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  • Arne Ilse
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  • 19.08.2015

Steckbrief Magdeburg

„Magdeburg? Wo liegt denn das...?“ - Die Frage wirst du öfter hören, wenn du erzählst, dass du hier studierst. Dabei hat Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt viel zu bieten. Warum es sich hier auch als Medizinstudent super aushalten lässt.

Das letzte Bauwerk Friedensreich Hundertwassers: Die Grüne Zitadelle Magdeburg. Foto: Arne Ilse

Zahlen, Daten, Fakten

  • Einwohner: 230.000
  • Studenten: 18.500, davon 14.000 an der Otto-von-Guericke Universität
  • Medizinstudenten: 1.300
  • Gründung der Uni: 1993
  • Gründung der medizinischen Fakultät: 1954
  • Universitätsklinikum mit 1100 Betten und 4100 Mitarbeitern
  • Forschungsschwerpunkte Immunologie und Neurowissenschaften


Magdeburg, die „Ottostadt“

Im Gegensatz zu ihrer noch recht jungen Uni hat die Stadt Magdeburg eine lange Geschichte. Im Jahr 805 wurde sie erstmals erwähnt und erlangte früh Bedeutung, als Otto der Große Magdeburg 968 zum Erzbistum erhob. Otto der Große ist ein Grund, warum Magdeburg auch Ottostadt genannt wird – der andere ist Otto von Guericke, Namenspatron der Universität, im 17. Jahrhundert Bürgermeister der Stadt und Erfinder der Luftpumpe.

 

Doch Magdeburg hat auch eine sehr turbulente Geschichte. Mehrmals brannte die Stadt nieder und musste wieder komplett aufgebaut werden, das letzte Mal im zweiten Weltkrieg, in dem 90 Prozent der Stadt zerstört wurde. So verwundert es wenig, dass man in Magdeburg kaum einen historischen Stadtkern findet.

 

Und doch verblüfft Magdeburg auch mit Architektur: Plattenbauten reihen sich an sozialistischen Klassizismus und an Häuser im Gründerzeitstil. Daneben gibt es einen Dom, der sogar das älteste gotische Bauwerk Deutschlands ist - und die „grüne Zitadelle“ (dessen Fassade so gar nicht grün ist, siehe Foto), das letzte Bauwerk von Friedensreich Hundertwasser.

 

Und es tut sich viel: Anfang 2015 kürte beispielsweise „Die Zeit“ Magdeburg zu den dynamischsten Orten der Republik.

 

Der Magdeburger Dom, das älteste gotische Bauwerk in Deutschland. Foto: Arne Ilse

Leben und Wohnen in Magdeburg

Auch für Studenten hat Magdeburg viel zu bieten. Neben zahlreichen Kneipen und Bars an dem im Gründerzeitstil gehaltenen Hasselbachplatz laden viele Parks und Grünflächen zum Verweilen ein. So kann man in Deutschlands zweitgrünster Stadt an der Elbe flanieren, im Stadtpark joggen gehen oder sich auf dem Fitnesspfad im Elbauenpark körperlich ertüchtigen.

 

Häuser im Gründerzeitstil am Hasselbachplatz. Foto: Arne Ilse

 

Auch für kulturelle Unterhaltung ist gesorgt. In Magdeburg gibt es eine Oper und ein Schauspielhaus, eine großen Freiluftbühne, auf der jedes Jahr im Sommer ausgewählte Open-Air-Stücke laufen, einige Kabaretts und den Moritzhof, in dem neben vielen Independent-Filmen ebenfalls Theater gespielt wird.

 

Für Nachtaktive gibt es außerdem eine Reihe von Clubs, bei denen sicherlich für jeden etwas dabei ist. Insbesondere die Studentenclubs sind einen Besuch wert. Der Studentenclub Kiste e.V. zum Beispiel, ein ehrenamtlich von Medizinstudierenden betriebener Club auf dem Gelände der medizinischen Fakultät, feiert weit über die Fakultätsgrenzen hinaus bekannte legendäre Partys.

 

Da die Stadt nicht besonders groß ist, kann man alles gut mit dem Fahrrad erreichen. Außerdem ist in den Semestergebühren ein Semesterticket enthalten, mit dem man das gut ausgebaute Straßenbahn- und Busnetz nutzen kann.

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