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  • Alisha Qamar
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  • 09.04.2019

Lernen im Medizinstudium – Meine zwei effektivsten Lernmethoden

Im Medizinstudium muss man viel lernen. Wie du die großen Stoffmengen meistern kannst und wie meine zwei effektiven Lernmethoden aussehen, erkläre ich dir hier.

 

Dass im Studium große Stoffmenge zu erwarten sind, ist kein Geheimnis. Darum ist es wichtig, eine Lernmethode zu finden, die für einen selbst gut funktioniert. Ich kann am besten mit der Pomodoro Technik lernen. Bei der Pomodoro Technik geht es darum, dass man sich für eine kurze Zeitspanne auf den Lerninhalt fokussiert und effektiv arbeitet und nach der Zeitspanne eine kurze Pause einlegt. Dies wiederholt man drei Mal, danach steht eine längere Pause auf dem Plan. Die Zeitspanne, unten der die meisten Menschen am konzentriertesten arbeiten, beträgt 25 Minuten – jeweils mit einer kleinen Pause von 5 Minuten und einer größeren, letzten Pause von 15 Minuten. Die Zeitspanne kannst du dir einteilen, wie es am effektivsten für dich ist. Für einige sind die 25 Minuten möglicherweise zu kurz, daher kann man auch 30 Minuten oder 45 Minuten lernen und die Pause anpassen.


In Fächern wie Anatomie oder auch Psychologie helfen mir Karteikarten, die ich täglich übe. Wenn dir das viele Schreiben und auch die Menge an Karteikarten nicht zusagt, kannst du Programme wie „Anki“ und „Quizlet“ ausprobieren, bei denen du digital zahlreiche Karteikarten erstellen kannst. Auch durch die Einteilung in verschiedene Kategorien, die du selbst festlegst, hast du stets einen guten Überblick. Ein weiterer Vorteil von „Anki“ ist, dass man, nachdem du eine Karteikarte bearbeitet hast, auswählen kannst, ob das Thema der Karte einfach zu beantworten war oder nicht. Wenn eine Karte sehr einfach zu beantworten war, wirst du in beispielsweise 5 Tagen nochmal dieselbe Karte abgefragt. Fällt dir eine Karte schwer, fragt dich das System dieselbe Karte in einer Minute nochmal ab. Die Abstände sind anpassbar. Dieses System des „Active Recalls“ sorgt dafür, dass du den gelernten Vorlesungsinhalt nicht unmittelbar nach einigen Tagen vergisst.

 

Gehe in die Vorlesungen


Vorlesungen sind ein Angebot, das ich (fast) immer annehmen würde! Wenn man allerdings merkt (oder manchmal sogar sieht), dass der Dozent aus dem Lehrbuch vorliest, brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn du die Vorlesung verlässt. Oftmals erweist es sich dann als effektiver, wenn man sich das Lehrbuch selbst zur Hand nimmt und den Dozenten ggf. bei Fragen kontaktiert. Aber genauso gibt es Dozenten, die ihr Fach anhand von zahlreichen Medien wie Tafelbildern, Modellen oder auch Videos erklären und für jede Frage offen sind. Ob man ein „Vorlesungstyp“ ist oder nicht und ob man das Angebot nutzt oder nicht, bleibt jedem selber überlassen!


Tutorien – von Studenten für Studenten


Tutorien werden oftmals von Studierenden aus höheren Semestern geleitet. In klassenraumähnlicher Atmosphäre erklärt ein Tutor beispielsweise Chemie und nimmt sich Zeit für die einzelnen Fragen. Einige Tutoren bereiten Übungen und sogar Arbeitsblätter oder Zusammenfassungen vor, aber das ist natürlich von Tutor zu Tutor unterschiedlich. Für jemanden, der die Atmosphäre in Kleingruppen angenehmer findet, bieten sich Tutorien sehr gut an.


Keep Calm and Study Medicine


Ein wichtiger Teil des Lernens sind Pausen. Die Pomodoro-Technik beispielsweise ist in vielerlei Hinsicht effektiver, als an seinen Schreibtischstuhl festgeklebt zu sein. Deshalb nimm dir eine kleine Auszeit und denke an den Spruch der Ersti-Taschen von Thieme! Viel Erfolg im Studium!

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