• Tipp
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  • Sarah Schroth
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  • 21.12.2012

Kalte Zeiten

Es ist wieder soweit: der Winter hat Einzug gehalten. Die Gehwege sind spiegelglatt und jeder Atemstoß formt eine eisige Rauchwolke. Während man auf den Bus wartet, merkt man, wie das Gefühl in den Zehen langsam schwindet und die Hände sich anfühlen, als würde man sie gerade einer Akupunktur unterziehen. Doch was kann man gegen die Kälte tun? Helfen Omas Wollsocken wirklich? Oder doch lieber die Thermounterwäsche von Mama? Hier einige Tipps und Tricks gegen das alljährliche frösteln.

 

Auch wenn es vielleicht ordentlich kratzt - Omas Wollsocken und Strickmütze halten der Kälte stand! Die groben Materialien speichern viel Luft und bilden so eine prima Wärmeisolation. Da der Körper unglaubliche 60% der Wärme über den Kopf verliert, sollte man besonders auf die Kopfbedeckung nicht verzichten. Insbesondere Kleinkinder sind, aufgrund des noch nicht voll entwickelten Immunsystems, besonders anfällig für Schnupfen, Husten und Co. und sollten daher nicht alle ihre Mützen opfern, um den Schneemann zu schmücken.

 

Keep on moving

Wenn es draußen frostet und gefriert, bellt der innere Schweinehund besonders laut. Sich dennoch die Sportklamotten überzuwerfen und eine Runde um den Block zu joggen, lohnt sich aber. Wer schon morgens seine Durchblutung ordentlich in Schwung bringt, tut nicht nur der Figur, sondern auch dem Immunsystem und den kalten Füßchen etwas Gutes. Durch die Mobilisation der Muskeln wird die Wärmeproduktion angeregt und das warme Blut zirkuliert effizienter in die kälteanfälligen Extremitäten. Auch langfristig ist die Vermehrung der Muskelmasse ein wunderbarer Kälteschutz. Aber bereits kleinere Bewegungen, wie zum Beispiel an der Bushaltestelle auf den Zehenspitzen wippen, oder einige Runden um die Haltestelle zu drehen, aktivieren bereits die Muskeldurchblutung und die Wärmeproduktion.

 

Nicht umsonst: Hot and Spicy

Scharfe Gewürze wie Chili, Peperoni und Pfefferschoten geben dem Essen nicht nur den letzten "Kick", sondern haben noch andere tolle Eigenschaften. Sie besitzen nämlich den Inhaltsstoff "Capsaicin". Dieser reizt die sogenannten Nozizeptoren, die für die Erkennung von Schmerzreizen, wie zum Beispiel Hitze verantwortlich sind. Dies ist auch die Erklärung für das typische "brennen", das man beim Take-Out Curry vom Thai um die Ecke häufiger verspürt. Durch die Reizung der Schmerzrezeptoren kommt es im Organismus zu einer verstärkten Gewebedurchblutung und damit zu einem innerlichen Gefühl der Wärme. Außerdem wird das Immunsystem durch den Reiz stimuliert und sagt den Grippekeimen den Kampf an. Rezepttipp Ingwertee: Eine Stück Ingwer mit heißem Wasser aufgießen und nach Belieben mit etwas Honig süßen.

 

Kuschelstunden

Das einfachste und sicherste Mittel gegen die Kälte ist immer noch, sie zu vermeiden! Die gemütlichen und besinnlichen Feiertage laden ja auch wirklich dazu ein, sich mit etwas Literatur und einem leckeren Ingwertee vor den Kamin zu kuscheln und einfach auch mal der kalten Winterwelt zu trotzen. Mein persönlicher Tipp: Schnapp dir die Via medici und viel Spaß beim gemütlichen schmökern!

 

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