• Interview
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  • Via medici
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  • 01.07.2013
  • Daniel Marx - Foto: Privat

    Wenn Dr. Daniel Marx mal ausnahmsweise nicht neben diesem wegweisenden Arzt-Schild stand, war er trotzdem gut an seiner Notarztjacke zu erkennen.

     

Der Arzt, dem die Studenten vertrauten

72 Stunden Party und eine Fußball-Schlammschlacht vom Feinsten - das waren die Medimeisterschaften 2013 in Rodewald. Doch wie lief es hinter den Kulissen ab? Wir sprachen mit den Veranstaltern, der Rodewalder Feuerwehr und dem Notarzt über ihre Eindrücke vom Mediziner-Event des Jahres. Für Notarzt Daniel Marx war es ein besonderes Event. Immerhin hatte er es hier nur mit angehenden Medizinern zu tun...

> Du warst der verantwortliche Notarzt bei den Medimeisterschaften. Daneben aber auch ein Teil des Organisationsteams. Wie lief diese Zusammenarbeit ab?

Ich arbeite schon seit Jahren mit Christian Weier über die Rippenspreizer-Cartoons zusammen; es lag daher nahe, dass ich den Job des Notarztes auf diesem Event übernehme und mich um alle medizinischen Abläufe kümmere. Daneben gab es aber natürlich auch andere Dinge zu erledigen - ich war also wie so viele andere Helfer auch, ein ‚Mädchen für alles'. Doch gerade diese Vielfältigkeit der Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Projektleitern gefiel mir sehr gut.

 

> Was waren die häufigsten Beschwerden?

Das Spektrum reichte von kleinen Schürfwunden über zu hohen Alkoholkonsum bis hin zu einigen chirurgischen Verletzungen.

 

> Warst du mit der Organisation eures Rettungsteams zufrieden?

 

Man kann sich noch so gut auf solche Veranstaltungen vorbereiten - während des Einsatzes stößt man doch immer wieder auf Dinge, die man übersehen oder vergessen hat. Die medizinische Versorgung entsprach jedoch zu jedem Zeitpunkt den Anforderungen. Rodewald liegt in einem strukturschwachen Gebiet - die nächsten Klinken und Notärzte sind gut 20 Minuten entfernt. Deshalb war es umso wichtiger, dass die notfallmedizinische Versorgung durch die DRK-Ortsvereine Nienburg und Rehburg so gut funktionierte. Auch die Zusammenarbeit mit den (Notdienst-) Apotheken und Kliniken klappte hervorragend.

 

 

> Was hat dich persönlich an diesem ganzen Spektakel besonders beeindruckt?

Die Medimeisterschaften in einer derartig großen Dimension war für uns alle eine Premiere und vor allem eine Herausforderung. Am meisten haben mich die durchweg netten Studenten überrascht. Obwohl sie extrem hart gefeiert haben, waren sie doch alle stets freundlich und entspannt und lobten unsere sanitätsdienstlichen Leistungen. Auch wenn sich das Wetter am Samstag nicht gerade von seiner schönsten Seite gezeigt hatte, können wir doch alle auf vier anstrengende, aber auch sehr schöne Tage zurückblicken.

 

> Du bist also nächstes Jahr wieder am Start?

Eine Auswertung der Veranstaltung wird in den nächsten Wochen zeigen, ob und in welcher Form die Medimeisterschaften 2014 wieder in Rodewald stattfinden können. Ich bin mir jedoch sicher, dass ein Großteil der Organisatoren dieses Konzept in Zukunft weiterführen möchte und dann würde ich mich sehr freuen, die medizinische Unterstützung wieder übernehmen zu dürfen!    

 

Zum Interview mit der Feuerwehr Rodewald     

Zum Interview mit dem Organisator Tobi Heising

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