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  • Anne Schneider
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  • 14.03.2016

So behältst du beim Lernen einen kühlen Kopf

Du bist dir unsicher, ob du dir das Medizinstudium zutraust? Oder du studierst bereits, hast aber immernoch keine gute Lernstrategie gefunden? Keine Sorge, du bist nicht allein. Hier ein paar hilfreiche Tipps, wie du dich in der Lernzeit am besten organisierst.

© Anne Schneider


Viele Studenten, mich eingeschlossen, haben auch nach mehreren Monaten noch Schwierigkeiten, das hohe Lernpensum richtig einzuteilen und im entscheidenden Moment der Prüfung alle wichtigen Informationen abrufbereit zu haben. Leider gibt es keine allgemeingültige Anleitung, mit deren Hilfe du sicher jede Klausur bestehst, aber wenn du ein paar Punkte beherzigst, geht das Lernen schon leichter von der Hand.

Finde deinen Lerntyp heraus!

Zuallererst solltest du einschätzen, welcher Lerntyp du bist: Merkst du dir Informationen am leichtesten, wenn du sie mehrmals liest? Behältst du Dinge am besten, wenn du sie aufschreibst? Oder findest du es am effektivsten, dir den Lernstoff vorzusprechen, während du in deinem Zimmer auf- und abläufst?

Eine funktionierende Methode ist eine gute Methode!

Manche Formen des Lernens erscheinen auf den ersten Blick ungewöhnlich: Du machst Hampelmänner, während du im selben Rhythmus Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation des Musculus trapezius herunterbetest. Deine Eselsbrücken sind so versaut, dass du schon beim Gedanken daran rot wirst? Macht nicht: Wenn du dir den Lernstoff so am besten einprägen kannst – herzlichen Glückwunsch!

Schließlich versteht sich von selbst, dass du die Hampelmänner nicht im gefüllten Hörsaal machst :). Gerade zu Beginn des Studiums haben viele Erstis ohne medizinisches Vorwissen (und ohne Latein-Kenntnisse) Schwierigkeiten, den komplexen Stoff zu lernen und auch zu behalten. Deswegen schöpfe alle Möglichkeiten aus. Hauptsache, sie vereinfachendir das Lernen – und du hast nebenbei noch ein bisschen Spaß.

© Anne Schneider


Such dir eine Lerngruppe!

Neben dem alleine Lernen zuhause oder in der Bibliothek ist es sehr hilfreich und unterhaltsam, gemeinsam mit Kommilitonen zu lernen. Die Pflicht könnt ihr ja angenehmer gestalten, indem ihr nicht in der Uni, sondern bei einem von euch zu Hause lernt. Einer der großen Vorteile am gemeinsamen Lernen ist, dass ihr euch gegenseitig ergänzen könnt. Jeder lernt in seinem eigenen Rhythmus und nach seinem persönlichen System. So könnt ihr euch verschiedene Bruchstücke gegenseitig erklären und nach und nach komplexe Themenblöcke in Teamarbeit erfassen.

Im kleinen, vertrauten Kreis fällt es außerdem deutlich leichter, Fragen zu stellen als im Hörsaal, wenn über 600 Ohren lauschen. Aber Achtung: Lass dich nicht verunsichern, wenn du das Gefühl hast, dass dein Kommilitone „alles“ weiß und du „gar nichts“. Erstens stimmt das ohnehin nicht. Und zweitens weißt du dafür sicher in einem anderen Fach besonders gut Bescheid und kannst ihm bei eurem nächsten Treffen etwas dazu erklären. Zur Belohnung nach dem Lernen könnt ihr anschließend zum Beispiel zusammen kochen oder euch einen Restaurantbesuch gönnen.

Mach Pausen und belohn dich!

Abschalten und Belohnen ist ein weiterer wichtiger Punkt beim Lernen: ohne Erholung kein Lernfortschritt! Es ist besser, zwei Stunden am Tag effektiv zu lernen, als von morgens bis abends verzweifelt ins Physiologie-Buch zu starren, währenddessen darüber nachzudenken, dass man Anatomie ja noch gar nicht kann und eigentlich auch noch die Biochemie wartet.

Stecke dir Ziele, wie: „Ich lerne jetzt zwei Stunden und fahre dann um 15 Uhr zum Sport.“ So setzt du dich selbst ein wenig unter Zeitdruck, der aber positiv ist, weil du danach eine nette Abwechslung in Sicht hast. Oder du belohnst dich für deinen Lernfortschritt mit einem schönen Abend unter Freunden, einem leckeren Stück Kuchen oder was auch immer dir gut tut. Wichtig ist dabei nur, dass es dich motiviert und für deinen Fleiß belohnt.

Ruhe bewahren – You will rock!

Und vor der Prüfung? Besonders vor der ersten Klausur und dem ersten Testat ist die Aufregung natürlich groß, weil du nicht weißt, was auf dich zukommt. Überlege dir vorher, was dich in Stresssituationen beruhigt. Ist es der Zuspruch von Familie und Freunden, die an dich glauben und dir Mut machen? Oder der Glaube an Gott? Eine kleine Notiz mit den Worten „Ich schaffe das“? kann Großes bewirken. Wenn es dein Traum ist, Medizin zu studieren, dann trau’ dich! Du wächst mit deinen Aufgaben.

 

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