• Glosse
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  • Annika Simon
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  • 13.08.2015

Welcher Blutabnehm-Typ bist du?

Medizinstudenten im PJ dürfen auf Station meist die Blutabnahmen übernehmen. Dabei stellen sie sich höchst unterschiedlich an. Annika hat fünf unterschiedliche Blutabnehmer-Typen identifiziert. Erkennst du dich wieder?

Blutabnahme - Foto: Thieme Verlagsgruppe

Der Butterfly muss sitzen, sonst wird nix aus der Blutabnahme. Foto: Thieme Verlagsgruppe

Typ 1: Die Einfühlsame


Die Einfühlsame kommt bereits mit einem mitleidigen Gesicht ins Zimmer und fragt den Patienten im Babysprachenjargon nach seiner Befindlichkeit. Schon nach kurzer Zeit stecken beide inmitten der traurigen Krankengeschichte und die PJlerin ist den Tränen nah. Dann erinnert sie sich wieder an ihre eigentliche Aufgabe und legt ganz sanft den rosafarbigen Stauschlauch an. Dieser sitzt so locker, dass sie die Venen kaum tasten kann.

Nach etwa einer Viertelstunde startet sie den ersten Versuch und trifft vor lauter Vorsicht natürlich daneben. Sie tröstet den Patienten, startet einen neuen Versuch und schafft es eine gute halbe Stunde nach Betreten des Zimmers, ein geeignetes Blutgefäß zu punktieren. Als die Nadel wieder draußen ist, lässt sie es sich nicht nehmen, die Einstichstelle höchstpersönlich für mindestens 10 Minuten zu komprimieren und anschließend dick mit Kompressen und Binden zu versorgen. Es folgt ein abschließendes einfühlsames Gespräch mit beinahe psychotherapeutischen Zügen bis die Einfühlsame ihre Arbeit am nächsten Patienten fortsetzt.

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