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  • Anja Flücken, aktualisiert von Marisa Kaspar
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  • 23.07.2013

Das Praktische Jahr oder der 400 bis 600 Euro-Job

Das, was die Studenten am Ende des zehnten Semesters vom Traumberuf in Weiß trennt, ist nur noch das Praktische Jahr. DAS Jahr, in dem man all sein theoretisches Wissen anwenden und endlich praktisch arbeiten kann. Aber bei der Planung des PJs stellen viele fest, dass es gar nicht einfach ist, das optimale Krankenhaus zu finden. Hier findet ihr eine kleine Übersicht über die Bezahlung und Angebote der Lehrkrankenhäuser in Thüringen und Infos zum PJ in der Schweiz.

Das Uniklinikum Jena

Seit der Reform der Approbationsordnung im letzten Jahr gibt es am Uniklinikum selbst eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 400 Euro im Praktischen Jahr. Außerdem wird ein kostenloses Mittagessen zur Verfügung gestellt. Doch viele Lehrkrankehäuser zahlen eine höhere Aufwandsentschädigung oder bieten verschiedene Zusatzangebote. Genauere Infos zum PJ in Jena gibt es auf der Homepage des Studiendekanats:

PJ am UKJ

 

Lehrkrankenhäuser in Thüringen

Auch nach der Änderung der Approbationsordnung zahlen die Lehrkrankenhäuser in Thüringen verschieden hohe Vergütungen von 300 bis 597 Euro. Hier sind die Spitzenreiter: An erster Stelle stehen die Kliniken in Altenburg, Meiningen und das Katholische Krankenhaus Erfurt mit 597 Euro, dann kommt das Krankenhaus in Nordhausen mit 525 Euro und den dritten Platz belegt das Kreiskrankenhaus Greiz mit 500 Euro. Eine Besonderheit ist in den Krankenhäusern des DRK in Bad Frankenhausen, Sömmerda und Sondershausen zu finden: Hier werden die PJ-Studenten nach BAföG-Sätzen bezahlt. Außerdem bieten viele Kliniken noch weitere Angebote zusätzlich zur Bezahlung. In manchen Lehrkrankenhäusern gibt es kostenloses Mittagessen, wie zum Beispiel in Altenburg, Bad Sulza, Arnstadt, Eisenach oder Glauchau. Andere Kliniken wiederum bieten eine kostenfreie Unterkunft, zum Teil auch schon möbliert, an. Dieses Angebot besteht in Altenburg, in den Krankenhäusern des DRK, in Reifenstein im Eichsfeld, in Eisenach, Glauchau, Hildburghausen, Mülhausen, Naumburg, Nordhausen und in Saalfeld. Viele Lehrkrankenhäuser vermitteln auch Wohnungen, zahlen Mietzuschüsse oder bieten Wohnungen und Zimmer in WGs zu sehr fairen Preisen an. Eine Übersicht über die Angebote der einzelnen Kliniken sowie Links zu deren Homepages findet ihr hier:

Lehrkankenhäuser in Thüringen

 

Schweiz: das PJ-Paradies

Immer noch ganz oben auf der Wunschliste für das PJ steht die Schweiz. Dort wollen viele PJler hin, weil die schweizer Spitäler mehr Geld als die deutschen Krankenhäuser zahlen. Die Bezahlung in der Schweiz soll allerdings jetzt auch auf 597 Euro begrenzt werden. Im Moment erhalten Unterassistenten noch zwischen 900 und 1.600 CHF, allerdings liegen die Lebenshaltungskosten in der Schweiz wesentlich höher als in Deutschland. Von deutschen Krankenhäusern war in der Vergangenheit immer wieder zu hören, dass die PJler nicht voll in den Klinikalltag integriert sind, sondern oft als Hilfsarbeiter oder sogar als Ballast gesehen werden.In der Schweiz sind die Unterassistenten voll in das Ärzteteam integriert und können dort eigenverantwortlich arbeiten und Entscheidungen treffen. Doch mittlerweile hat sich auch in vielen deutschen Kliniken das Verhältnis zu Medizinstudenten geändert. Vor allem die kleineren Lehrkrankenhäuser freuen sich über jeden PJler, der sich für sie entscheidet. Mein Tipp: Bewerbt euch früh in der Schweiz, am besten schon 2 Jahre im Voraus, sonst sind alle guten Plätze weg. Es ist zudem noch wichtig, dass euer Spital ein Akademisches Lehrkrankenhaus ist, denn sonst gibt es Probleme beim Studiendekanat und beim LPA.

 

Homepage der schweizer Spitäler

Hier ist die Homepage, auf der ihr nach den Spitälern suchen könnt:

Homepage der Schweizer Spitäler

 

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