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  • Lara Cömert
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  • 18.04.2017

So sicherst du dir ein gutes Abi

Bekanntermaßen ist die Grundvoraussetzung für ein Medizinstudium neben dem Interesse fürs Fach eine überdurchschnittlich gute Note im Abitur. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Schnitt von 1,0-1,4 sollte drin sein, um bei Hochschulstart eine Chance zu haben. Wie du das schaffst, erklärt dir Lara.

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Dabei belegt ein überdurchschnittlich gutes Abi weder eine überdurchschnittlich Eignung für den Arztberuf, noch zeugt es zwingend von einer hohen Sozialkompetenz. Leider bleibt der Abischnitt jedoch bis auf Weiteres an vielen Universitäten in Deutschland das Auswahlkriterium schlechthin. Lediglich ein paar Universitäten bieten weitere Auswahlkriterien wie Auswahlgespräche, den TMS, oder auch naturwissenschaftliche Tests, wie den HAM-Nat an.

Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass auch hier ein Einser-Durchschnitt Voraussetzung dafür ist, um überhaupt zu diesen Tests eingeladen zu werden. Die einfachste Methode ist daher, sich bereits vor Beginn der Abiturzeit eine Strategie zu überlegen, wie man den Traumdurchschnitt am besten erlangt.

Zunächst wären da die Leistungskurse, diese zählen in einigen Bundesländern vier- oder auch fünffach in den Abiturdurchschnitt ein, dementsprechend sollte die Wahl dieser zwei Fächer gut bedacht sein. Natürlich solltest du Fächer wählen, die dich besonders interessieren, noch wichtiger ist jedoch, eine Fächerkombination zu wählen, die dir die höchste Punktzahl verschafft.

Physik und Chemie in Kombination zu wählen mag zwar mutig erscheinen und erleichtert dir womöglich im ersten Semester das Lernen von Physik bzw. Chemie, aber das war es auch schon. Ähnlich verhält es sich mit Biologie. Schließlich bleibt dir auch während des Studiums noch genug Zeit, um den notwendigen Stoff für das Medizinstudium mit etwas Fleiß und Mühe aufzuholen. Komplett ohne Grundkenntnisse der jeweiligen Fächer aus der Schulzeit kann der Weg jedoch etwas beschwerlich werden.

Ähnlich sieht es beim dritten und vierten Abiturfach aus, auch hier zählt: Nimm lieber das Fach, das dir die meisten Punkte verschafft und möglichst interessant ist. Eine weitere Möglichkeit, deinem Abischnitt einen Feinschliff zu verpassen, bietet die Facharbeit. Sie soll einen ersten Schritt in die Anfänge des wissenschaftlichen Arbeitens ebnen und kann dabei eine Klausur in einem beliebig gewählten Fach ersetzen. Daher ist es geschickt, die Arbeit in einem Abiturfach zu schreiben, womöglich auch in einem Leistungskurs, in dem man in letzter Zeit nicht so glänzen konnte bzw. in einem Fach, in dem man sich relativ sicher ist, sich in nächster Zeit womöglich nicht mit Ruhm bekleckern.

Unerlässlich bleibt natürlich das Eigenengagement während der Abizeit: Viel Fleiß, Ausdauer, eventuell auch mal Lernen in den Ferien und ab und zu mal auf den netten Kinoabend mit Freunden verzichten. Da das Ende aber schneller in Sicht ist, als du zu träumen vermagst und du dich außerdem auch an das Leben als Medizinstudent gewöhnen musst, ist das Ganze auch als eine Art Generalprobe anzusehen.

Wer jedoch nicht ganz darauf verzichten will, seine Freunde auch während des Abitur-Endspurts zu sehen: Besonders bei mündlichen Prüfungen ist gemeinsames Lernen und Abfragen effektiv. Dabei sollte die Lernatmosphäre aber nicht in ein“ gemütliches Beisammensein“ abdriften. Um diese mögliche Gefahr zu bannen, schaffen ungemütliche Bibliotheken der Universität in eurer Nähe erste Abhilfe.

Beachtest du diese Tipps, wird kaum mehr etwas schiefgehen und du wirst deinem Traum, Medizin zu studieren, noch näherkommen. Natürlich gehört auch das nötige Glück in den Abiturklausuren dazu – ich drücke dir beide Daumen.

 

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