• Interview
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  • Ines Elsenhans
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  • 08.09.2014
  • Medimeisterschaften 2014 - Foto: Tobi Heising

    Die feiernde Party-Crowd auf dem Flugplatz in Obermehler.

     
  • Medimeisterschaften 2014 - Foto: Tobi Heising

    Feiern in der Abendsonne von Obermehler

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  • Medimeisterschaften 2014 - Foto: Tobi Heising

    Impressionen von den Medimeisterschaften in Obermehler

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Wie war's? – Die Bilanz der Medimeisterschaften 2014

Interview mit Tobi Heising, Mitorganisator der Medimeisterschaften

>Tobi, wie waren die Medimeisterschaften 2014 in Obermehler?

Die Medimeisterschaften waren auch dieses Jahr wieder grandios. Ich bin immer noch geflasht, wie viel Mühe die Teilnehmer sich mit Mottos gegeben haben.

 

>Wie war denn das Feedback der Teilnehmer?

Das Feedback war überwältigend! Wir haben noch nie so viel positives Feedback bekommen wie dieses Jahr. Aber natürlich war auch Kritik darunter. Vor allem zum Thema Essen und zu den Sanitäranlagen.

 

>Wie tretet ihr der Kritik entgegen?

Wir nehmen die Kritik ernst und beantworten die Mails. Im Team diskutieren wir dann, welche Lösungen wir bieten können. Was das Thema Essensstände betrifft, haben wir beschlossen, dass wir den Gastronomietrakt weiter auslagern, mit der Bedingung, dass nicht mehr eine Uni alles alleine macht. Es ist geplant, dass die Unis sich für Essensstände bewerben können. Also wenn eine Uni meint, sie könnte besonders gut Würstchen braten, dann können die sich bei uns bewerben und bekommen, wenn wir uns für sie entscheiden, einen Stand. So wird es von verschiedenen Unis Essensstände geben und es fällt nicht ins Gewicht, wenn ein Stand nicht funktioniert. Die Studenten können dann die Standgewinne wieder in ihre Uni investieren.

 

>Auch zum Thema Sanitäranlagen gab es Kritik. Habt ihr hier auch schon konkrete Verbesserungspläne?

Wir hatten 120 Dixieklos und dann noch die Sanitäranlagen. Für den Sanitärbereich geben wir wirklich Unsummen aus. Leider wurden auch dieses Jahr wieder Dixiklos und Sanitäranlagen verwüstet. Nächstes Jahr werden wir den Wünschen unserer Teilnehmer weiter folgen und gerade bei den Duschen noch weiter aufstocken. Dafür werden wir höchstwahrscheinlich ein zusätzliches Duschzelt aufbauen, damit kein Körper mehr trocken bleibt. Das Ganze soll dann eine "Mixed Zone" ohne Spiegel werden.

 

>Über die Müllberge haben wir ja letztes Jahr schon gesprochen. War die Situation dieses Jahr besser?

Der Müll ist immer ein heikles Thema. Wir hatten wieder Müllpfand aber trotz diesem ist sehr viel Müll liegen geblieben. Darum wird es nächstes Jahr wohl keinen Müllpfand mehr geben. Wir überlegen gerade eher, ein ökologisches Projekt oder so zu machen und die Entsorgung auf die Eintrittskarten aufzuschlagen.

 

>Die Medimeisterschaften werden immer größer. Welche Vor- und Nachteile siehst du darin?

Das ist so ein zweischneidiges Schwert. In den Anfängen war es so, dass man nach zwei Tagen alle kannte, die da waren. Jetzt ist das natürlich nicht mehr so. Aber jetzt haben wir eben eine maximale Vielfalt an Teilnehmern, was auch sehr schön ist. Sie entwickeln Mottos, basteln Fanfahrzeuge, Kostüme, Videos. Das ist viel geiler geworden, da kann man echt nicht meckern.

 

>Letztes Jahr war ja im Sani-Zelt so einiges los. Dieses Jahr auch?

Dieses Jahr hatten wir weniger Verletzte als in Rodewald. In Rodewald hatten wir 80 Abtransporte in Obermehler nur 34. Das freut uns natürlich. Auch beim Fußballturnier gab es nur einen Kreuzbandriss und kleinere Verletzungen.

 

>Apropos Fußballturnier. Warst du zufrieden damit?

Wegen dem Rasen habe ich Wochen vorher schlecht geschlafen und ich war auch echt unzufrieden damit. Ich saß insgesamt 48 Stunden auf dem Rasenmäher, den wir extra gekauft haben. Wir haben 80 Tonnen Spezialsand geholt, um die Löcher da raus zu machen. Außerdem haben wir eine Graskreidemaschine und Alutore gekauft, die man auseinander bauen kann. Leider wurden die in der Nacht auf Montag völlig demoliert. Das war echt bitter, denn die Tore waren eine teure Spezialanfertigung.

Was den Fußball angeht: Es ist gut gelaufen und wir waren mit einer Stunde Verzug noch gut in der Zeit. Die Teams waren sehr nett, kooperativ und verständnisvoll. Trotz des nicht idealen Platzes hatten wir hochklassige Spiele, die vor allem auch fairer waren als in Rodewald. Traurigerweise steht der Fußball aber nicht mehr so im Mittelpunkt. Das liegt aber nicht an uns.

 

>Hast du noch ein paar spannende Zahlen für uns?

Klar, letztes Jahr hatten wir zum Beispiel 6.000 Teilnehmer, dieses Jahr etwas mehr als 8.000. Das macht sich auch am Müllberg ersichtlich, der ist von 8 Tonnen auf 40 Tonnen gewachsen. Auch brauchten wir mehr Strom, anstatt 200 kVA in Rodewald, nutzen wir 750 kVA. Fanfahrzeuge gab es letztes Jahr 3, dieses Jahr waren es 21. Das Gelände ist von 7 Hektar auf 72 Hecktar gewachsen.

 

>Was ist dein Fazit zu den Medimeisterschaften 2014?

Ich bin stark begeistert von der Kreativität und dem Engagement mancher Teilnehmer. Mit wie viel liebe zum Detail sie Videos machen und in welch unglaublicher Qualität. Bei aller Kritik die wir kassieren, möchte ich aber auch etwas Kritik zurückgeben. Der Umgang mit Müll, der Umgang untereinander mit anderen Teilnehmern und der krasse Vandalismus waren einfach nicht schön. Denn eigentlich unterscheiden wir uns ja von jedem normalen Festival dadurch, dass wir etwas Besonderes sind und ich finde, wenn wir uns schon so friedlich und cool treffen, dann sollte das schon für alle Bereiche gelten.

 

>Werden die Medimeisterschaften 2015 auch wieder in Obermehler stattfinden?

Das Gelände in Obermehler ist schon sehr gut für die Medimeisterschaften geeignet. Es ist von allen Unis aus gut zu erreichen und bietet genügend Platz für alle, ohne, dass die Wege zu lang sind. Außerdem fließt das Wasser gut ab, falls es mal wieder so stark regnen sollte wie damals in Rodewald. Wahrscheinlich werden wir dem Gelände also treu bleiben.

 

>Worauf können sich die Teilnehmer nächstes Jahr freuen?

Es wird wieder eine „early bird“-Phase geben. Außerdem kann man in unserem neuen Shop Shirts, Pullover und Rucksäcke kaufen.

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Bis zu den nächsten Medis werden wir die Teilnehmer mit Gewinnspielen die Zeit verkürzen. Und: im Kalender kann man sich schon mal den Juni mit Rotstift markieren.

 

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