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  • Amira Abdel Bayen
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  • 02.04.2014

Die besten Lerntipps

Ein Anatomie-Testat steht vor der Tür und du hast noch kein richtiges Lernkonzept? Lokalredakteurin Amira gibt Lerntipps.

Um ehrlich zu sein, dachte ich vor meinen beiden mündlichen Testaten, dass ich nichts weiß und dass all die anderen viel mehr wissen als ich. Erst heute, zwei erfolgreich bestandene Testate später, weiß ich, was ich bei der Vorbereitung richtig gemacht habe und was nicht. Damit du nicht die gleichen Fehler begehst wie ich, hier meine besten Lerntipps.

 

Der Lernplatz

Du solltest rausfinden wo du dich am besten konzentrieren  kannst. Lernst du besser in der Bibliothek oder zu Hause? Wenn du zu Hause eher schnell abgelenkt wirst , nach dem Motto „alles bloß nicht lernen“, dann wäre die Bibliothek für dich empfehlenswert. Entscheidest du dich allerdings dazu, zuhause zu lernen, dann solltest du dir eine „Arbeitsecke“ einrichten und bestimmte Regeln festlegen.

Mein Tipp: Dein Handy hat nichts am Arbeitsplatz zu suchen, denn ganz ehrlich, wir wissen ja alle wie schnell Facebook, Whatsapp und Co. einen vom Lernen ablenken können.

 

Das  Zeitmanagement

Wir kennen das doch alle: Da nehme ich mir vor, rechtzeitig mit dem Lernen anzufangen und bin einen Tag vor der Prüfung trotzdem am Verzweifeln. Egal ob als Schüler oder als Student, es ist immer dasselbe. Dabei stellen die meisten doch immer wieder fest, dass sie unter Druck effektiver lernen - wieso dann also früher anfangen? Dass frühes, regelmäßiges Lernen nicht unbedingt helfen muss, zeigt ein Beispiel aus meinem ersten Semester. In diesem nahm ich mir in den Weihnachtsferien vor, jeden Tag ein bisschen für das schrecken verbreitende Extremitäten-Testat zu lernen. Ungefähr 100 Muskeln musste ich für dieses mündliche Testat auswendig lernen. Obwohl ich mich mehr als einen Monat damit beschäftigt hatte, hatte ich die Muskeln eine Woche vorher immer noch nicht drauf. Und dann kam natürlich die Panikattacke. Diese ist also anscheinend auch mit frühem Lernbeginn eher nicht zu vermeiden. Ich könnte dir also ganz vorbildlich raten, dass du deine Zeit einteilen und mit dem Lernen früh anfangen musst, aber ehrlich gesagt kenne ich keinen, der das bisher geschafft hat. Letztendlich sind wir nur Menschen und haben noch ein Leben neben dem Studium. Was ich damit sagen will: Wahrscheinlich wird dir immer was dazwischen kommen.

 

Jetzt geht’s ans Lernen

Leider kann ich dir keine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben, denn jeder Mensch lernt anders. Hier ein paar Strategien, die ich ausprobiert habe:

Erstens: Wichtige Sachen rausschreiben oder zusammenfassen. Hier kannst du dir entweder Fließdiagramme, Tabellen oder auch Mind-Maps erstellen. Diese Strategie ist besonders für visuelle Lerntypen von Vorteil, die gut mit eigenen Aufschrieben lernen.

Mein Tipp: Vor allem in Anatomie kann man gut zeichnen!

 

Amiras Kunstwerk - Foto: A. Abdel Bayen

Bild: Das neue Kunstwerk - Foto: A. Abdel Bayen

 

Zweitens: Einfach ein Buch in die Hand nehmen und sich den Stoff einprägen. Auch hier kommen Typen von visuellen Lernern ganz auf ihre Kosten. Der Unterschied ist jedoch, dass du hier keine Aufschriebe brauchst und dir somit Zeit sparst. Auch zum Auswendiglernen eignet sich diese Technik manchmal. Sehr wichtig im Medizinstudium ist das Kreuzen! Um dich hier gut vorzubereiten, informierst du dich am besten an deiner Uni, welche Seiten angeboten werden (zum Beispiel examen online).

Mein Tipp:  Für das Physikum ideal ist die App von medilearn: iPhysikum für iPhone, iPad und iPod. Auch iPhysikum für Android ist empfehlenswert.  

Mein letzter Tipp: Probiert einfach alles mal aus, denn jeder muss für sich selber rausfinden, welche Lernstrategie am besten ist.

 

 

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