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  • Christina Haß
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  • 24.06.2014

Das Frankfurter Promotionskolleg

Wie plant man Versuche? Welches Statistikprogramm ist das beste? In welcher Form muss die Promotion eingereicht werden? Antworten auf diese Fragen liefert das Frankfurter Promotionskolleg.

 

Doktorhut - Foto: istockphoto

 Doktorhut - Foto: istockphoto

 

Endlich eine Doktorarbeit nach eigenen Wünschen gefunden – wie geht’s jetzt weiter? Als Doktorand hat man wenig Ahnung, wie man genau seine Versuche planen, die Daten sammeln und mit Statistikprogrammen bearbeiten soll, um sie hinterher als eine anständige Promotion einzureichen. Das Frankfurter Promotionskolleg bietet hier gezielt Hilfestellungen in Form von 16 unterschiedlichen Seminaren, die in Kleingruppen à 16 Doktoranden abgehalten werden. Im Prinzip sind diese Seminare kostenlos, denn die Anmeldegebühr zum Promotionskolleg wird vollständig mit der Promotionsgebühr verrechnet, die bei der Abgabe einer Promotionsarbeit ohnehin zu entrichten ist.

 

Anmelden kann man sich per Mail: promotionen@kgu.de im Promotionsbüro. Nach der Freischaltung im Promotionsbüro kann man sich über ein Online-Anmeldesystem des Instituts für Allgemeinmedizin für die einzelnen Module eintragen. Aber Vorsicht: man kann nur bis vier Wochen vorher die Kurse stornieren.

 

Hauptsächlich werden die Kurse Mitarbeitern des Instituts für Allgemeinmedizin oder des Instituts für Biostatistik und mathematische Modellierung abgehalten. Der Unterrichtsstoff wird durch ausführliche Skripte ergänzt und der eigene Laptop kann mitgebracht werden, um die Übungen zum Beispiel in Excel gleich selbst umzusetzen. Üblicherweise finden die Termine mittwochs oder freitags ab 16:15 Uhr statt und dauern zwischen zwei und vier Stunden. Es bleibt immer viel Zeit um Fragen zu stellen und man kann bei größeren Statistik-Herausforderungen auch um einen persönlichen Termin bei den Mitarbeitern der Biostatistik bitten.

 

Die acht Grundmodule:

1.       Einführungsveranstaltung
2.       Literaturrecherche
3.       Literaturverwaltung (mit Citavi)
4.       Gliederung und Aufbau einer Dissertation
5.       Formatierung mit Word
6.       Klinische Epidemiologie 1: Methodik & Studiendesigns
7.       Klinische Epidemiologie 2: 
          kritische Beurteilung wissenschaftlicher Studien
8.       Datenmanagement  

Fakultative Module:

1.       Wissenschaftstheorie und Medizingeschichte
2.       Tierexperimentelles Arbeiten
3.       Kriterien und testtheoretische Grundlagen für die Entwicklung 
          von Fragebögen
4.       Grundlagen Statistiksoftware, beschreibende Statistik und 
          Diagrammdarstellungen
5.       Grundlagen der Hypothesentests
6.       Multivariate lineare und logistische Regression; 
          Überlebensdaueranalysen
7.       Statistische Grundlagen zur Studien- und Versuchsplanung
8.       Statistische Grundlagen von Meta-Analysen  

 

Bei Fragen steht Frau Sennekamp (sennekamp@allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de) von der Allgemeinmedizin zur Verfügung.

 

Grundsätzlich kann man sich diejenigen Kurse aussuchen, die man gerade für die eigene Promotion benötigt. Jedes Modul wird mehrfach angeboten und kann je nach eigenen Terminwünschen online gebucht werden. Wenn acht Module besucht wurden, kann man sich diese als Wahlfach in Form von einer Semesterwochenstunde anrechnen lassen.

 

Das Promotionskolleg bietet somit je nach eigenen Bedürfnissen Hilfe in jedem Stadium einer Promotion an, ob man bei der Literaturrecherche, Datensammeln oder schon am Auswerten ist. Da sich die Kurse nur auf Grundlagen beziehen, kann man innerhalb kürzester Zeit das Know-how als Doktorand aneignen!

 

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