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  • Beyza Saritas
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  • 10.10.2018

Ersti-Woche an der HHU

Willkommen an der Uni: Das erste Semester hat begonnen – unzählige neue Studenten, liebevoll Erstis genannt, treiben ihr Unwesen auf dem Campus. Doch wie funktioniert Medizin studieren eigentlich? Welche Fehler solltest du vermeiden? Muss die Physikvorlesung wirklich besucht werden? Neben einer Menge Spaß und Alkohol erhältst du während der Erstiwoche unter anderem Antworten auf diese Fragen.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Aufgeregt tummeln sich ca. 400 Erstis in der Nähe des Roy-Lichtenstein-Saals. Keiner weiß so richtig, wohin mit sich – schließlich steckt man in einer komplett neuen Umgebung mit hunderten von fremden Gesichtern. Doch schon bald taut der ein oder andere auf und es beginnen die ersten angeregten Gespräche. Besonders interessant scheint zu sein, wie man auf die Medizin gestoßen ist und warum man dieses langwierige Studium antritt. 

Doch bevor die langen Geschichten ausgepackt werden können, werden wir in Grüppchen zu einigen Tutoren geschickt, die lauter bunte Kärtchen an uns verteilen. Denkt man zu Beginn noch, dass die Farbe des Kärtchens entscheidend für die Gruppenzuordnung ist, wird man schnell enttäuscht: auf den Zetteln stehen ca. 25 Medikamentennamen, die unter anderem auch Aufschluss über den Gruppennamen der nächsten Tage geben.

Nachdem jeder seinen bunten Zettel mit entsprechendem Medikament hat, beginnt die große Suche nach der Gruppe. Glücklicherweise haben die Tutoren Plakate vorbereitet, sodass man nach kurzer Zeit fündig wird. Bald darauf ging es auch schon los: Jeder stellt sich kurz vor und wird der WhatsApp-Gruppe hinzugefügt, falls man sich doch auf dem Campusgelände verirren sollte. Jede Gruppe hatte einen Tutor, der mit uns zu einem Hörsaal gelaufen ist, in dem alle Erstsemester durch zwei Professoren begrüßt wurden. Auf dem Weg zum Hörsaal hat meine Tutorin uns viel über den Campus und die Gebäude erzählt, an denen wir vorbei gelaufen sind. Somit wusste man schon einmal grob, wo man die nächsten Tage, Wochen, Monate und Jahre verbringen wird.

Im Hörsaal angekommen geht es auch schon weiter: Professor Dr. med. Ertan Mayatepek, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Neonatologie und Kinderkardiologie, der seit 2015 auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist, begrüßt uns alle herzlich und erzählt uns einiges zu seinem Werdegang und der Universität Düsseldorf, an der er auch selbst studiert hat. Danach folgt der sehr viel ernstere Vortrag von Prof. Dr. med. Colin R. MacKenzie – dass er das alles nur gespielt hat, konnten wir Erstis zu diesem Zeitpunkt ja nicht wissen. Um zukünftigen Erstis nicht den Spaß bzw. Schreck zu nehmen, behalte ich an dieser Stelle für mich, was passiert ist :). Lasst euch nur eines sagen, liebe Erstis der kommenden Jahre: Unterscheidet immer gut zwischen Tutoren und Kommilitonen und glaubt nicht alles, was man euch erzählt!

Donnerstag, 04. Oktober 2018

Der Donnerstag lief wesentlich entspannter ab als der Dienstag, da wir Erstis nun nicht mehr an der Nase herumgeführt wurden, sondern wirklich wichtige Tipps für das Studium erhalten haben. So stand unter anderem eine Besichtigung der Universitätsbibliothek an, während der wir unseren Bibliotheksausweis erhielten, und natürlich der Besuch bei Lehmanns, bei dem wir ausführlich darüber aufgeklärt wurden, zwischen welchen Büchern wir für das Studium wählen können. 

Abgesehen davon haben wir natürlich alle auch an dem Quiz teilgenommen, das neben dem Lehmanns veranstaltet wurde. Mit unseren Thieme Erstitüten ausgestattet besuchten wir danach kurz die Deutsche Apotheker- und Ärztebank und ließen uns informieren. Zuletzt ging es dann ins Zentrum für operative Medizin (ZOM), wo uns gezeigt wurde, wo wir Blut spenden können. Das Programm am Donnerstag war relativ kurz, da wir am Abend noch die Nachtresidenz Düsseldorf besuchen wollten.

Freitag, 05. Oktober 2018

Der Freitag war der krönende Abschluss der Ersti-Woche. Gegen 12 Uhr Mittag haben sich alle Erstis dort versammelt, wo wir am Dienstag unsere bunten Kärtchen erhalten haben. Diesmal haben die Tutoren uns eine Zahl auf die Hand geschrieben und uns damit einer Gruppe zugeordnet. Im Gegensatz zu den anderen beiden Tagen der Ersti-Woche wurde am letzten Tag noch einmal gemischt, um auch andere Kommilitonen kennenzulernen. Für den Freitag stand eine Rallye an, in der die verschiedenen Gruppen gegeneinander angetreten sind. 

Es gab mindestens zehn Stationen, bei denen gegeneinander gekämpft wurde, um die begehrten 10 Punkte pro Station abzustauben. Weitere fünf Punkte konnte man an jeder Station dadurch gewinnen, eine überzeugendere Perfomance als die gegnerische Gruppe abzuliefern. Bis zum Abend wurde also gelacht, gekämpft, gespielt und getrunken. Am Abend wurde dann die Gewinnergruppe bekannt gegeben. Im Anschluss daran fand das Medigrillen der HHU statt und man konnte den Tag in gemütlicher Runde ausklingen lassen.

Fazit 

Alles in allem hat die Ersti-Woche viel Spiel, Spaß und Freude bereitet. Neben hilfreichen Informationen und Tipps von den Tutoren bietet die Ersti-Woche außerdem einen lockeren Einstieg in ein Studium. Nebenbei kannst du hier schonmal ein paar Kommilitonen kennenlernen und Kontakte knüpfen. Vielleicht erleichtert es dir sogar die Entscheidung bei der Kursbelegung für TB1 und TB2. Falls Du also etwas spaßiger in das Studium starten willst, sei dir die Ersti-Woche ans Herz gelegt!

 

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