• Bericht
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  • Marina Hiller
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  • 17.04.2012

Summa integrative Prüfung

Im März, spätestens aber um Ostern herum, macht sich in Innsbruck eine präSIPale Unruhe breit, die alle Medizinerjahrgänge gleichermaßen erwischt. Während man im Wintersemester keinen Gedanken an sie verschwendet, schwebt die "Summa integrative Prüfung" nun wie ein Damoklesschwert über unseren geplagten Medizinerhäuptern, die es nun wieder mit neuem Wissen zu befüllen gilt.

Die SIP, insgesamt gibt es fünf davon, stellt hier in Innsbruck die große Abschlussprüfung am Ende eines jeden Studienjahres dar. Der Inhalt ist jeweils der komplette Stoff, der im jeweiligen Jahr behandelt wurde. In der SIP 1 werden Fächer wie Chemie, Biochemie, Physik, Anatomie, Histologie und Biologie abgeprüft. Studenten aus dem zweiten Jahr pauken dagegen Physiologie, Endokrinologie und Hämatologie. Für mich und meine Kollegen im dritten Jahr gibt der Lernplan dieses Jahr folgende Leckerbissen her: Innere Medizin, Urologie, Mikrobiologie und jede Menge Pharmakologie. Doch ganz egal, in welchem Jahr man ist und was es zu lernen gibt, in einem sind wir uns wohl immer einig: "Das ist doch viel zu viel! Das kann ich mir niemals alles merken!" Neidisch schaut man zu den Kommilitonen im klinisch-praktischen Jahr auf, die bereits alle fünf SIPs erfolgreich hinter sich gebracht haben und tröstet sich mit dem Gedanken, dass es ja schon so viele vor einem geschafft haben. Also wird das schon irgendwie gehen…Hoffentlich!

 

Richtig Lernen, aber wie?

 

Zu Beginn des Lernmarathons fühlt sich der gemeine Student schon außerordentlich fleißig und strebsam, wenn er einen halben Nachmittag damit zugebracht hat, diverse Skripten auszudrucken, zu sortieren und abzuheften. "Jetzt hab ich schon mal einen groben Überblick und dann kann die Lernerei auch schon losgehen!" So oder so ähnlich lügt man sich also in die eigene Tasche. Aber dieser Trick funktioniert. Man fühlt sich sofort etwas beruhigter. Allzu lange wirkt diese Taktik der Selbsttäuschung dann allerdings doch nicht und man beginnt, sich darüber Gedanken zu machen, wo denn nun gelernt werden soll. In der Bib, im Lernzentrum oder doch lieber daheim, wo man sich mit Facebook, Fernseher und Co. vom Lernen abhalten könnte? 

 

Lernmarathon - Foto: M. Hiller

 

Nachdem auch diese fundamentale Frage geklärt ist, kann es nun aber auch wirklich mit dem eigentlichen Lernen losgehen. "Gut! Auf geht's! Ähm, womit fang ich denn jetzt an?? Am Besten ich gehe erstmal los und kaufe mir Textmarker in fröhlichen Farben! Und Kaffee und Schokolade!" Ohne diese Utensilien ist sinnvolles und effektives Lernen nämlich wirklich kaum vorstellbar.

 

Aller Anfang ist schwer

Am schwersten ist wohl immer der Anfang. Man sitzt vor einer Unmenge an Stoff, hat keinen rechten Überblick und ist sich ziemlich sicher, dass das nie und nimmer funktionieren kann und dass man schon letztes Jahr im Januar mit dem Lernen hätte beginnen müssen, um überhaupt eine Chance zu haben. Doch nach und nach lichtet sich der Nebel, man hat das Gefühl, dass ja doch einiges hängen geblieben ist und spätestens dann kommt auch die Motivation! Außerdem werden die Fächer, die es zu lernen gilt, mit den Jahren immer klinischer und somit für viele von uns auch um einiges spannender und interessanter. Somit bleibt mir jetzt eigentlich nur noch eines zu sagen: Viel Glück, Durchhaltevermögen und Erfolg allen brav lernenden Medizinstudenten!

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