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  • 10.10.2012

Podcast für Medizinstudenten und Ärzte in der Weiterbildung

Dr. Horst Gross, Via medici Autor und Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin, interviewt hier in lockerer Folge interessante Menschen und Experten zu Themen, die für Medizinstudenten und Ärzte relevant sind. Diesen Podcast können Sie abonnieren.

Therapeutische Hypothermie

Im Rahmen des tragischen Unfalls um den Rennfahrer Ralf Schumacher ist ein Verfahren zur zerebralen Protektion in den Fokus gerückt: die therapeutische Hypothermie.  Besonders nach der kardiopulmonalen Reanimation hat sich diese Technik des zerebralen Schutzes – zumindest an einigen Zentren – als Standard durchgesetzt.

Dr. Fritz - Foto: privat

Privatdozent Dr. Fritz

Wieso man mit Kälte das Gehirn vor Folgeschäden schützen kann, erklärt der Hallenser Intensivmediziner Privatdozent Dr. Harald G. Fritz, Chefarzt  am Krankenhaus Martha-Maria in Halle (Saale).

Interview zum Thema therapeutische Hypothermie mit Dr. Fritz (mp3, Größe 4,4 MB)

 


 

Künstliches Blut

Der Traum vom synthetischen Blut wird in der Medizin schon lange geträumt. Ohne komplizierte Kreuzung oder logistische Probleme einfach ins Regal greifen und das entsprechende Produkt infundieren. Im Notfall wäre das eine fantastische Möglichkeit.

Prof Jelkmann - Foto: privat

Prof. Jelkmann - Foto: privat

Der Lübecker Physiologe Professor Wolfgang Jelkmann erklärt, warum diese Idee bisher gescheitert ist und warum jetzt, mit Nanotechnologie und  Stammzellforschung, Kunstblut tatsächlich möglich wird. Und nicht nur die Medizin interessiert sich für das Kunstblut. Es wäre ein ideales Dopingmittel.

Interview mit Prof. Jelkmann zum Thema Kunstblut (mp3, Größe: 5 MB)


Münchhausen Syndrom

Sinnlose medizinische Maßnahmen zu bekommen, das ist das Ziel von Patienten mit einem Münchhausen Syndrom. Es klingt bizarr, aber bei dieser psychischen Störung wird der Arzt vom Patienten so instrumentalisiert, dass er ihn schädigt. Mit großem Geschick werden die entsprechenden Symptome vorgespielt. Der Münchhausen Patient hat sein Ziel erreicht, wenn er sinnlos operiert wurde oder als vermeintlicher Epileptiker auf der Intensivstation landet. Das Syndrom ist gar nicht so selten, wird aber meist übersehen. In der Regel fällt der ahnungslose Arzt auf die Tricks der Patienten herein.

Professor Gerhard Kernbach-Wighton vom Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Bonn hat sich jahrelang mit dem Krankheitsbild beschäftigt und dazu publiziert. Aus eigener Erfahrung berichtet er über unglaubliche Geschichten im Zusammenhang mit Münchhausen Patienten.

Interview Prof. Gerhard Kernbach-Wighton (mp3, Größe: 5 MB)


Gefangen im eigenen Kopf

Wach trotz Koma: Das klingt paradox. Doch die Forschung hat eindeutig belegt, dass viele chronisch-komatöse Patienten, zum Beispiel nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder einem Schlaganfall, bewusst denken können. Professor Niels Birbaumer vom Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensbiologie der Uni Tübingen forscht seit Jahren zu dem Thema.

Durch klinische Untersuchungen hat er die Brisanz der Problematik aufgedeckt. Denn die meisten dieser Patienten werden im klinischen Alltag nicht »entdeckt«. Dabei weiß man heute, dass dieser Locked-in-Zustand durchaus nicht der blanke Horror ist, sondern mit einer hohen Lebensqualität verbunden sein kann.

Interview Prof. Niels Birbaumer (mp3; Größe 5,25 MB)

Mehr Infos zum Thema Locked-in-Zustand auf der Homepage des SWR


Zwangsbehalndlung in der Psychiatrie

Eine Behandlung gegen den Willen des Patienten. Das gibt es in der Medizin eigentlich nicht. Nur in der Psychiatrie gibt es Situationen in denen auch ohne die Zustimmung oder sogar gegen den Willen des Patienten therapiert wird. Das ist zum Beispiel bei einer Psychose der Fall, wenn der Patient sich oder andere zu gefährden droht. Nun aber schiebt der Bundesgerichtshof Zwangsbehandlungen einen Riegel vor: In einem aktuellen Urteil untersagt er jegliche Zwangsbehandlung und verengt somit den Handlungsspielraum in der Psychiatrie deutlich. Das ist nicht immer nur zum Wohl des Patienten, meint der Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde Herr Professor Peter Falkai. Er hält das Urteil für einseitig begründet und vermisst eine sachliche Beteiligung der Fachgesellschaft für Psychiatrie bei der Entscheidungsfindung.

Interview Prof. Peter Falkai (mp3, Größe: 3,92 MB)


Holpriger Start ins Berufsleben - Verantwortung, Stress und DRGs

Der Berufsanfang ist für viele Medizinerinnen und Mediziner eine traumatische Zäsur. War es früher der despotische Chefarzt der für Stress sorgte, sehen sich Berufsanfänger heute mit neuen Problemen konfrontiert. Schlecht vorbereitet tragen sie Verantwortung, Fehler können schlimme Konsequenzen haben und außerdem geht es zunehmend ums Geld. Nicht immer zum Wohl des Patienten.

Die ehemalige Berliner Assistenzärztin Dr. Verena Wild hat sich anlässlich eines Buchprojekts ihren Kummer von der Seele geschrieben. Letztendlich hat ihr das neue System der Fallpauschalen den Rest gegeben und sie hat sich umorientiert. Heute, als Medizinethikerin in der Schweiz sieht sie manches anders. Sie weiß nun, dass es sich auch lohnt, den Frust und Stress am Anfang der Assistenzarztzeit durchzuhalten, denn es lockt einer der schönsten und erfüllendsten Berufe, die es gibt. So das Fazit von Frau Dr. Wild.

Interview mit Dr. Verena Wild (mp3, Größe: 5,53 MB)


Medizin im Ausland

Im Ausland erste medizinische Erfahrungen zu sammeln, fasziniert viele PJ-Studenten und Berufsanfänger. Man lernt etwas und kann gleichzeitig helfen.

Aber stimmt das wirklich? Läuft man ohne solide Grundkenntnisse nicht Gefahr nur im Weg herumzustehen und zusätzlich zu stören? Die Münchner Gynäkologin Dr. Hanne Vogt rät aus eigener Erfahrung dringend vor überstürzten Auslandsabenteuern ab. Durch Fehler oder Überforderung kann es schnell zur persönlichen Katastrophe kommen. Selbst war sie für sechs Monate mit "Ärzte ohne Grenzen" in Haiti. Sie hat ihren Einsatz sehr lange geplant. Nur aufgrund jahrelanger Berufserfahrung konnte sie die Situation in Haiti meistern. Es hat schon seinen Grund, warum Organisationen wie "Ärzte ohne Grenzen" sehr genau prüfen, wen sie ins Ausland losschicken. Doch wer dann ins kalte Wasser springt und sich ein Auslandsprojekt zutraut, der macht Erfahrungen, die man das ganzes Leben lang nicht vergisst.

Interview mit Dr. Hanne Vogt (mp3, Größe: 5,60 MB)


Innovatives Projekt an der Uni Köln: der PJ-STArT-Block

Bislang deutschlandweit einmalig ist der PJ-STArT-Block der Universität Köln, der Medizinstudierende intensiv auf ihr Praktisches Jahr vorbereitet.

Die Studenten schlüpfe im Umgang mit den Simulationspatienten nicht etwa in die Rolle eines PJlers, sondern in die des Arztes oder der Ärztin, betont PD Dr. Christine Schiessl, Oberärztin im Bereich Lehre der Uni Köln und Projektleiterin des PJ-STArT-Blocks. Das Problem sei, so Dr. Schiessl, dass vor dem PJ im Medizinstudium zu wenig Praxis vermittelt werde und werden könne - mit der Folge, dass die PJler quasi einen Praxisschock erleiden, wenn sie das Praktische Jahr beginnen. Im PJ-STArT-Block werden die Studenten auf einer Simulationsstation behutsam mit der Realität konfrontiert und sind so mit Eintritt ins PJ besser auf die neuen Anforderungen und Verantwortlichkeiten vorbereitet.

Interview mit PD Dr. Christine Schiessl (mp3, Größe: 4,83 MB)

Hier geht's direkt zum PJ-STArT-Block


Langzeitschäden nach der Reaktorkatastrophe

Fast pünktlich zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl folgt nun der große Reaktorunfall in Japan. Die Angst vor den Folgen der Radioaktivität bestimmt die öffentliche Diskussion. Doch wie sieht es mit den Fakten zu diesem Thema aus? Was weiß man heute über die Folgen von Tschernobyl, und was wird eventuell in Japan passieren?

Via Medici bat den Onkologen und Hämatologen Professor Dr. med. Arnold Ganser von der medizinischen Hochschule Hannover um eine wissenschaftliche Einschätzung der Bedrohung. Von ihm wollten wir wissen, ob die Krebsraten in die Höhe schießen werden und was Mediziner tun können, um Strahlenopfern zu helfen.

Interview mit Prof. Dr. Arnold Ganser (mp3, Größe: 6 MB)

Homepage Klinik von Prof. Ganser

WHO-Bericht Tschernobyl

Kritische Stellungnahme zur WHO-Studie


Medizinische Hilfe für Indianer: Als Arzt im Amazonasgebiet

Einfach richtig Medizin machen, das wollen wohl die meisten Ärzte, die sich auf dieses Abenteuer einlassen. Die Indianerhilfe e.V. betreut seit vielen Jahren die Ureinwohner des Amazonasgebiets medizinisch und schickt dazu auch deutsche Ärzte in diese Region Perus.

Hier lernt man in der Tat allerhand, aber man kommt auch schnell an seine Grenzen. Dr. Bernhard Rappert aus dem Vorstand der Indianer Hilfe e.V. Leverkusen berichtet über die Erfahrungen, die deutsche Ärzte während ihres Einsatzes im Amazonasgebiet sammeln. Auch wenn das Ganze sehr anstrengend ist, hier macht man als Arzt Erfahrungen, die das ganze spätere Leben prägen.
Mehr Informationen zur Indianer Hilfe gibt es übrigens auf deren Homepage www.indianerhilfe.de.

Interview mit Dr. Bernhard Rappert (mp3, Größe: 5,5 MB)


Alternativmedizin kritisch beleuchtet

Die Alternativmedizin wird immer beliebter. Aber was bedeutet das für den Patienten und für die »Schulmedizin«? Bekommt der Patient tatsächlich das, was ihm die Alternativmedizin verspricht?

Die Stiftung Warentest hat 2005 erstmalig und bis heute auch einzigartig in einem Ratgeberbuch die gesamte Alternativmedizin nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin durchleuchtet. Das Resultat war ziemlich niederschmetternd. Via Medici sprach mit der Mitautorin der Veröffentlichung, Dr. Krista Federspiel, über die Hintergründe der Publikation und auch darüber, warum der wissenschaftliche Diskurs um die Alternativmedizin noch lange nicht beendet ist.

Interview mit Krista Federspiel von der Stiftung Warentest (mp3, Größe: 6,0 MB)


Anamnese lernen

Trotz moderner Diagnostik bleibt die Anamnese und das Patientengespräch das entscheidende, vertrauensbildende Bindeglied zwischen Arzt und Patient.

Im Studium kommt es bisher viel zu kurz. Aber Anamnese kann man nicht theoretisch lernen. Am besten geht das in einer simulierten Situation, in der die Studenten auch mit den emotionalen Belastungen konfrontiert werden.

Zunehmend erkennen die Universitäten, dass ihre Studiengänge attraktiver werden, wenn sie diesen Aspekt berücksichtigen. In Heidelberg hat man dazu jetzt ein besonders erfolgreiches Modellprojekt in die reguläre Medizinerausbildung übernommen. Privatdozent Dr. Jobst-Hendrik Schultz berichtet für Via Medici über sein Heidelberger Projekt.

Interview mit PD Dr. med. Jobst-Hendrik Schultz (mp3, Größe: 4,3 MB)


Cannabis als Medikament

Cannabis als Medikament ist und bleibt umstritten. Zu Unrecht, wie sich immer mehr zeigt. Seine Inhaltsstoffe können nicht nur beim Menschen in der letzten Lebensphase therapeutisch genutzt werden. Auch bei schweren neurologischen Erkrankungen wirkt Cannabis.

Cannabis - Foto: yellowj/fotolia.com

Die Frankfurter Palliativ- und Allgemeinmedizinerin Dr. Silvia Mieke hat über viele Jahren Erfahrungen auf diesem Therapiefeld gesammelt. Sie wundert sich immer noch darüber, wie schlecht die Akzeptanz von Cannabis-Medikamenten in der Ärzteschaft ist. Denn mittlerweile kann Cannabis von jedem Arzt legal therapeutisch eingesetzt werden. Er muss sich nur an den Apotheker wenden und eine entsprechende Rezeptur ausfüllen. Leider wissen das die wenigsten Ärzte.

Interview mit Dr. Silvia Mieke (mp3, Größe: 4,5 MB)


Gewalt gegen Ärzte und Gewaltprävention

Vorsicht vor Pfefferspray! Das ist einer der Tipps, den Dr. Martin Eichhorn, Spezialist für Gewaltprävention im medizinischen Bereich, propagiert. Das Problem als Ärztin oder Arzt auf einen gefährlich aggressiven Patienten zu treffen nimmt besonders im städtischen Bereich stetig zu.

Arzt ist zwar kein lebensgefährlicher Beruf geworden, doch wer nicht auf den Umgang mit aggressiven Patienten vorbereitet ist, erlebt schnell unangenehme Überraschungen. Der Berliner Kommunikationstrainer macht dabei immer wieder die gleiche Erfahrung: die eigentlich Betroffenen werden gar nicht entsprechend ausgebildet.

Interview mit Dr. Martin Eichhorn (mp3, Größe: 4,2 MB)


Zeit für die Promotion im Medizinstudium

"Die medizinische Promotion muss wissenschaftlich aufgewertet und den Studenten der entsprechende Freiraum im Studium gegeben werden." Das fordert Professor Robert Thimme von der Medizinischen Klinik der Universität Freiburg.

Wissenschaftlich-experimentelles Arbeiten macht Spaß und das kann man den Studenten auch vermitteln, so seine These. Und auch für den, der später einmal keine wissenschaftliche Karriere einschlägt, könne der Kontakt mit der Wissenschaft nur eine Bereicherung sein.

Interview mit Prof. Robert Thimme (mp3, Größe: 5 MB)


Im Krankenhaus-Betrieb einfach einmal kurz innehalten

Ethik darf Sand ins Getriebe einer allzu glatt und kommerziell laufenden Medizin bringen, meint Professor Giovanni Maio, Ethiker an der Universität Freiburg. Gerade Medizinstudierende sind sehr sensibel für ethische Fragen in der Medizin, weiß Maio, deshalb legt er in ihrer Ausbildung besonderen Wert darauf, dass sie das Rüstzeug bekommen, sich selbst ein Bild von der Situation des Patienten machen und anschließend auch selbst entscheiden zu können. Ethik heißt für Maio innehalten können, denn das Hamsterrad des modernen Medizinbetriebes dreht sich immer schneller.

Interview mit Prof. Giovanni Maio (mp3, Größe: 5 MB)


Arzt bei Interplast

Plastische Chirurge hat ein schlechtes Image. Zu Unrecht meint Dr. Dietmar Scholz, selbst plastischer Chirurg in Wiesbaden. Die plastische Chirurgie wird immer mit Schönheitschirurgie verwechselt. Eine Disziplin, die es eigentlich gar nicht gibt. Denn plastischer Chirurg wird man erst nach jahrelanger Ausbildung. Schönheitschirurg kann sich jeder Arzt nennen.

Dr. Scholz berichtet darüber, warum ihm dieses chirurgische Fach so viel Spaß macht und wie man an eine gute Ausbildung kommt. Es geht aber auch um die Zukunft der plastischen Chirurgie, die nicht gerade rosig aussieht.

Interview mit Dr. med. Dietmar Scholz (mp3, Größe: 4,8 MB)


Berufsanfänger in der Intensivmedizin

Der Stuttgarter Anästhesist und Intensivmediziner Dr. med. Albrecht Henn-Beilharz leitet eine operative Intensivstation mit 29 Betten. Hier gibt man auch Berufsanfängern eine Chance, sich in die Intensivmedizin einzuarbeiten.

Doch wer die Herausforderung annimmt, muss eine lange Anlernphase akzeptieren. Dabei wird er von erfahrenen Kollegen kontinuierlich betreut. Intensivmedizin ist ein Bereich, der mit viel Stress und zeitweiser hoher Arbeitsbelastung verbunden ist. Unweigerlich wird man in dieser Situation auch Fehler machen. Nur wer damit umgehen kann, wird auf Dauer von einer Tätigkeit auf der Intensivstation profitieren.

Interview mit Dr. med. Albrecht Henn-Beilharz (mp3, Größe: 4 MB)


Frühdiagnostik der Multiplen Sklerose mittels MRT

Für Patienten mit Multipler Sklerose stehen mittlerweile wirksame Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Wichtig ist jedoch, dass sie so früh wie möglich zum Einsatz kommen. Eine rechtzeitige Diagnose der Krankheit ist deshalb von zentraler Bedeutung.

Dass Ärzte die Multiple Sklerose immer früher erkennen können, ist vor allem der Magnetresonanztomographie zu verdanken. Mit ihr lässt sich die Störung der Blut-Hirn-Schranke ebenso sichtbar machen wie der Myelin-Abbau, die Zerstörung der Markscheiden im Rückenmark und Gehirn.

Welche Kriterien bei der Diagnosestellung zum Tragen kommen und wie neue Kontrastmittel die Früherkennung weiter verbessern könnten, erklärt Professor Dr. med. Martin Bendszus, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroradiologie der Universitätsklinik Heidelberg, im Vorfeld von neuroRAD 2009 in einem Audiopodcast.

Interview mit Prof. Dr. med. Martin Bendszus (mp3, Größe: 4 MB)


AV-Malformationen aus Sicht des Neuroradiologen

Moderne radiologische Verfahren spielen eine große Rolle bei Diagnose und Behandlung arteriovernöser Malformationen im Gehirn. Solche machen sich oft erst bemerkbar, so Prof. Dr. Isabell Wanke vom Uniklinikum Essen, wenn es zum Beispiel durch eine Blutung zu Symptomen wie Lähmungen, Kopfschmerz oder einem epileptischen Anfall kommt. Ein neurochirurgischer Eingriff ist hier nicht ohne Risiko. Sehr günstig sind neuroradiologische Maßnahmen wie die Katheterangiographie, bei der Malformationen mittels Klebstoff sofort vollständig und dauerhaft verschlossen werden könnn. Im aktuellen Podcast erfahren Sie mehr über das Verfahren.

Interview mit Prof. Dr. Isabell Wanke (mp3, Größe: 5,3 MB)


Rückenschmerzen aus Sicht des Neuroradiologen

Rückenschmerzen sind hierzulande einer der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch. Nach Angaben des Forums Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz leidet in den Industrienationen fast jeder Mensch mindestens einmal im Leben an Rückenschmerzen. Radiologische Verfahren kommen hier mittlerweile nicht nur in der Diagnostik, sondern auch in der Therapie immer häufiger zum Einsatz. Wann bildgesteuerte minimal-invasive Eingriffe Patienten mit Rückenschmerzen helfen können, ist ein Schwerpunkt von neuroRAD 2009. Einen ersten Einblick in das Thema gibt Professor Dr. Olav Jansen, Direktor der Klinik für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein bereits jetzt in einem Audiopodcast.

Interview mit Prof. Dr. Olav Jansen (mp3, Größe: 2,1 MB)


Chefarzt wandert nach Neuseeland aus

Der Hannoveraner Palliativmediziner Dr. Christian Robold war bis vor Kurzem Chefarzt und hatte sich für den Aufbau der ambulanten Palliativmedizin engagiert. Er sieht für sich als Arzt keine Perspektive mehr in Deutschland und ist nach Neuseeland ausgewandert. In einem Offenen Brief hat er sich jetzt im Ärzteblatt an die Bundesgesundheitsministerin gewandt. Er beklagt den Sinnverlust und die fehlende inhaltliche Perspektive der Medizin in Deutschland. Statt einer Antwort der Ministerin kam nur ein Standardbrief mit Textbausteinen. Wir wollten wissen, ob es ihm in Neuseeland besser gefällt?

Interview mit Dr. Christian Robold (mp3, Größe: 8 MB)

Offener Brief eines Auswanderers:

Sehr geehrte Frau Ministerin, ich gehe als Arzt nach Neuseeland


Fragen von Krebspatienten - und die richtigen Antworten

Die Berliner Onkologin Hannelore Seibt betreut seit über 20 Jahren onkologische Patienten. Die einfühlsame und differenzierte Gesprächsführung ist in diesem medizinischen Fachgebiet ganz besonders bedeutsam.
Dr. Seibt gibt Einblicke in typische Situationen, die sich Ärzten im Umgang mit Krebspatienten stellen. Es geht um diffizile Fragen, wie: Wann und wie teilt man die Diagnose mit? Wie viel emotionale Beteiligung darf der Arzt das Gespräch einbringen? Wie begegnet man Patienten, die die Krebsdiagnose verdrängen?

Interview mit Dr. Hannelore Seibt anhören (mp3, Größe: 3,6 MB)


Wie Medizinstudenten erfolgreich promovieren

Die typischen Probleme der Studenten und Ärzte bei Promotionen sind gleich geblieben, auch wenn sich über die Zeit die Themen ändern. Prof. Dr. Christian Wittekind, Leiter des Instituts für Pathologie des Universitätsklinikums Leipzig, betreut zahlreiche Promotionen und hat über die Jahre wertvolle Erfahrungen über den Ablauf von Promotionsverfahren gesammelt. Aus seiner Erfahrung heraus weiß er, dass dass Entscheidende für den Erfolg einer Promotion deren gute Vorbereitung ist.

Interview mit Prof. Christian Wittekind anhören (mp3, Größe: 4 MB)


Der erste Arbeitsvertrag für Ärzte

Dr. Andreas Botzlar ist Chirurg aus München und stellvertretender Vorsitzender des Marburger Bundes. Bei der Tarifpolitik für angestellte Ärzte in Deutschland sieht er noch erheblichen Handlungsbedarf.

Aus eigener Erfahrung heraus rät er Berufsanfängern zur Vorsicht beim ersten Vertragsabschluss. Wer leichtfertig einen ungünstigen Arbeitsvertrag unterschreibt, muss später vielleicht unerwartete Folgen tragen. Seine Devise: Besser vorher einmal kurz am poteniellen Arbeitsplatz hospitieren und gezielt die Kollegen nach den tatsächlichen Arbeitsbedingungen und der Überstundenregelung fragen, denn Krankenhausverwaltungen verschweigen oft die entscheidenden Punkte.

Interview mit Dr. Andreas Botzlar anhören (mp3, Größe: 4 MB)


Ärztliche Berufsperspektiven in Arabischen Ländern

Die Agentur Universitas von Robert Herbert in Eggenfelden vermittelt seit über 10 Jahren deutsche Ärzte ins Ausland. Besonders diffizil ist nach Herberts Erfahrungen die Vermittlung von Ärzten in arabische Länder.

Doch gerade Dubai übt einen magischen Reiz aus: 95 Prozent der Ärzte, die sich bei der Agentur erkundigen, möchten in das Emirat wechseln. Wer allerdings auf gut Glück eine Arbeitsstelle in einem arabischen Land sucht, kann sehr schnell eine Bruchlandung machen. Denn dort herrschen andere Regeln als bei uns.

Interview mit Robert Herbert anhören (mp3, Größe: 3,43 MB)


Klimawandel und Ausbreitung von Infektionserkrankungen

Prof. Dr. med. Bernhard Fleischer ist Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie und Leiter der Medizinischen Mikrobiologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Er hat sich ausführlich mit dem Thema globale Erwärmung und drohende Infektionskrankheiten beschäftigt.

Mit dem Klimawandel können neue Erreger in den nördlicheren Breitengraden überleben und damit Krankheiten einschleppen, die es bisher hier nicht gab. Prof. Bernhard Fleischer gibt Entwarnung: Viele äußere Umstände sorgen dafür, dass die Erreger hier keine Chance haben. Und: Malaria gab es in Deutschland vor ein paar Jahrzehnten bereits, als es noch deutlich kälter war.

Interview mit Bernhard Fleischer anhören (mp3, Größe: 3,49 MB)


Aus- und Weiterbildung als Chance begreifen

Parwis Fotuhi ist Facharzt für Innere Medizin und seit 2005 Leiter der Helios-Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung.

Die Ausbildung von Studenten im Praktischen Jahr (PJ) und die Weiterbildung von Assistenzärzten empfinden viele Kliniken als Belastung. Die Helios Klinik GmbH setzt hingegen auf eine strukturierte Fortbildung ihrer Mitarbeiter und auf gute Arbeitsbedingungen.

Im Gespräch mit Via medici erklärt PD Dr. Parwis Fotuhi, Leiter der Helios-Akademie, wie das Angebot organisiert ist und welche Vorteile Arbeitgeber und Arbeitnehmer davon haben.

Interview mit Parwis Fotuhi anhören (mp3, Größe: 3,49 MB)


Ärztemangel in Deutschland: Was muss sich ändern?

Frank Ulrich Montgomery ist Facharzt für Radiologie, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Präsident der Ärztekammer Hamburg.

Das Ärzteblatt besteht mittlerweile zum größten Teil aus Stellenanzeigen: Die Kliniken suchen händeringend nach Medizinernachwuchs. Doch viele jungen Ärzte gehen lieber ins Ausland - oft kehren sie nicht zurück. Auch Fach-, Ober- und Chefärzte haben immer häufiger genug von den Arbeitsbedingungen und wenden Deutschland den Rücken zu.

Im Interview mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Ärztegewerkschaft Marburger Bund erörtert Via medici online, was sich ändern muss, damit die Ärzte, die hier ausgebildet wurden, auch in Deutschland arbeiten möchten. Und warum es keine Lösung ist, Ärzte aus den Nachbarländern anzuwerben.

Interview mit Frank Ulrich Montgomery anhören (mp3, Größe: 3,8 MB)


Ausländische Ärzte in Deutschland

Erik Bodendieck ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Vizepräsidentder Ärztekammer Sachsen.

In Sachsen fehlen zur Zeit etwa 400 Ärzte, 250 Ärzte in Kliniken und 150 Kassenärzte. Zurückzuführen ist das nicht zuletzt auf die mangelhafte Infrastruktur und die schlechteren Verdienstmöglichkeiten in Ostdeutschland. Das Land Sachsen versucht das Problem zu lösen, indem es ausländische Ärzte, zum Beispiel aus Österreich und Polen, anwirbt.

Im Interview erklärt Bodendieck, warum es eine ethische Zwickmühle ist, Ärzte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen.

Interview mit Erik Bodendieck anhören (mp3, Größe: 3,4 MB)


Doppelqualifikation: Ärztin und Flugbegleiterin

Sabine Ballenberger ist Flugbegleiterin und Ärztin.

Für sie fing die Doppelbelastung aber nicht erst mit dem Studienabschluss an. Denn auch schon während ihres Medizinstudiums in Frankfurt war Organisationstalent gefragt. Eine späte Berufung für die Medizin wurde ihr durch ein persönliches Schicksal zuteil und motivierte sie für diesen nicht immer leichten Weg. Jetzt arbeitet Sie als Ärztin in einer Arztpraxis und ihre medizinischen Fähigkeiten haben auch schon manchem Fluggast an Bord der Boeing das Leben gerettet.

Im Interview erklärt die sympathische Hessin warum beide Berufe mehr Gemeinsamkeiten haben als gedacht.

Interview mit Sabine Ballenberger anhören (mp3, Größe: 3,4 MB)


Alternativen Methoden der Krebstherapie

Der Völkerkundler Michael Spöttel ist Autor des Buches "Vergebliche Hoffnung. Der Mythos von sanften und natürlichen Krebstherapien".

Im Interview mit Horst Gross definiert Spöttel zunächst, was man unter alternativer Krebstherapie versteht, und er erklärt die Ideologie, die hinter der sogenannten sanften Medizin steht. Der gemeinsame Nenner sei das Bild der perfekten Natur: "Ein sehr naives Bild."

Interview mit Michael Spöttel (mp3, Größe: 3,4 MB)


Arbeitszeiten nach dem EuGH-Urteil 2003

Der Kieler Chirurg Dr. Norbert Jaeger ist einer der Ärzte, die im September 2003 vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg die Anerkennung von Dienstzeiten als Arbeitszeit erstritten haben.

Im Interview äußert sich Jaeger zu Problemen bei der Umsetzung des Gerichtsurteils. Die Klinikleitungen hätten sich vorgenommen, das Urteil "Budget-neutral" umzusetzen, dies sei jedoch in Anbetracht des erhöhten Personalbedarfs bei reduzierten Arbeitszeiten unmöglich. Jaeger dazu: "Das kann nicht funktionieren."

Interview mit Dr. Norbert Jaeger anhören (mp3, Größe: 2,9 MB)


Transplantationsmedizin in Deutschland

Prof. Dr. med. Günther Kirste ist der medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die in Deutschland sämtliche Organspenden organisiert.

Immer noch wird in Deutschland zu wenig transplantiert. Und das obwohl mittlerweile sogar über 90-Jährige als Spender in Betracht kommen. Eine Studie im Nordosten der BRD ergab, dass jährlich 20 Spender pro einer Million Einwohner zur Verfügung stehen, möglich wären jedoch 40 Spender, wenn die Krankenhäuser ihrer Meldepflicht ausreichend nachkämen. Die DSO unterstützt die Krankenhäuser, sobald diese einen potenziellen Spender gemeldet haben, sodass der Aufwand des medizinischen Personals gering gehalten wird - eigentlich genügt schon ein Anruf.

Interview mit Prof. Günther Kirste anhören (mp3, Größe: 3,6 MB)


Als Arzt in Holland

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Markus Hollmann DEAA ist Professor für Anaesthesiologie (60% klinische Tätigkeit im OP) und Ordinarius des Departments für klinisch-experimentelle und experimentelle Anästhesie am Academic Medical Center (AMC) der Universiät Amsterdam, Niederlande.

Die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen ist sicherlich der größte Motivator für Ärzte, dem deutschen Gesundheitssystem den Rücken zu kehren und in Holland zu arbeiten. Hier, so Hollmann, geht alles entspannter zu und darüber hinaus werden die Ärzte besser bezahlt. Ausreisewillige sollten jedoch bedenken, dass sich nach einem starken Zustrom von Bewerbern der holländische Arbeitsmarkt für Ärzte asymptotisch einer Sättigung annähert.

Interview mit Prof. Dr. Dr. Markus Hollmann anhören (mp3, Größe: 3,6 MB)


Schmerztherapie in Medizinstudium und Praxis

Prof. Dr. med Michael Zenz ist Direktor der Klinik für Anaesthesiologie, Intensiv-, Palliativ- und Schmerzmedizin im BG-Universitätsklinikum Bergmannsheil Bochum, Direktor der Universitätsklinik für Anaesthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Knappschaftskrankenhaus Langendreer und Präsident der deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes.

In Deutschland gibt es etwa 10 Mio. Schmerzkranke. Aber die Katze beißt sich in den Schwanz: Schmerzen kommen im ICD nicht vor. Eine Diagnose, die ich nicht codiere, kann auch nicht vorkommen? Dass Schmerz ein eigenständiges Krankheitsbild sein kann, wird nicht ausreichend berücksichtigt. Auch im Medizinstudium kommt die Schmerztherapie zu kurz, obwohl noch vor einigen Jahren angekündigt wurde, mit der neuen AO die Schmerztherapie stärker ins Studium einzubringen. Doch die Schmerztherapie wird nicht nur in Deutschland stiefmütterlich behandelt, es handelt sich um ein europa- und weltweites Problem.

Interview mit Prof. Dr. Michael Zenz anhören (mp3, Größe: 3,3 MB)


Doping im Breitensport

Dr. med. H. Striegel ist Mitarbeiter am Institut für Sportmedizin des Universitätsklinikum Tübingen. Er erläutert, dass Doping nicht nur ein Phänomen des Leistungssport ist, sondern auch im Freizeit- und Fitnesssport angewandt wird. So greifen 20 Prozent der Männer und vier Prozent der Frauen im Freizeitsport zu Dopingmitteln. Auch wenn man es den Sportlern nicht unbedingt ansieht: Die Medikamente können weitreichende Folgen haben.

Interview mit Dr. med. H. Striegel anhören (mp3, Größe: 1,47 MB)


Medizinstudium in Österreich

Martin Fandler ist als Medizinstudent in Graz in der Fachschaft engagiert. Er beantwortet im Podcast Fragen zum Medizinstudium in Österreich.

Wie läuft die Zulassung zum Medizinstudium in Österreich? Dies ist eine der Fragen, die Dr. Horst Gross mit Martin Fandler erörtert. Darüber hinaus geht es darum, ob es sich in Deutschland oder Österreich besser studieren lässt und was Deutsche, die in Österreich studieren, beachten müssen - insbesondere wenn der Turnus-Arzt ansteht.

Interview mit Martin Fandler anhören (mp3, Größe: 3,26 MB)


Was macht eigentlich ein Umweltmediziner?

In Via medici 1/07 hat Dr. Gross die Fachärztin für Umweltmedizin und Hygiene PD Dr. Caroline Herr gefragt, mit welchen Beschwerden ihre Patienten kommen und welche Perspektiven es für Ärzte dieser Fachrichtung gibt.
Online können Sie sich ein zweites Interview mit Prof. Dr. P. Radermacher von der Abteilung Klinische Anästhesiologie der Universität Ulm anhören. Er ist Leiter der Sektion Anästhesiologische Pathophysiologie und Verfahrensentwicklung und betreut an der Uni auch die interdisziplinären Kurse für klinische Umweltmedizin mit.

Interview mit Prof. Radermacher anhören (mp3, Größe: 1,2 MB)


400 € für PJler an Helios-Kliniken

Dr. Francesco De Meo ist Geschäftsführer und Konzernarbeitsdirektor der HELIOS Kliniken GmbH.
Dr. Horst Gross führte mit ihm ein Gespräch über die erstmalige Bezahlung der Medizinstudenten im Praktischen Jahr (PJ).

Wofür Generationen von Studenten gekämpft haben, wird nun Wirklichkeit: Die ersten Kliniken werden Studierende im Praktischen Jahr bezahlen. Die Helios Kliniken GmbH, die jährlich 100 bis 200 PJ-Studenten beschäftigt, einigte sich im Rahmen eines arztspezifischen Tarifvertrags auf eine Zahlung von 400 € pro Monat. Dies sei, so Dr. Francesco De Meo, Teil der Nachwuchsförderung - und für die gute Arbeit der PJler längst überfällig. Langfristig geht er davon aus, dass noch mehr PJler an den Helios-Kliniken beschäftigt werden.

Interview mit Dr. Francesco De Meo anhören (mp3, Größe: 1,2 MB)


Der Arzt für Allgemeinmedizin

Frau Birgit Marold-Richardson ist niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin und hat eine Hausarztpraxis in Berlin-Spandau.
Dr. Horst Gross hat sie besucht.

5 Minuten für die Patienten resultiert in 30 Minuten Papierkrieg und für einen Hausbesuch erhält der Allgemeinmediziner etwa 5 Euro netto. Gründe genug, mit der Situation unzufrieden zu sein. "Meine Ideale sind überhaupt nicht mehr realisierbar", sie würde sich, stünde sie noch einmal vor der Entscheidung, nicht mehr als Allgemeinärztin niederlassen, resümiert Marold-Richardson. Dennoch freut es sie, Ihren Patienten gerade auch in Extremsituationen helfen zu können.

Interview mit Birgit Marold-Richardson anhören (mp3, Größe: 6,8 MB)


Chancen als Arzt in England

Dr. med. Oliver Koch ist Sprecher der Deutsch-Englischen Ärztevereinigung e.V. und arbeitet als Senior house officer am University College Hospital of London.

Horst Gross befragt Oliver Koch im Podcast der Via medici 5/06 zur Befürchtung, dass der Arbeitsmarkt in England in den nächsten Jahren enger werden könnte, auch für Fachärzte. Mögliche Ursache ist, dass es inzwischen mehr britische Ärzte gibt als noch vor ein paar Jahren. Doch auch die Abschaffung des AIP in Deutschland ist nicht ganz schuldlos an der Situation.

Interview mit Dr. Oliver Koch anhören (mp3, Größe: 4,9 MB)

Mehr Infos und ein Handbuch für Ärzte, die nach Großbritannien gehen möchten, gibt es hier: Homepage der Deutsch-Englischen Ärztevereinigung e.V.


Beide Interviews (Via medici 5/06: Allgemeinmedizin/England) zusammen anhören (mp3, Größe: 14,8 MB)


Arztberuf mit Kindern

Dr. med. Astrid Bühren ist niedergelassene Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin in Murnau/Oberbayern und Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V., Vorstand der Bundesärztekammer, u. a. Vorsitzende der "Ärztinnengremien". Darüber hinaus ist Sie Autorin des Buches "Karriereförderung für Ärztinnen".

Im Interview mit Dr. Gross spricht Bühren über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und über die Probleme, die auf Ärztinnen mit Kindern zukommen. Sie macht dabei deutlich, dass Kinderbetreuung an Kliniken nicht etwa nur einen Kostenfaktor darstellt, sondern sich im Gegenteil positiv auf die wirtschafliche Lage eines Krankenhauses auswirken kann.

Interview mit Dr. Astrid Bühren anhören (mp3, Größe: 6,5MB)

Mehr Infos und das Handbuch "Karriereförderung für Ärztinnen" gibt es unter www.aerztinnenbund.de .


Haftpflichtversicherung

Patrick Weidinger ist Leiter Arzthaftpflicht der DBV-Winterthur-Versicherung, bei welcher über 122.000 Ärzte berufshaftpflichtversichert sind. Für seine Publikationen zu Medizinrecht, Versicherungsrecht und Riskmanagement wurde Rechtsanwalt Weidinger 2004 mit dem Deutschen Arzt Recht Preis ausgezeichnet.

Weidinger informiert im Interview mit Gross über die Notwendigkeit einer Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte und gibt in diesem Zusammenhang auch konkrete Tipps beispielsweise zu Deckungssumme und Behandlung im Freundeskreis.

Interview mit Patrick Weidinger anhören (mp3, Größe: 6,5 MB)


Wissenswertes über den Facharzt für Transfusionsmedizin

Dr. Markus Müller ist seit 2001 Assistenzarzt am Institut für Transfusionsmedizin (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. med. E. Seifried) und steht vor der Facharztprüfung zum Transfusionsmediziner. Ursprünglich kommt er aus der Inneren Medizin/Hämatologie mit besonderem Interesse für den Bereich Blutgerinnung.

Im Interview mit Dr. Gross erläutert er, was ein Facharzt für Transfusionsmedizin macht, wie lange die Weiterbildung dauert, was anerkannt wird und welche Aussichten Transfusionsmediziner haben.

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Sein Credo: "Die Transfusionsmedizin ist mein Fachgebiet, weil hier eine interessante Kombination geboten wird aus Arzneimittelherstellung von Blutpräparaten, modernen präparativen Verfahren für die Stammzelltherapie, Hämostaseologie, klinische Hämotherapie, also die Anwendung von Blutprodukten am Menschen sowie Transplantationsimmunologie und nicht zuletzt Immunhämatologie, also die Lehre von der Immunologie der Blutgruppen".


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Über den Autor

Dr. med. Horst Gross ist Anästhesist und Intensivmediziner in Berlin, freier Medizinautor und langjähriger Mitarbeiter von Via medici.


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