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  • Vanessa Napierski
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  • 20.04.2015

Steckbrief Hamburg

„Jede anständige Reise in Deutschland beginnt oder endet in Hamburg“, sagte einst Kurt Tucholsky. „Hamburg ist die schönste Stadt der Welt“ sagen die Hanseaten selbst. Recht haben sie beide. Jungfernstieg, Elbphilharmonie und Alsterpromenade - Hamburg bietet Lebensqualität, keine Frage. Vor allem denjenigen, die es sich leisten können. Doch wie lebt es sich hier als Student?

Foto: Vanessa Napierski

  • Stadtstaat: Freie und Hansestadt Hamburg
  • Einwohnerzahl: 1,75 Millionen
  • Studenten: 41.800
  • Medizinstudenten: ca. 3.000
  • Universität: Uni Hamburg
  • Gründung: 1. April 1919 durch die erste frei gewählte Bürgerschaft
  • Motto: Der Forschung, der Lehre, der Bildung

 

Die Freie und Hansestadt Hamburg


Hamburg ist Stadtstaat und Mitbegründer der Hanse und mit 1,75 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Containerhäfen weltweit und ist neben zahlreichen Industrie-, Handels- und Medienunternehmen die treibende Wirtschaftskraft in der Metropolregion. Mit Hafen, Elbe und Alster prägt Wasser das Stadtbild und macht das besondere Flair Hamburgs aus.

 


Hamburg gehört zweifellos zu den beliebtesten Unistädten. Die vielen Grünanlagen, Parks und Uferpromenaden versprechen Erholung vom anstrengenden Unialltag. Hamburg ist Sport- und vielleicht bald Olympiastadt, Kulturmetropole, Shoppingparadies und Endlos-Partymeile. Wassersportler verlieren regelmäßig ihr Herz an die Hansestadt. Großveranstaltungen wie die Hamburger Cyclassics, der Hamburg Marathon oder die Bundesligaspiele des Hamburger SV locken jedes Jahr viele Sportfans in die norddeutsche Großstadt.

 

 

Ein echtes Wahrzeichen der Stadt: Der Hamburger Hafen, Foto: Vanessa Napierski


Auch kulturell hat Hamburg einiges zu bieten. Zahlreiche Theater, Musicals, Gallerien und Museen sind in der Elbmetropole zuhause. Im Sommer ziehen Musik-, Theater- und Kinoevents unter freiem Himmel viele Besucher an; etwa das Elbjazz-Festival, der „Hamburger Jedermann“ inmitten der Speicherstadt oder das Freiluftkino auf dem Rathausmarkt. Rund um Elbe und Alster laden viele Cafés und Bars zum Verweilen ein.

 


So unterschiedlich wie die Hanseaten selbst, sind auch die Stadtteile Hamburgs: laut und bunt oder stilvoll und elegant. Die Reeperbahn auf St. Pauli und das berüchtigte Schanzenviertel, der prunkvolle Jungfernstieg und das Blankeneser Treppenviertel - größer könnten Gegensätze kaum sein. Auch das Grindelviertel rund um die Uni mit seinen vielen kleinen Cafés oder die neu erbaute HafenCity mit der Elbphilharmonie sind immer einen Besuch wert.

 


Ein jährliches Highlight ist der Hafengeburtstag im Mai. Rund 1,5 Millionen Besucher feiern an den Landungsbrücken das größte Hafenfest der Welt; inklusive Schiffstaufe, Großsegler-Parade und Schlepper-Ballett. Wer Hamburg einmal von oben bewundern möchte, erklimmt das Hamburger Wahrzeichen, den „Michel“ oder das Parkdeck des neuen IKEA-Möbelhauses in Altona (Geheimtipp!).

 

Für Nachtschwärmer bietet Hamburg nahezu unbegrenzte Möglichkeiten: Edle Cocktailbars, verruchte Kiezclubs und bemerkenswerte Kneipenlandschaften. Nach einer durchtanzten Nacht trifft man sich am Sonntagsmorgen ab fünf Uhr (!) auf dem Fischmarkt. Hier gibt’s nicht nur Obst- und Gemüsestände, Klamotten und Souvenirartikel zu bewundern, sondern auch die legendären Marktschreier. Und wer noch kann, tanzt in der Markthalle einfach weiter; zu Live-Musik, versteht sich. Bis die Sonne über der Elbe aufgeht …

 

Universität und Studentenleben in Hamburg

In Hamburg befindet sich eine der größten Universitäten Nordeuropas. 1919 gegründet, ist sie eine der wenigen Hochschulen, die ihre Entstehung dem Engagement der Bürger ihrer Stadt verdankt. Sie war stets und ist akademische Heimat für herausragende Wissenschaftler; unter ihnen die Nobelpreisträger Otto Stern, Wolfgang Pauli, Hans Daniel Jensen oder Isidor Isaak Rabi. Besonders die große Fächervielfalt zeichnet die Hamburger Universität aus.

https://www.uni-hamburg.de/


In den medizinischen Fächern werden in Hamburg Human- und Zahnmediziner ausgebildet. Der Uni-Campus ist zentral nahe des Dammtorbahnhofs gelegen und mit den „Öffis“ gut zu erreichen. Hier befinden sich die Institute für Biologie und Chemie. Die Universitätsklinik Hamburg Eppendorf (UKE) liegt abseits des Hauptcampus im namensgebenden Stadtteil und ist ebenfalls gut angebunden. Das Semesterticket gilt übrigens für den HVV-Gesamtbereich, was bei der Planung von Famulaturen oder PJ-Tertialen praktisch ist. So können auch Kliniken „im Grünen“ ohne Extrakosten erreicht werden, etwa in Neumünster (Schleswig-Holstein) oder Stade (Niedersachsen).

 

 

Universität Hamburg, Foto: Vanessa Napierski


Radfahrer sollten das typische Hamburger „Schietwetter“, sprich Wind und Regen, nicht scheuen. Wer keinen Drahtesel sein eigen nennen kann, leiht sich diesen an einer der StadtRAD Hamburg-Stationen, die fast überall zu finden sind. Autofahrer brauchen Geduld, starke Nerven und immer genügend Kleingeld. „Stockender Verkehr“ im Stadtgebiet ist üblich und freie Parkplätz sind selten und kostspielig.

 


Wohnen ist ein heikles Thema in Hamburg. Die meisten Studenten wohnen entweder in WGs oder in einem der Studentenwohnheime. Die hohen Mietpreise in Hamburg ermöglichen nur den Wenigsten, eine eigene Wohnung anzumieten. Wohnraum ist rar und in beliebten Wohngegenden wie Altona oder St. Georg nahezu unerschwinglich. Der Hamburger Süden ist deutlich günstiger, aber auch unattraktiver und schlechter angebunden als die nördlichen Stadtteile. Wohngemeinschaften findet man an den schwarzen Brettern der Uni, über das Forum http://med-board.net/ oder auf www.wg-gesucht.de.


Das Medizinstudium in Hamburg


Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) umfasst rund 80 Kliniken, Polikliniken und Institute und verfügt über rund 1.500 Betten. Jährlich werden etwa 90.000 Patienten stationär und 275.000 Patienten ambulant behandelt. Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Neurowissenschaft, Onkologie und Versorgungsforschung.

 

Haupteingang des UKE, Foto: Vanessa Napierski

 

Zum Wintersemester 2012/2013 wurde der „integrierte Modellstudiengang Medizin (iMED)„ eingeführt. Alle Studienanfänger durchlaufen zunächst ein Kerncurriculum. Je nach medizinischer Interessenslage der Studenten erfolgt im anschließenden Wahlpflichtcurriculum eine individuelle Schwerpunktsetzung für die verbleibende Studiendauer. Von Beginn an steht die wissenschaftliche Orientierung im Zentrum der Ausbildung, vernetzt mit der Vermittlung von praktischen Fähigkeiten und psychosozialen Kompetenzen für den Arztberuf. Nachdem alle Studenten im 10. Semester eine Studienarbeit verfasst haben, folgt in den letzten beiden Semestern das PJ.

 


Bewerbungen sind ausschließlich über http://www.hochschulstart.de möglich.


Für weitere Infos siehe http://www.uke.de/

 

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