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  • Claudia Wengert
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  • 13.03.2007

Datenbank im Internet: PJ-Ranking

Vorsicht: Ärger und Stress können bekanntermaßen zu einem Ulkus führen. Vor allem PJ-Studenten sind gefährdet. Denn mit Ärger und Stress sehen sich viele Medizinstudenten in ihrer PJ-Zeit konfrontiert. Die Fachschaft Medizin in Hamburg hat dagegen eine magenschonende Prophylaxe ins Leben gerufen. Seit Februar gibt es die Internetseite "PJ-Ranking".

50 Blutabnahmen, kein Unterricht und miese Stimmung?

Seit Mitte Februar 2007 gibt es die Internetseite www.PJ-Ranking.de. Hier können Studenten aus ganz Deutschland ihre PJ-Erfahrung bewerten und weitergeben. Die PJler füllen einen kurzen Fragebogen aus. Das Beste daran: Der Eintrag dauert wirklich nur 5 Minuten!

Dieses Projekt entstand aus einer Initiative des Fachschaftsrats Medizin der Universität Hamburg. Thorsten Plagemann, einer der drei Gründer der Seite, berichtet:

"Wir haben im Sommer letztes Jahres angefangen unsere Idee umzusetzen, einen PJ-Bewertungsfragebogen ins Internet zu stellen. Die bisherigen Datenbanken überzeugten uns nicht. Auf Anregungen von ehemaligen PJlern sowie anhand eines alten Fragebogens aus dem med-board, dem Internetforum der Medizinstudenten in Hamburg, entstand unsere Version der PJ-Bewertung.

 

Noten wie damals in der Schule

Es dürfen Noten vergeben werden. Wie in der Schule bewerten die PJler die Stimmung sowie die Ausbildung anhand einer Skala von eins bis sechs. Daraus berechnet das Programm eine PJ-Ranking Note, durch welche die Krankenhäuser vergleichbar sind.

"Natürlich sind die Berichte individuelle Ansichten. Der eine mag Chirurgie, der andere nicht. Doch je mehr Evaluationen wir von einem Krankenhaus bekommen, um so aussagekräftiger ist unsere Datenbank. Eine Abstimmung mit Füßen eben."

Einen individuellen Touch für den Fragebogen liefert die Funktion "Kommentar". Hier schreiben Studenten sich ihre Begeisterung oder auch ihren Frust von der Seele. Wer Namen nennen möchte, soll aus rechtlichen Gründen nur die Initialen verwenden. "Wer sich in dem Krankenhaus auskennt, weiß sowieso wer gemeint ist."

 

Auf der Suche nach dem passendem PJ-Platz?

Mittlerweile gibt es Berichte aus den verschiedensten deutschen Städten, also nicht nur aus Hamburg. Selbst das Ausland ist mit der Schweiz, Italien Kanada und Kolumbien vertreten.

"Die Seite ist auch an Studenten gerichtet, die nach einem PJ- Platz suchen." erklärt Thorsten Plagemann. "Früher orientierten wir Medizinstudenten uns an Mundpropaganda. Nun haben Medizinstudenten aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich über die Ausbildungsqualität der diversen Krankenhäuser zu informieren."

Eine Städtefunktion leitet den Internetnutzer leicht zu seinem gewünschten PJ-Ort. Hier sind die PJ-Möglichkeiten noch einmal nach Krankenhaus und Fachrichtung gegliedert. "Uns ist eine übersichtliche und einfache Handhabung sehr wichtig. Die Seite soll auch für Internetneulinge nutzbar sein," meint Thorsten Plagemann.

 

Wie der Bericht ins Internet kommt

"Die Berichte sind nicht sofort online. Wir überprüfen die Evaluationen nach Logikfehlern und selektieren Spaßeinträge aus. Auch üble Beschimpfungen veröffentlichen wir nicht. Der Sinn des PJ-Ranking soll nicht verloren gehen."

 

Famulatur Ranking angedacht

"Wir haben schon mehrere Anfragen bezüglich eines Famulatur-Rankings erhalten. Wenn das PJ-Projekt gut läuft, können wir uns vorstellen, es auch auf Famulaturen auszuweiten. Zurzeit erscheinen etwa 5 neue Berichte pro Tag. Das entspricht einer guten Resonanz."

hier kommt ihr auf die PJ-Ranking Seite

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