• Bericht
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  • Andrea Sörgel
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  • 25.04.2013

Blockpraktikum Arbeitsmedizin

Pünktlich zum Semesterbeginn gesellt sich auch die Sonne und angenehm warme Temperaturen zu den vielen Studierenden. Diese kommen zum ersten Mal oder schon seit einigen Jahren nach Erlangen, um sich der Aura Academica hinzugeben und sich in die Tiefen und Tücken der Medizin einführen zu lassen. Wie in jedem Semester des klinischen Studienabschnittes, gibt es auch im zehnten Semester eine Blockwoche, die sich in diesem Fall die Arbeitsmedizin mit dem Querschnittsbereich 6 teilt.

Blockpraktikum Arbeitsmedizin

Die Studierende des letzten Semesters - die noch in den Genuss eines echten Hammerexamens kommen - wurden in Gruppen aufgeteilt und fanden sich in den Räumen des arbeitsmedizinischen Blockpraktikums ein.

Zu Beginn der ersten Veranstaltung erhielt jeder Student eine Laufkarte, auf die er sich seine Anwesenheit bei allen Seminaren des Blockpraktikums bestätigen lassen musste. Außerdem erfuhr man, dass für den Scheinerhalt auch die Bearbeitung von insgesamt drei Online-Testaten sowie die Teilnahme an einer Betriebsbegehung verpflichtend sind. Für Letzteres hätte man sich allerdings schon eine Woche zuvor im Medikurs anmelden können. Zum Praktikumsbeginn waren somit einige Termine für die Betriebsbegehung schon voll belegt. So mussten jene, die nicht zufällig die Freischaltung des Kurses bemerkt hatten, die weniger attraktive Termine - zum Beispiel viel später im Semester- nehmen. Da der Freischaltungstermin nicht bekanntgegeben wurde, hatten somit die Studenten einen Vorteil, die zufällig auf die Anmeldung gestoßen sind. Chancengleichheit ist das nicht! Für Folgesemester wäre hier eine bessere und zu sinnvollem Zeitpunkt stattfindende Bekanntmachung des Einschreibebeginns wünschenswert!

Nun zu den gut geglückten Bereichen des Blockpraktikums:
In verschiedenen Modulen lernt man die verschieden Gebiete der Arbeits-, Betriebs- und Sozialmedizin vertieft kennen. Man lernt Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen - kurz AU oder auch gerne "gelber Zettel" - auszufüllen und hat erstmals das Formular zur Anzeige auf Verdacht auf eine Berufskrankheit in der Hand. So soll man die Scheu verlieren, bei begründetem Verdacht seiner Pflicht auf Anzeige nachzukommen. Auch verschiedene Stoffe, die bei Exposition in der Umwelt oder im beruflichen Umfeld gesundheitliche Schäden hervorrufen können, werden wiederholt. Auch die Materialien, die sich zum Biomonitoring und zur Diagnostik eignen könnten - also Blut, Urin, Haare, Alveolarluft und andere - werden den Studierenden nahegebracht. Der Dozent ging auch auf die Besonderheiten der Stoffe und damit verbunden auf die Besonderheiten der Probenwahl ein.

Fazit Blockpraktikum Arbeitsmedizin

Insgesamt sind die meisten Dozenten sehr engagiert und bemüht, ihre Themen mit möglichst viel Praxisbezug in den ersten zweieinhalb Tagen der Blockwoche an die Studenten weiterzugeben. Auch toxikologische Themen werden - zum Teil aus der Hauptvorlesung Arbeitsmedizin, zum Teil aber auch neu - passabel aufbereitet und in Fallbeispiele eingewoben. Zum positiven Eindruck dieses Blockes trug sicher auch das wunderbare Wetter und der humane Beginn um 9 Uhr s.t. bei.

Querschnittsbereich 6

Mittwochnachmittag. Nach einer durchaus angemessenen Mittagspause traf sich die komplette Semesterkohorte letztmalig im oberen Hörsaal des pathologischen Institutes. Sowohl die Klausur - für viele die letzte des Studiums - als auch das schriftliche Examen finden erfahrungsgemäß in verschiedenen Räumlichkeiten statt. In diesem Semester waren die Themen der onkologischen Ringvorlesung das Mammakarzinom und verschiedene Hauttumore. Wie von den Lehrveranstaltungen, an welchen die Frauenklinik und die Strahlenklinik beteiligt sind, gewohnt, konnte man sich auf eine gut organisierte Veranstaltung freuen. Leider wird das Mammakarzinom auch in der Hauptvorlesung Gynäkologie bereits erschöpfend behandelt. Allerdings rotieren die Themen jedes zweite Semester, so dass ab nächstem Sommersemester Hoffnung auf andere Schwerpunkte besteht! Die einzelnen Vorlesungen waren in kurzweiligen Happen mit einer Dauer von ca. 30 Minuten angenehm zu verfolgen.

Fazit Querschnittsbereich 6

Der Querschnittsbereich versucht, den Spagat von möglichst viel klinischer Anwendung und strahlentherapeutischen, chirurgischen und chemo- bzw. immuntherapeutischen Inhalten zu machen. Außerdem informiert er über neue Forschungsergebnisse und andere Themen. Diese Verknüpfung gelingt in vielen Fällen durchaus gut. Auch diese Veranstaltung gehört zu den Pflichtveranstaltungen und wird mit einer obligatorischen MC-Klausur beendet.

Gesamteindruck der Blockwoche

Die gesamte Blockwoche des zehnten Semesters kann im Sommersemester 2013 als durchaus gelungen angesehen werden! Es hat Spaß gemacht, die beiden völlig unterschiedlichen Themen - Arbeitsmedizin auf der einen und den Schwerpunkt Onkologie auf der anderen Seite - in dieser kondensierten Form zu hören. Den jüngeren Studierenden wird allerdings aufgefallen sein, dass sich vieles in der Umstrukturierung befindet. Daher bleibt für alle folgenden Semester zu hoffen, dass es weiterhin derart angenehme Blockwochen geben wird.

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