• Bericht
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  • Marc Körnig
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  • 02.05.2013

Pädiatrie-Famulatur in Bridgetown

Habt ihr auch die Nase voll von deutschem Schmuddelwetter? Aber keine Zeit oder Geld einfach mal Urlaub zu machen? Dann legt doch eure Famulatur in ein tolles warmes Land! Wie wäre es zum Beispiel mit Barbados? Marc hat sich das selbe gedacht und famulierte von Februar bis März 2013 auf der Pädiatrie des Queen Elisabeth Hospitals in Bridgetown.

Warum Barbados?

Ich habe bereits eine Famulatur im Ausland und ein ERASMUS-Auslandssemester hinter mir und bin jedes Mal wieder begeistert von den Erfahrungen, die man im Ausland sammeln kann. Außerdem ist es eine super Gelegenheit um viele neue Bekanntschaften zu machen und auch außerhalb des Krankenhauses eine schöne Zeit bzw. einen tollen Urlaub zu verbringen. An Barbados hat mich speziell natürlich das warme Klima und die karibische Kultur gereizt.

 

Foto: Marc Körnig

Strand von Barbados - Foto: Marc Körnig

 

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt relativ einfach per email an Colleen King. Ich habe mich etwas mehr als ein Jahr im Voraus beworben und meinen Wunschplatz in einem Krankenhaus in Bridgetown, Hauptstadt von Barbados, ohne weiteres bekommen. Andere Studenten hatten weniger Glück und mussten auf Abteilungen ausweichen, die sie nicht als Wunsch angegeben hatten. Man erfährt aber von Anfang an, wo noch Platz ist! Neben der Bewerbung ist u.a. eine Impfbestätigung vom Arzt und ein MRSA-Test nötig.

Das Krankenhaus hat folgende Internetadresse: Homepage des Queen Elisabeth Hospital

Colleens Adresse: colleen.king@cavehill.uwi.edu 

 

Formalitäten

Ein Visum für 90 Tage zu bekommen, ist nicht weiter schwierig. Entweder man zeigt bei der Anreise die Praktikumsbestätigung vom Krankenhaus vor oder man lässt sich ein Touristenvisum ausstellen.

 

Studiengebühren

Die Bewerbungsgebühr beträgt 100$ und das eigentliche Praktikum 250$. Ich würde aber beides erst bei der Ankunft im Krankenhaus zahlen.

 

Anreise

Es gibt mehrere Möglichkeiten um nach Barbados zu fliegen. Mit Hilfe von Suchmaschinen findet man preiswerte Verbindungen. Ich bin mit Air Canada über Toronto geflogen.

 

Unterkünfte

Am besten bittet man Colleen um Kontaktadressen bezüglich einer Unterkunft. Ich wohnte zusammen mit sechs anderen Studenten bei Angelia, was im Vergleich zu den Unterkünften anderer Studenten die beste Wahl war. Wir hatten viel Platz, konnten gut feiern und das Meer war auch nur 10 Gehminuten entfernt. Die Miete betrug zwischen 450$ und 600$ im Monat und von der Haustür fuhr ein Bus direkt zum Krankenhaus.

Angelias Adresse: anjolis@hotmail.com

 

Foto: Marc Körnig

Unter Palmen - Foto: Marc Körnig

 

Verpflegung und Kleidung im Krankenhaus

Ich kochte mir entweder zu Hause etwas oder aß in der Klinik-Mensa. Die Preise betrugen hie 3-4€. Im Krankenhaus wurden eher schicke Klamotten wie Lederschuhe, Stoffhose und Hemd getragen.

 

Sprachkenntnisse

Die Landessprache ist Englisch, wobei die Einheimischen einen gewöhnungsbedürftigen Akzent haben. Sie geben sich jedoch Mühe, sobald sie merken, dass man sie nicht versteht.

 

Inhalt der Famulatur

In der Pädiatrie war ich einem Team zugeteilt und verbrachte dort viel Zeit mit den einheimischen Studenten, die dort ein Praktikum machten. So konnte ich leicht Kontakte knüpfen und viel über den alltäglichen Ablauf in der Klinik lernen. Die Visite durfte ich jeden Tag begleiten und lernte auch dort sehr viel dazu. Eigenständig konnte ich dagegen leider nicht sehr viel machen. Ein Mal pro Woche war die Ambulanz geöffnet. Dies war eine gute Gelegenheit um in kurzer Zeit viele Patienten zu sehen. Die Ärzte waren alle sehr nett und auf Nachfrage erklärten sie auch viel. Die Patienten zeigten sich ebenfalls sehr kooperativ und ließen sich bereitwillig untersuchen. Ich besuchte einige Male zusammen mit den anderen Studenten Seminare, die teils sehr interessant und eine gute Abwechslung waren. Generell war ich sehr unabhängig und konnte am Nachmittag heimgehen, wann ich wollte; ich hatte somit viel Freizeit. Im Krankenhaus gab es eine Bibliothek mit PCs und in vielen Bereichen auch W-LAN. Die Studenten hatten zusätzlich einen Aufenthaltsraum.

 

Land, Kultur und Freizeit

Die Karibik ist tatsächlich so, wie man sie sich vorstellt: Die Einheimischen sind sehr gemütlich und relaxed, in vielen Bereichen jedoch auch sehr auf den Tourismus fixiert. Da die Insel sehr klein ist, lassen sich Ausflüge leicht planen. Die meisten Ziele kann man zu günstigen Preisen mit Bussen erreichen. Nur für einige wenige Ziele im Norden oder an der der Ostküste lohnt es sich ein Auto zu mieten. Generell kann man sagen, dass die Süd- und Westküste mit ihrem türkisblauen Meer eher ruhig ist, während die raue Ostküste hohe Wellen hat. Daneben ist Barbados auch für Luxus-Urlaub bekannt. Dementsprechend gibt es viele teure Spots, Restaurants, Malls und Hotels. Nach einiger Zeit weiß man aber, wo man auch für wenig Geld viel Spaß haben kann. Ein weiterer Vorteil an Barbados ist, dass es für karibische Verhältnisse sehr sicher ist. Man muss also keine Angst vor Raubüberfällen haben. Die Einheimischen sind sehr nett und aufgeschlossen.

 

Folgende Unternehmungen kann ich jedem empfehlen:

  • Katamaran-Tour und Schnorcheln mit Schildkröten (z.B. "Cool Runnings" am Hafen). Essen und Getränke sind inklusive. Die Gruppe besteht aus 20-50 Leuten. Als Medizinstudent bekommt man Rabatt.
  • Die besten Parties bietet das Harbour Lights. Auch hier sind alle Getränke inklusive.
  • Surf-Kurs in Boosys Surf School

 

Hier findet ihr Marcs zweiten Famulaturbericht:

Gynäkologie-Famulatur in Bangkok

 

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