• Bericht
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  • Larissa Schuchardt
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  • 04.08.2014

Kleidertauschparty in Lübeck

Wer kennt das nicht - der Kleiderschrank quillt über, aber man hat trotzdem nichts anzuziehen? Klamotten wegschmeißen und neue kaufen wäre die eine Möglichkeit. Viel ökonomischer - und vor allem witziger - wäre es jedoch die Kleider einfach mit anderen Betroffenen zu tauschen! Möglich ist dies auf sogenannten Kleidertauschbörsen. In Lübeck fand schon die zweite studentische Kleidertauschparty am 6.7. statt, unter dem Motto "Kleider tauschen Leute - tauschen statt kaufen".

Fröhliches Kleidertauschen im Blauen Engel

   

Unter der Organisation vom Asta-Referat für Politik, Ausland & Soziales (PAS) konnte man von 15 bis 18 Uhr im Blauen Engel seine eigenen Klamotten abgeben und sich dann einmal quer durch die Wühltische graben. Und so wechselt das Kleid, von dem man gar nicht mehr wusste, warum man es sich eigentlich damals gekauft und doch nie getragen hat, den Besitzer und wird zum Star im neuen Kleiderschrank. Doch wie kommt man auf die Idee solch eine Aktion zu starten? „Die Idee kam mir bei einem ähnlichen Event in Hamburg“, erzählt die Initiatorin Anne vom PAS. „Auch in Lübeck gab es schon Kleidertauschpartys, jedoch mit einem Wertmarkensystem, das sehr kompliziert und nicht kostenlos war. Das wollten wir besser machen. Unser System ist simpel und umsonst. Jeder kann sich selbst überlegen, was er mitbringen möchte.“

Der Ablauf der Kleidertauschparty ist tatsächlich sehr übersichtlich: Bis 15 Uhr gibt man seine Sachen ab oder sortiert sie selber in die entsprechende Kategorie (Tops, lange/kurze Hosen, Sachen zum Aufhängen, Männersachen, Accessoires, Schuhe, Unisex-Hoodies etc etc). Es folgt der Startschuss, zusammen mit der Ermahnung, nett zueinander zu sein – auch wenn das bestimmt nicht nötig wäre! Sobald man sich etwas ausgesucht hat, kann man in die Anprobierecke gehen. Aber da der Platz im Engel begrenzt ist, stehen schnell auch mal Mädels im BH in der Ecke und diskutieren über Farbe, Form, Größe und die Geschichte des jeweiligen Kleidungsstücks.

 

Klare Regeln für den Kleidertausch

 

Anne ist immer wieder amüsiert, wenn sie sieht, was für eine bunte Sammlung an Klamotten zusammenkommt. „Hier werden schon lustige Sachen getauscht. Fellkrägen, BHs, oder gar eine Rettungsweste. Kein Wunder, dass sich beim letzten Mal einige Studenten für eine Bad-Taste-Party eingedeckt haben. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten“, sagt sie. Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch, das darf bei einem gemütlichen Nachmittag im Engel nicht fehlen. Gesättigt und froh, weil man entweder a) seine Sachen losgeworden und der Kleiderschrank jetzt wieder leerer ist oder b) klasse neue Sachen gefunden hat, geht es wieder nach Hause. Letztlich also eine win-win-Situation – und es wird sicherlich noch mehr Gelegenheiten dieser Art geben!

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