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  • Andrea Sörgel
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  • 21.01.2014

Survivaltipps für Nachtdienste

Früher oder später muss ihn jeder Mediziner leisten – den Nachtdienst. Oft vereinen sich Unsicherheit und Vorfreude. Damit ihr etwas beruhigter in den ersten Dienst gehen könnt, hat Andrea die besten Survivaltipps für euch gesammelt.

 

 Chirurgie - Foto: A. Sörgel

Der Flur der Chirurgie bei Nacht - Foto: A. Sörgel 

 

Im PJ gibt es an vielen Kliniken die Möglichkeit, erste Diensterfahrungen zu sammeln. Egal ob Nacht- oder Spätdienst – zunächst ist alles neu und man selbst ziemlich unerfahren. Aber das ging auch den heutigen Ober- und Chefärzten am Anfang so! Um nicht nach 8 von 24 Stunden Dienst schon auf dem Zahnfleisch zu gehen, sollte Folgendes beachtet werden!

 

1.     Telefon- und Checkliste für die Kitteltasche mitnehmen

Man muss nicht alles wissen, aber man muss wissen, wo es steht! Deshalb ist es wichtig, dass man die wichtigsten Telefonnummern für den Notfall griffbereit hat! Es muss ja nicht gleich um Leben und Tod gehen. Aber eine Erkrankung, bei der man die Therapie nicht mehr genau kennt oder eine bestimmte  Maßnahme, bei der man nicht genau weiß, wie man sie durchführen muss, können einen ganz schön nervös machen. Eine Checkliste in der Kitteltasche kann hier oft helfen!

 

2.     Anruferliste führen

Sobald man ein Diensttelefon sein eigen nennen „darf“, hört es oft nicht mehr auf zu klingeln. Es hilft, eine Liste zu führen und dem Anrufer auch zu sagen, dass man seine Liste abarbeiten wird. Das schützt vor ständigen Rückrufen!

 

3.     Trinken! Essen! Pause!

Bei dem ganzen Stress vergisst manch einer leicht, auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten. Aber es ist keinem Patienten geholfen, wenn der PJler, der Famulant oder der behandelnde Arzt 8h, 12h, 14h oder noch länger keine Pause gemacht hat. Denn das verzeiht einem der Kreislauf nicht lange – besonders dann nicht, wenn man mit leerem Magen nachts in den OP zum Hakenhalten gerufen wird. Deshalb: Essen, trinken und Pause machen!

 

4.     Melden macht frei!

Nicht immer findet man die Antwort auf alle Fragen oder Probleme in den Büchern oder im Internet. Oft hilft aber die Erfahrung des Kollegen, der auch Dienst hat! Man sollte sich nicht scheuen, seinen Kollegen anzurufen und um Hilfe zu bitten – auch um vier Uhr in der Früh!

 

5.     Keine Panik!

Der Dienst ist meistens weniger schlimm als man zuvor befürchtet hat! Man ist nicht alleine und kann immer um Hilfe bitten. Je weniger man selbst panisch wird, desto besser kann man sich auf die Aufgaben konzentrieren! 

 

In den Diensten kann man viel über Medizin, aber auch über sich selbst, lernen. Außerdem werden die Dienste im PJ oft mit kostbaren Fehltagen vergolten! Man sollte sich also diese Möglichkeit der Generalprobe in keinem Fall nehmen lassen!

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