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  • Annika Simon
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  • 07.02.2017

Happy- oder Horror-Nachtdienst?

Hochbezahltes Schlafen oder Hölle auf Erden – im Nachtdienst weiß man nie was einen erwartet. Hier 5 Gründen, warum ein Nachtdienst top oder hop war.

5 Gründe, warum dein Nachtdienst spitze war: Am nächsten Morgen hast du Lust auf einen Marathon-Lauf


1. Du guckst Filme mit der Pflege: Es ist erst 22h und du hast einfach nichts zu tun. Glücklicherweise bist du nicht allein. Mit der Pflege bestellst du Pizza und guckst ein paar Filme auf Netflix.


2. Du wunderst dich über dein Telefon: Seit Stunden schweigt das Diensthandy und du fragst dich, ob vielleicht der Akku leer ist. Du schaust nach und mit dem Telefon ist alles bestens. Es ruft halt einfach niemand an.


3. Du erwachst von alleine: Da du dich schon vor Mitternacht hinlegen konntest, erwachst du pünktlich zur Übergabe ganz von alleine und fühlst dich ausgeschlafen. Der Tag kann kommen.


4. Komplimente vom Kollegen: Normalerweise kennt dich der Tagdienst nur mit dicken Augenringen und zerzauster Frisur. Heute erntest du ein Kompliment: „Du siehst ja so frisch aus!“, sagt der Kollege.


5. Freiwillige vor: Du bist richtig begeistert vom Nachtdienst und meldest dich freiwillig für die nächste Woche. Vielleicht ein Fehler?

 

5 Gründe, warum dein Nachtdienst schlimm war: Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

 

1. Die Notärzte wollen deine Nummer: Obwohl deine Klinik bis zum nächsten Morgen bei der Leitstelle abgemeldet ist, rufen dich gefühlt alle Notärzte im Umland auf deinem Diensthandy an und zwingen dich zur Aufnahme kritischer Patienten. Du beteuerst jedes Mal, dass du kein Bett mehr frei hast. Doch das ist deinen Kollegen herzlich egal. Denn auch sie wollen schnell wieder ins Bereitschaftsbett.


2. Eine faule Schwester hat heute Dienst: Normalerweise kommst du mit der Pflege bestens zurecht und packst auch gern selbst mal mit an. Heute hat aber Schwester Monika Dienst und kümmert sich statt um Patienten lieber um ihre Gebote auf Ebay. Zudem ruft sie dich immer dann mit einer überflüssigen Frage an, wenn du gerade eingeschlafen bist.


3. Der Kalender zeigt auf das erste Wochenende des Monats: Die meisten Bürger haben wieder volle Konten – unter ihnen auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Alkoholikern. Deine Notaufnahme ist übersät von Sturzfrakturen, Intoxikationen und Schwindel nach Alkoholgenuss. Ein paar Stündchen schlafen? Träum weiter!


4. Das letzte Bier war schlecht: Es ist inzwischen halb fünf, die Notaufnahme ist fast leer und du hast gute Chancen auf zumindest eine Stunde Schlaf. Da kotzt dich ein erwachter Patient mit 3,4 Promille von oben bis unten voll. Du bist wütend, wieder hellwach und betest für eine heiße Dusche. Die ist leider besetzt: der chirurgische Kollege macht Wellness.


5. Das Beste kommt immer zum Schluss: Du hast es fast geschafft und wartest bereits auf die Übergabe, da kündigt dir die Leitstelle einen frischen Schlaganfall im Lyse-Zeitfenster an. Für dich heißt das Computertomographie, Angiografie, Ambulanzbrief und Übergabe. Da du völlig übermüdet bist, lässt dein Tempo zu wünschen übrig. Feierabend? Das wird noch dauern!

 

Fazit: Abwechslung ist das halbe Leben


Es gibt entspannte Dienste und eben jene, die Berufsanfänger an den Rande des Wahnsinns treiben. Meistens hält es sich die Waage und mit der Zeit sorgt die Routine auch für eine Drosselung deiner Stresshormone. Nachtdienste sind anstrengend – keine Frage! Aber wer einmal Krankenhäuser bei Nacht erlebt und mit der Feuerwehr in der Notaufnahme erfolgreich einen randalierenden Alkoholiker überwältigt hat, kann ihnen einen gewissen Charme nicht absprechen.

 

Tipp:

- Doku-Serie „Anfänger in Weiß“ zum Thema Nachtdienst

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