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  • 12.10.2010
  • Gesundheitsunterricht in Ghana - Foto: J. Butenoop

    Gesundheitsunterricht in Ghana - Alle Fotos: Joost Butenoop

     
  • Gesundheitsunterricht und Verteilung von Wasserfiltern in Ghana - Foto: J. Butenoop

    Gesundheitsunterricht und Verteilung von Wasserfiltern in Ghana

     
  • Station in Ghana - Foto: J. Butenoop

    Station in einem District Krankenhaus in Ghana - Foto: J. Butenoop

     
  • HIV und AIDS in Zimbabwe - Foto: J. Butenoop

    HIV und AIDS sind allgegenwärtig in afrikanischen Krankenhäusern (hier: Zimbabwe) - Foto: J. Butenoop

     
  • Nach dem Tsunami in Indonesien - Foto: J. Butenoop

    Nach dem Tsunami in Indonesien

     

"Ich will mal etwas mit Entwicklungshilfe machen"

"Ich will mal was mit Entwicklungshilfe machen." Das ist ein gängiger Wunsch vieler Medizinstudierender zu Beginn des Studiums und ist für viele oft ein entscheidender Grund gewesen, Medizin zu studieren. Ob es das Helfersyndrom ist nach dem Vorbild des Urvaters der medizinischen Entwicklungshilfe Albert Schweitzer, pure Abenteuerlust oder ein bisschen von beidem: schon während des Studiums zieht es viele Medizinstudierenden in die Ferne. Dieser Artikel soll zeigen, welche Möglichkeiten es gibt.

 

Die Zahl des "Famulatur-Tourismus" erfreut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Zugegeben, in kaum einem Studiumszweig ist es so leicht, seine Famulaturen/Praktika im Ausland zu absolvieren wie in der Medizin. Auch im PJ gehört das Auslandstertial im Entwicklungsland im Sinne der Flexibilitäts-Bekundung im Lebenslauf fast schon zum guten Ton. Ohne Frage kann man im Ausland oft mehr Praktisches lernen als daheim, mehr selber Hand anlegen, medizinisch-exotische Besonderheiten kennen lernen. All dies dient natürlich auch der Horizonterweiterung, persönlich und beruflich.

Das hehre Ziel des "Entwicklungshelfers" lässt sich am Ende doch eher selten zum Beruf machen, weil die teils selbst auferlegten Zwänge in Form von Doktorarbeiten, Beziehungen, Finanzen und auch Karierreplanung dann allzu oft im Vordergrund stehen. Das Medizinstudium trägt nicht unwesentlich zu einem Enthusiasmus-Verlust bei. Trotz umfangreicher Studienreformen sind Themen wie öffentliche Gesundheit/Public Health oder Tropenmedizin nach wie vor exotische Randbereiche oder sind in vielen Standorten gleich gar nicht existent. Allerdings finden sich immer ein paar Hartnäckige, die an ihrem Ziel "Arzt in der Entwicklungshilfe" festhalten. Allen, die sich zu der letztgenannten Gruppe zählen mögen, sei dieser Artikel gewidmet, im Sinne einer ersten Orientierungshilfe. Vor allem soll er aufzeigen, welches Angebot es für Studierende auf diesem Sektor bereits gibt.

 

Kurative Medizin gut durch Famulaturen erschließbar

Medizinische Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit lässt sich vereinfachend in zwei Kategorien gliedern: in eine kurative und eine präventive. Oft werden beide Instanzen in lokalen Gesundheitsstrukturen strikt getrennt, was methodisch und inhaltlich falsch ist. Auch das deutsche Gesundheitssystem krankt aus Sicht der Bevölkerungsmediziner an der fast ausschließlich kurativen Ausrichtung. Versuche, Präventionskampagnen unters Volk zu bringen, bleiben halbherzig.

Der Teil der kurativen Arbeit bildet die "klassische" Idee, die zum Beispiel auch Albert Schweitzer verfolgte und die für Mediziner und Medizinerinnen das Hauptarbeitsgebiet in sich entwickelnden Ländern darstellt. Diese Arbeit umfasst die klinische, kurativ orientierte Tätigkeit in Krankenhäusern oft ländlicher Regionen, welche von den einheimischen Medizinern meist extrem ungern übernommen wird. Uns Ärzten liegt dabei ein aufs Individuum fokussierter, ergebnisorientierter Heilungsgedanke zugrunde, geziert mit einer guten Portion Idealismus. Dieser Idealismus leidet neuerdings unter der rapiden Ausbreitung von HIV/AIDS und den damit zusammen hängenden opportunistischen Infektionen. Viele Ärztinnen und Ärzte in dieser Branche frustriert zudem die Ignoranz der einheimischen Regierungen gegenüber diesem und auch anderen Versorgungsproblem und veranlasst sie nicht selten zum vorzeitigen Abbruch ihrer Verträge.

Die kurative Seite der medizinischen Entwicklungszusammenarbeit, wie sie von Organisationen wie z.B. dem deutschen Entwicklungsdienst (DED) oder den kirchlichen Trägern wie der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) oder dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) für erfahrene Profis angeboten werden, ist für Studierende durch Famulaturen sehr gut zu erschließen. Die Auslandsaufenthalte sind z.B. mit Hilfe der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. leicht organisier- und durchführbar. An jeder medizinischen Uni hat die bvmd ein lokales Büro. Gleiches gilt für Studierende der Schweiz und Österreichs.

Grundlage für eine professionelle Anstellung bei solchen Organisationen ist meist eine allgemeine, breit orientierte medizinische Ausbildung und mindestens 2-3 Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Fach. Denn ein solcher Einsatz reicht meist von Ambulanzsprechstunden über Geburtshilfe, kleinere operative Eingriffe bis hin zum Kaiserschnitt sowie der administrativen Führung eines kleineren Krankenhauses - z.B. als sog. District Medical Officer. Auch Fachärztinnen und -ärzte werden eingestellt, bevorzugt mit Fachrichtungen wie Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Anästhesie, Gynäkologie, Chirurgie. Ihr Einsatzgebiet sind dann meist größere Häuser. Allen Arbeitsfeldern ist gemein, dass viel Arbeit auch in der Verwaltung zu investieren ist, damit ist nicht zuletzt die Datenerhebung und -auswertung gemeint. Auch eine Einbindung in die administrativen Abläufe wie Nachschub an Material und Medikamenten organisieren, Transport und Logistik, Personalmanagement und Training sowie Teilnahme an lokalen und regionalen Besprechungen der Ministerien und Behörden fallen in den Arbeitsbereich. Und nicht selten ist man in dieser Position auch für Aufgaben der Prävention zuständig.

 

Präventive Medizin

Die zweite Möglichkeit, als Mediziner in der Entwicklungszusammenarbeit tätig zu werden, ist die Prävention, landläufig als Public Health bezeichnet. Stellenprofile für diesen Arbeitsbereich sind oft mit Gesundheitsökonomie verbunden. Oft jedoch werden sowohl kurative und präventive Bereiche in Arbeitsanforderungen an Ärzte und Ärztinnen im Entwicklungsdienst beschrieben. Hier fallen vielen zunächst die Schlagworte Public Health, Epidemiologie oder Primary Health Care ein. Neuerdings wird auch gerne von Internationaler oder Globaler Gesundheit gesprochen.

Diese Arbeit widmet sich vornehmlich der Erhaltung von Gesundheit und Vorbeugung bzw. Verhütung von Krankheiten und Epidemien, was oft als effektiverer Ansatz für medizinisch orientierte Entwicklungszusammenarbeit verstanden wird. Entsprechend besteht diese Arbeit allenfalls minimal aus 'richtiger' klinisch-ärztlicher Tätigkeit. Das Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ist sehr groß. Im Vordergrund stehen oft administrative oder edukative Aufgabenfelder wie zum Beispiel

  • Die Ausbildung und Schulung von paramedizinischem Personal und an Krankenpflegeschulen
  • Organisation von Impfkampagnen
  • Gesundheitsunterricht an Schulen und in Dörfern und/oder deren Organisation und Vorbereitung
  • Kampagnenbetreuung, z.B. Moskitonetz-Verteilung, allgemeine Aufklärungskampagnen
  • Anleitung und Ausbildung von Einheimischen in Handhabung und Instandhaltung neu installierter Geräte und Anlagen, seien es Abwasser, Abfallentsorgungs oder Trinkwasser Systeme in einer Klinik
  • Latrinenbau und Wasserversorgungssysteme für eine Gemeinde, gekoppelt mit Gesundheitsunterricht
  • Epidemiologische Aufgaben in der Erhebung und Auswertung von Gesundheitsdaten
  • Generelle Unterstützung im Management von Gesundheitssystemen

Die zunehmende Müllproblematik und die Entsorgung des Mülls, Ernährungs-Aspekte, Wasserversorgung oder Aspekte der Arbeits- und Umwelthygiene zählen zu den derzeit akuten Themen in dem sehr weit gestreuten Spektrum.

Die Vergabe von Jobs in dieser Richtung für Mediziner ist fast ausschließlich Absolventen von sog. Aufbaustudiengängen vorbehalten (postgraduate studies), die man im Anschluss an ein Medizinstudium beginnt. Im Rahmen eines solchen Aufbaustudiums (Abschlüsse als Master oder Master of Science, MSc), das im Allgemeinen zwischen einem und zwei Jahren dauert, kann man z.B. folgende Abschlüsse erwerben:

Public Health (Abschluss Master of Public Health, MPH) - es gibt MPH Kurse, die sich auf das deutsche System beschränken, sowie europäische, internationale und auf Entwicklungsländer fokussierte Master 

  • Epidemiologie
  • Health Services Management
  • Health Promotion Services
  • Health Economy
  • Public Health Nutrition
  • Medical Demography
  • Control of Infectious Diseases
  • Tropical Medicine
  • Infectious diseases
  • Reproductive and Sexual Health
  • International health (Abschluss MScIH, z.B. der TropEd Kurs in Berlin)
  • Die Liste dieser Studiengänge ließe sich fast beliebig lang fortsetzen.

 

Auch für Studenten gibt es Möglichkeiten!

Es ist unter Medizinstudierenden fast völlig unbekannt, dass man auch im präventiven Sektor bereits während des Studiums Praktika machen kann. Die internationale Dachorganisation aller Medizinstudierendenorganisationen (International Federation of Medical Students' Associations IFMSA), bei der die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) Mitglied ist, bietet allen Medizinstudierenden verschiedenste Projekte an. So kann man im weitesten Sinne schon während des Studiums 'paramedizinisch' tätig werden.

 

Projektbeispiele

Als Beispiele sei hier ein Projekt in Kalkutta in Indien angeführt, das sich mit der Basisgesundheitsversorgung von Müttern und Kindern in den Slums dieses Millionenmolochs beschäftigt. In Tansania und Kenia finden große interdisziplinäre Entwicklungsprojekte statt (sog. Village Projects). In Brasilien oder Guatemala werden kleinere Public Health Projekte durchgeführt und in Rumänien läuft sehr erfolgreich ein Waisenhausprojekt.

Dies sind nur einige Beispiele. Die meisten Projekte sind weltweit für alle Medizinstudierenden ausgeschrieben, die Voraussetzungen sind oft nicht mehr als 6 abgeschlossene Semester des Medizinstudiums sowie gute Fremdsprachenkenntnisse. Eine bessere Möglichkeit, sich als Student den präventiven Bereich mal aus der Nähe anzusehen, gibt es wohl kaum, vor allem, da man einmalige Erfahrungen im Bereich der sog. 'grass roots' Arbeit sammeln kann.

Diese Projekte werden oft nicht als Famulaturen anerkannt, es ist also Initiative und Idealismus gefragt. Oft dauern Rotationen in diesen Projekten 6-12 Wochen. Mehr detaillierte Informationen darüber gibt es bei allen lokalen Vertretungen des bvmd. Einige dieser Initiativen werden auch von Deutschland oder Österreich aus koordiniert

Die IFMSA bietet eine Palette von Angeboten zu Forschungsprojekten (Research Exchange) und Entwicklungsprojekten (Public Health) an, die dann über den bvmd vermittelt werden können. Wenn der bvmd nicht weiterhelfen kann oder keine Option ist, dann könnte die Seite http://www.medicstravel.co.uk eventuell auch interessant sein.

 

...oder Tropenmedizin!

Die Tropenmedizin ist meist dem klinischen Teil zugeordnet. Tropenmediziner verstehen sich als Kliniker, seltener als Verfechter der öffentlichen Gesundheitsentwicklung. Oft sind in dieser Branche die Reisemediziner angesiedelt, was neben der Behandlung von eingeführten Tropenkrankheiten oft den Schwerpunkt der tropenmedizinischen Sprechstunden ausmacht.

Tropenmedizin ist eine sogenannte Zusatzbezeichnung (wie auch z.B. Sportmedizin), die man nur zusammen mit einer Facharztbezeichung führen darf: Ärztin/Arzt für Innere Medizin und Tropenmedizin. Die Ausbildung zum Tropenmediziner dauert mindestens zwei Jahre. Wer diese Zusatzbezeichnung führen möchte, muss neben einem meist dreimonatigen Diplomkurs in Berlin, Hamburg, London, Liverpool oder Amsterdam einen mindestens einjähriger Arbeitsaufenthalt in den Tropen nachweisen. Ein weiteres Jahr Weiterbildung muss außerhalb der Tropen stattfinden, in einem weiterbildungsberechtigten Krankenhaus auf einer tropenmedizinischen Station oder Ambulanz. Voraussetzung für die Kurse ist ein abgeschlossenes Medizinstudium.

 

...und was ist eigentlich mit der medizinischen Nothilfe?

Es gilt weiterhin, zwischen der klassischen Entwicklungshilfe und der humanitären Nothilfe zu unterscheiden, letzteres das Ur-Metier von "Médecins Sans Frontieres - Ärzte ohne Grenzen". Viele Medizinstudierenden träumen von einem Einsatz mit dieser Organisation.

Die Übergänge zwischen beiden Formen der Auslandshilfe sind sehr fließend und werden von einem Kontinuum von Rehabilitations- oder Rekonstruktionsprojekten gefüllt. Oft werden alle Ansätze parallel verfolgt. Nur eine langfristige Planung ermöglicht einen brauchbaren und vor allem nachhaltigen Nothilfeeinsatz sagen die einen. So kann ein Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung schon in der frühesten Phase der Wiederaufbauarbeit geleistet werden. Die anderen argumentieren, dass Nachhaltigkeit und Entwicklung in der akuten Notphase keine große Rolle spielen. Langfristige Ziele sind nicht Sache der Nothilfe, die sich oft auf die ersten und lebensrettenden Maßnahmen konzentriert. Oft aber halten Krisenzustände über Jahre hin an (Beispiel Darfur), allzu oft bleibt der humanitären Hilfe teils über Jahre hinweg nur die Rolle der kurzfristigen, lebenserhaltenden Nothilfe. Beide Seiten haben Recht. Die Nothilfeorganisationen fürchten dabei vor allem um ihre Unabhängigkeit und Neutralität, geht es doch in der Nothilfe vor allem um politische Krisenregionen, in denen "Entwicklung" zurecht oft mit "Friedenssicherung" gleichgesetzt wird und das wiederum eine politische Agenda beinhaltet. In der Nothilfe ist es wichtig, mit allem mit Krisenparteien im Dialog zu stehen, um den sog., "humanitären Raum" zu verhandeln und eine Arbeit vor Ort zu ermöglichen.

Die anderen argumentieren, dass nachhaltige Entwicklung schon in der frühesten Phase der Wiederaufbauarbeit geleistet wird. Langfristige Ziele allerdings sind nicht Sache der Nothilfe, die sich oft auf die ersten und lebensrettenden Maßnahmen konzentriert. Oft halten Krisenzustände über Jahre hin an (Beispiel Darfur). In einem solchen Umfeld ist leider nicht an studentische Praktika zu denken. Zum einen haben alle dort arbeitenden Kollegen und Kolleginnen alle Hände voll zu tun, sodass keine Zeit zur Ausbildung bleibt. Zum anderen ist es aus Sicherheitsgründen oft nicht möglich, Studierende vor Ort zu haben. Die Verantwortung dafür wird keine professionelle Organisation übernehmen.

 

Vorbereitung - aber wo und wie?

Inzwischen sind die Vorbereitungen auf Auslandsaufenthalte oder auch fachliche extrakurrikuläre Weiterbildungen recht umfangreich. Die bereits erwähnte IFMSA bietet jedes Jahr sog. Summerschools mit verschiedenen Themenschwerpunkten an, z. B. Tropenmedizin oder Pädiatrie in den Tropen, die im Allgemeinen zwischen 2 und 6 Wochen dauern. Auch kürzere Ereignisse in Form von Seminaren oder Workshops werden regelmäßig angeboten. Weitere Informationen halten die bvmd-Vertretungen oder Fachschaften an jeder an jeder Uni bereit.

 

In Deutschland gibt es seit mehr als zehn Jahren drei feste Institutionen für die Vorbereitung auf Auslandsaufenthalte. Zweimal pro Jahr bietet der bvmd sog. Trikontseminare mit jeweils Schwerpunkt Afrika und Asien an. Die Sommerakademie des Missionsärztlichen Instituts in Würzburg (Ende Juli jedes Jahr) ist das wohl ausführlichste Vorbereitungsangebot im deutschsprachigen Raum für Studierende. Über 2 Wochen werden Themen der Globalen Gesundheit beleuchtet. Nur ca. die Hälfte der fast 40 Vorträge sind klinische Weiterbildung. Die anderen 50% widmen sich Themen wie Frauengesundheit, Armut und Gesundheit, globale Aspekte von Gesundheit, sowie den "Klassikern" Primary Health Care und Millennium Entwicklungsziele. Wer leider nicht an einem dieser Seminare teilnehmen kann, dem sei das "elective pack" des Centre for International Health & Development als beste Vorbereitung nahegelegt.

Download z. B. hier.

Auf fast 70 Seiten werden alle möglichen Themen von der globalen Gesundheit bis zur individuellen Vorbereitung abgedeckt.

Sehr empfehlenswert ist außerdem die Broschüre "Hier & Dort - Einblicke in die Globale Gesundheit" der Initiative "Globalisation and Health Initative" (GandHI).

Download hier.

Das Schriftstück basiert in Teilen auf dem englischsprachigen "elective pack", bietet aber auch eine Fülle weiterer Informationen und eigener Texte  zum Thema. GandHI bietet außerdem Wochenendsemianre zu Themen der globalen Gesundheit an. (http://bvmd.de/ausland/gandhi). Sie ist die deutsche Vertretung des Initiative Project "Think Global" Initative der IFMSA. (siehe http://www.ifmsa.org/projects/thinkglobal/)

 

Infos im Internet

IFMSA

Unter der folgenden Internet-Adresse sind allgemeine Informationen zu dieser Organisation. Immerhin vertritt die IFMSA die Gesamtheit aller Medizinstudierenden (weltweit 1,5 Mio) gegenüber den UN Organisationen

http://www.ifmsa.org

Schaut dort unter "projects" und "exchange programs" nach! Auf der Webseite des Standing Committee on Public Health (SCOPH) gibt es mehr Details über die erwähnten Projekte. Es gibt zum Beispiel auch die seltene Gelegenheit für Medizinstudierende, in Flüchtlingslagern von internationalen Organisationen zu arbeiten (web-page vom Standing Committee of Refugees and Peace der IFMSA).

Insgesamt bietet die IFMSA derzeit über zehn Projekte und Aktivitäten der verschiedensten Art für Medizinstudierende an, außerhalb des regulären Austauschprogrammes.

bvmd

Die bvmd ist an jeder Uni vertreten und auf der Homepage finden sich alle Informationen zu Famulatur und weiteren Projektangeboten. Auch die GandHI-Initiative ist dort vorgestellt.

http://www.bvmd.de

An jeder deutschen Uni ist die bvmd mit ihrer Lokalvertretung zu finden:

http://bvmd.de/lokalvertretungen

Wege ins Ausland

http://www.wege-ins-ausland.org

Auf dieser Website möchten fünf renommierte deutsche Institutionen gemeinsam über die unterschiedlichen Möglichkeiten informieren, die sie jungen Menschen für einen Auslandsaufenthalt bieten:

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD)

IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB)

die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt)

der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD)

und die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV).

Praktikum bei der GIZ

Die staatliche Entwicklungshilfeorganisation "Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit" (GIZ) bietet Praktika sowohl im Inland als auch im Ausland an. Das Praktikantenprogramm im Ausland bietet einen 3-monatigen Arbeits- und Studienaufenthalt für Studierende, Aufbau-Studierende sowie Absolventen bis 6 Monate nach Abschluss des Studiums im Ausland an, wo man in einem der GIZ Projekte oder Programme mitarbeitet.

Praktikum bei der GIZ

ASA Programm

ASA unterstützt junge Menschen in ihrem Engagement, etwas zu bewegen! ASA ist ein dynamisches Lernprogramm zur Ausbildung von gesellschafts- und entwicklungspolitisch interessierten, weltoffenen und kritisch nachfragenden Menschen. Hier sind alle richtig, die sich insgesamt engagieren möchten und eigene Projekte vorhaben. Langfristige Planung ist vonnöten, meist mindestens 12 Monate im Voraus.

ASA Programm

Praktikum bei der WHO

Es gibt begrenzt die Möglichkeit, bei den Vereinten Nationen (z.B. WHO) Praktika zu absolvieren. Hierbei ist meist Initiative gefragt, selten werden Praktikumsstellen ausgeschrieben. Die übliche Praktikumsdauer beträgt zwischen 6 und 8 Wochen.

Praktikum bei der WHO

 

Ich hoffe, dieser Artikel hat euch etwas inspiriert, mehr Nachforschungen anzustellen oder an einem der Projekte teilzunehmen. Es lohnt sich! Ich danke allen Lesern für das anhaltende hohe Interesse und hoffe, dieser erweiterte Artikel findet ebensolchen Anklang.

 

 


 

Über den Autor

Dr. med. Joost Butenop MPH, (40), studierte Medizin in Göttingen und war schon zu Studienzeiten in Afrika für Famulaturen und Projekteinsätze der IFMSA. Beruflich arbeitete er sowohl in der Entwicklungszusammenarbeit also auch Nothilfe. Sein AiP absolvierte er zum Teil in Indien in einem Lepraprojekt, zum Teil in Berlin am Robert-Koch Institut. Als Freiwilliger nahm er an einem Public Health Projekt im Sudan teil und unterbrach sein AiP dafür. Nach der Approbation ging er zu "Ärzte ohne Grenzen", für die er in Afghanistan, Angola und Pakistan z.T. als Projektleiter tätig war. Darüber hinaus arbeitete Joost Butenop in verschiedenen Entwicklungshilfeprojekten oder als Freier Berater in Gambia und Malaysia. Von 2005-2007 war er in der Projektzentrale von "Ärzte ohne Grenzen", von wo er über ein Dutzend Nothilfeprojekte in Afrika und Asien (u.a. Darfur Flüchtlinge im Tschad und die Tsunami Provinz Aceh in Indonesien) betreute. Seit 2008 arbeitet Butenop am Missionsärztlichen Institut in Würzburg mit Zuständigkeit für Humanitäre Zusammenarbeit, Tropenmedizin und Lehre. Den Master of Public Health hat er in Malaysia absolviert, seine Promotionsarbeit schrieb er über Lepra

E-Mail: ButenopJ@gmx.de

 

 


 

Leserkommentar

Bevor junge Menschen eine Tätigkeit in der Entwicklungshilfe oder Nothilfe annehmen, sollten sie sich informieren. Dies gilt insbesondere für eine Tätigkeit in Afrika. Da gibt es www.Bonner-Aufruf.eu, und auch empfehlenswert ist der Blog der Journalistin Katrin Sandmann. In ihrem Blog ist ein Film über den Sudan zu sehen (dort ist zu sehen wie geholfen werden kann.) Sie hat den Sudan mit dem Leiter von AMREF Flying Doctors Deutschland bereist. Die Flying Doctors bilden afrikanische Ärzte und medizinisches Personal aus und (für mich sehr wichtig): Sie haben Verwaltungskosten unter 5 %. Das erreichen meines Wissens nur noch das SOS Kinderdorf und die Grünhelme.

Volker Seitz, Autor des Buches "Afrika wird armregiert" 2010

 

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