• Bericht
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  • Andrea Sörgel
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  • 28.03.2014

Strahlenschutzgrundkurs an der Uni Erlangen

Röntgenthorax, CT- Abdomen, Skelettszintigraphie – im klinischen Alltag werden diese und ähnliche Untersuchungen häufig angeordnet. Was ihr bei der Ausführung beachten müsst lernt ihr im Strahlenschutzgrundkurs.

 

Arzt mit Röntgenbild - Foto: Dynamic Graphics

 

Wer darf die Untersuchungen durchführen? Welche möglichen gesundheitlichen Folgen hat das für den Patienten? Und was ist überhaupt die Röntgenschutzverordnung? Diesen Fragen geht der Strahlenschutzkurs auf den Grund!  

 

Fakten zum Kurs  

Am 26. Februar 2014 um 8 Uhr trafen sich ungefähr 100 Mediziner im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal. Uns erwartete der dreitägige Strahlenschutzkurs. Zugelassen sind approbierte Ärzte und laut einstimmigem Beschluss der Kultusministerkonferenz PJ-Studenten ab dem zweiten Tertial. Die Kosten für den Kurs betragen ca. 300€ für approbierte Kollegen, für PJler ist er kostenlos. Außerdem wird man als PJler  für den Kurs von den Stationsverpflichtungen freigestellt. Diese Umstände sorgten dafür, dass ich viele Kommilitonen wieder im Hörsaal treffen konnte!    

 

Strahlenschutz - informativ und humorvoll

Dr. Distler und sein Team führten in gewohnt humorvoller und informativer Weise durch die Irrungen und Wirrungen des Strahlenschutzes. So sollte man zu seiner eigenen Sicherheit pfleglich mit den Strahlenschutzwesten umgehen. Schließlich möchte man doch nicht, dass der Bleischutz bricht. Unglücklicherweise würde dann am Ende nur der Saum – dann mit relativ viel Material – die Knie schützten und der strahlenempfindliche Körperstamm bliebe dann ungeschützt. Auch ist es klug, in die Röntgenröhre zu gucken. So bekommt man die Streustrahlung des Patienten nicht reflektiert direkt Richtung Schilddrüse, Kopf und Oberkörper ab.   Sowohl in Videoformat, als auch live vorgeführt konnten wir im allnachmittäglichen Praktikum den Lernstoff vertiefen. Noch bekannt aus dem Physikpraktikum konnten wir beobachten, dass man alpha-Strahler bequem mit Papier abschirmen kann. Bei gamma-Strahlern ist hierfür schon Blei nötig. In den Pausen konnten wir uns mit Kaffee und leckerem Kuchen stärken.    

 

Nach dem Kurs

Wie bei jeder Veranstaltung darf auch hier die obligatorische Abschlussklausur nicht fehlen, die Fragen waren allerdings fair gestellt und damit gut zu lösen. Seinen Strahlenschutzschein kann man sich übrigens erst nach seinem Examen abholen. Hierfür einfach eine Mail an den zuständigen Mitarbeiter der Strahlenklinik schicken! Seine Adresse findet sich auf der Homepage der Strahlenklinik.  

 

Fazit  

Insgesamt eine sehr zu empfehlende Veranstaltung, die mit viel Witz und Humor dieses wichtige Thema verständlich macht!

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