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  • Sophia Ebert
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  • 17.09.2014

Das Physikum, Teil 1: Die Anmeldung

Es schwebt wie ein Damoklesschwert über der gesamten Vorklinik: das Physikum. Wie man sich für das erste Staatsexamen anmeldet und was es zu beachten gibt, erzählt Sophia Ebert.

 

Wie soll man nur all das Wissen der Vorklinik in den Kopf bekommen?

 

Schon vor Beginn des Studiums hört man Horror-Geschichten und mit Beginn des selbigen rückt es Tag für Tag näher. Spätestens im vierten Semester kann man das anstehende erste Staatsexamen nicht mehr verdrängen und es drängen sich Fragen auf wie: Mit welchen Büchern soll ich lernen? Soll ich mir einen Lernplan machen? Wird die Lernzeit ausreichen? Und: Wie überlebe ich das?

Hier also mein Selbstversuch, vollgepackt mit Erfahrungen, Tipps und einer dicken Botschaft: man überlebt es. Zugegeben, ohne Tränen, Nervenzusammenbrüchen, Selbstzweifel und Schmerzen (ja Lernen kann körperliche Schmerzen verursachen) werden es die wenigsten schaffen, aber man schafft es und das Gefühl danach ist einfach unbeschreiblich.

Hier also Teil 1 im Ringkampf um den Einzug in die Klinik: Es heißt, dem Feind in die Augen zu schauen und sich anzumelden.

Die Bögen für die Anmeldung erhältst du bei der Fachschaft. Keine Angst, das wenigste aus dem dicken Stapel brauchst du und die Anmeldung fürs Physikum ist weniger verwirrend, als die für Hochschulstart.

Zu beachten sind lediglich die Fristen und dass man die Eidesstattliche Erklärung mit der Hand abschreiben muss. Ein Teil der immer wieder für Verwirrung sorgt.

Bei den Scheinen ist es ratsam, noch einmal zu kontrollieren, ob der Name komplett und vollständig aufgeführt ist, auch der Geburtsort sollte komplett aufgeführt sein. Außerdem muss der Kurs genauso heißen wie vom IMPP vorgegeben, sonst könnte es Probleme geben. Scheine, die du noch nicht hast, können innerhalb der Nachreichfrist problemlos mit dem Nachsendeblatt eingesandt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, persönlich vorbeizukommen, was aber nicht unbedingt zu empfehlen ist und die Menschen vom LPA auch nicht sonderlich glücklich macht.

Neben den Scheinen brauchst du ein beglaubigtes Zeugnis, das du gegen Vorlage des Originals beim Stadthaus für fünf Euro bekommen kannst. Ebenfalls wird eine beglaubigte Kopie deiner Geburtsurkunde verlangt. Dafür musst du mit dem Stammbuch deiner Familie zum Standesamt der Stadt in der du geboren bist. Last but not least brauchst du ein aktuelles Passbild und die Semesternachweise.

Alle Unterlagen sendest du per Einschreiben an das LPA NRW, wenn du deine Ladung erhältst, bekommst du deine hart erarbeiteten Scheine wieder zurück.

Falls dir am Ende doch noch ein Schein fehlen sollte oder du aus welchen Gründen auch immer kalte Füße bekommst, kannst du dich mit einen Formblatt, das ebenfalls dem Papierstapel beiliegt, wieder abmelden. Juristisch wichtig ist noch, dass du, sobald du die Ladung erhalten hast, dich nicht mehr einfach so abmelden kannst, sondern ein Attest von einem Arzt des LPAs brauchst.

Die Ladung kommt etwa eine Woche vor der schriftlichen Prüfung per Einschreiben und verrät dir neben Uhrzeit und Ort auch deine Sitzplatznummer, die Ladung fürs Mündliche kommt separat etwa zehn Tage vor deinem Termin ebenfalls als Einschreiben. Falls Unterlagen fehlen oder fehlerhaft sind, wirst du rechtzeitig informiert. Also: keine Panik!

Damit wäre der erste Schritt geschafft um in den Ring mit dem Endgegner der Vorklinik zu steigen.  

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