll Ärztemangel in Sachsen-Anhalt mildern