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  • Alina Nordmann
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  • 11.10.2019

Der Ham-Nat – Tipps und Erfahrungen

Der Ham-Nat dürfte dem Großteil der angehenden Medizinstudierenden, die sich näher mit den Auswahlverfahren der Hochschulen auseinandergesetzt haben, ein Begriff sein. Für alle anderen, die jetzt denken „Ham-Was?!“ folgt hier eine kurze Erklärung.

© Andre Rodriguez - Fotolia.com


Das sogenannte „Hamburger Auswahlverfahren für medizinische Studiengänge“ ist ein hochschuleigenes Auswahlverfahren, das neben der Uni Hamburg unter anderem auch an der Charité Berlin - hier allerdings nur bis zum Wintersemester 2019/20 - angewandt wird. Er soll angehenden Medizinstudenten durch einen naturwissenschaftlichen Multiple-Choice-Test die Möglichkeit geben, ihre Abiturnote zu verbessern.

Letzteres hört sich zwar erstmal ganz nett an, sollte aber auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Vorbereitung ist alles! Entscheidest du dich dafür, den Ham-Nat zu machen, solltest du zunächst abschätzen, ob deine verstaubten Überreste an Wissen in den Fächern Biologie, Chemie und Physik aus der Schule noch tauglich sind, um damit den (lang-)ersehnten Studienplatz zu ergattern. 

Je nach aktuellem Wissensstand gibt es unterschiedliches Lernmaterial, das dir dabei hilft, dein Grundlagenwissen aus der Schule aufzufrischen und auch an neuen Themen nicht zu verzweifeln. Außerdem ist es sinnvoll, über folgende Fragen nachzudenken: „Wie strukturiere ich die mir zur Verfügung stehende Vorbereitungszeit?“ „Wie lange im Voraus sollte ich mit dem Lernen für den Ham-Nat beginnen, um die benötigte Punktzahl auch wirklich zu erreichen?“

Während die Vorbereitungszeit nur so verfliegt und der Testtag im Kalender immer näher rückt, solltest du langsam anfangen, dir Gedanken über die Anreise zum Ham-Nat zu machen, um dem bekannten „Last-Minute-Stress“ wenige Tage vor dem Test aus dem Weg zu gehen. Zugausfall, Stau oder Vollsperrung zählen nämlich zu den Worten, die du am Testtag nicht hören möchtest. Deshalb kann es sich durchaus lohnen, bereits am Vortag (mit allen wichtigen Dokumenten im Gepäck!) anzureisen und sich vor Ort über den Weg zum Testort, öffentliche Verkehrsmittel etc. zu informieren.

Auch wenn es einfacher gesagt als getan ist und die „Glykolyse“ oder der „Citratzyklus“ unaufhaltsam im Kopf ihr Unwesen treiben: Versuche am Abend vor dem Test, dich zu entspannen, die Bücher und Lernzettel beiseite zu legen und dich nicht verrückt zu machen – ich selbst hatte damit so meine Schwierigkeiten.

Eine kurze und unruhige Nacht sollten dich nicht daran hindern, am Morgen des Testtages früh genug aufzustehen und dich möglichst entspannt auf den Weg zum Testort zu machen. Wenn nach der Anmeldung und den kurzen Instruktionen im Hörsaal noch ein wenig Zeit verbleibt, lohnt es sich auf jeden Fall, mit den Sitznachbarn zu sprechen, denn schließlich verbindet an diesem Tag alle Anwesenden das gleiche „Schicksal“. Und vielleicht ergibt sich auf diese Weise schon der ein oder andere Kontakt mit den zukünftigen Kommilitonen ...

Während der Test selbst wie im Flug vergeht und kaum Zeit bleibt, alle 80 Kreuze auf dem Antwortbogen zu setzen, ziehen sich die Wochen bis zur Mitteilung der Ergebnisse endlos und wieder heißt es: Abwarten. Wenn dann allerdings ein Ergebnis ins E-Mail-Postfach flattert, das dir den großen Traum vom Medizinstudium ermöglicht, ist auch das lange Warten sofort vergessen.

 

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