• Artikel
  • |
  • Thomas Krimmer
  • |
  • 26.02.2024

Langsam wird es ernst: Meine letzten Ferien vor dem M1

Gerade noch Erstie – jetzt schon Drittie und kurz vor dem Physikum. Saskias Nerven beginnen langsam zu flattern und sie fragt sich, ob sie jetzt schon mit dem Lernen beginnen soll.

 

 

Die Zeit rast: Ein Semester liegt noch vor mir, bevor der Endgegner der Vorklinik ansteht – das Physikum. Das Wintersemester habe ich Anfang Februar mit der schriftlichen und mündlichen Prüfung bestanden und abgeschlossen. Jetzt beginnen für mich die lang ersehnten und auch letzten richtigen Ferien vor dem Physikum. Und ich muss sagen, ich bin zwiegespalten: Einerseits heilfroh, endlich Ferien zu haben, andererseits will ich nicht, dass die Zeit vergeht. Denn gleichzeitig kommt der August näher und damit das 1. Staatsexamen. 


Den 20. und 21.8.24 als Prüfungstage des schriftlichen Physikums habe ich schon vor über einem Jahr in meinem Kalender markiert – und das in GROSSBUCHSTABEN. Damit ich mich schon einmal gedanklich darauf einstelle. Beim Betrachten dieses Termins werde ich ein bisschen wehmütig: Während Nicht-Medizin-Freunde voller Vorfreude ihren Sommerurlaub planen und meine Familie auch einen Wanderurlaub gebucht hat, weiß ich, was ich in dieser Zeit machen werde: Lernen. Vielleicht kann ich mich zur Entspannung an diesen Lerntagen für ein paar Minuten wenigstens gedanklich an jene Urlaubsorte beamen. Und eines steht auch schon fest: Nach den mündlichen Prüfungen werde auch ich in den Urlaub fahren. Immerhin darauf freue ich mich :)


Ferien genießen (und etwas lernen)

Obwohl ich mir vorgenommen habe, in diesen Ferien schon mal fürs Physikum zu lernen, bin ich aktuell nicht sonderlich motiviert. Zu schön ist die Aussicht auf freie Tage mit meiner Familie, auf Liebesromane und Treffen mit meinen Freunden. Noch kann ich den Gedanken ans Lernen aufschieben, aber ich kenne mich zu gut: Ich werde demnächst wieder mit dem Lernen anfangen. Zu groß ist mein schlechtes Gewissen. Und es ist ja kein Hexenwerk, jeden Tag ein bisschen zu lernen. 
Dabei bin ich heilfroh, das Pflegepraktikum schon letzten Sommer beendet zu haben. Ich bemitleide Freunde, die noch einen Monat machen müssen und dementsprechend wenig von den Ferien haben. 
Während des Pflegepraktikums hatte mich der Professor gefragt, in welchem Abschnitt meines Studiums ich denn sei. Als er dann feststellte, dass das Physikum noch vor mir steht, sagte er nur folgende (sehr beruhigende) Worte: „Oh, ja ich erinnere mich an mein Physikum. Die schlimmste Zeit meines Medizinstudiums.“
Wenn das einem mal nicht beruhigt, dann weiß ich auch nicht …


Endlich in die Klinik starten

Aber im Ernst, ich weiß, dass die Vorbereitungszeit im Sommer keine schöne Zeit wird. Aber dennoch will ich das alles einfach hinter mir haben. Endlich in die Klinik starten. Denn mal ehrlich: Aktuell kann ich nichts wirklich Nennenswertes, das einem Patienten/einer Patientin helfen würde. Ich kann – im besten Fall – den Plexus brachialis aufmalen, die Harnkonzentrierung erklären und sagen, wie viele C-Atome Pyruvat hat. Hilft jemandem das? Eher nicht. Aber dafür starte ich hoffentlich im Herbst in den klinischen Abschnitt. Die Anmeldungen für das 3. Studienjahr finden gerade statt – natürlich alles unter Vorbehalt, dass ich das M1 bestehe.
Und das werde ich hoffentlich auch. Im Moment verlasse ich mich darauf, dass ich auch die letzte Hürde der Vorklinik meistern werde. Ich habe es bis hierhin geschafft – dann werde ich den Rest auch packen. 
 

Mein Studienort

Medizinstudenten berichten aus ihren Unistädten

Werde Lokalredakteur Die Unistädte auf Google Maps
Medizin im Ausland

Erfahrungsberichte und Tipps aus über 100 Ländern

Erfahrungsbericht schreiben Auslands-Infopakete
Cookie-Einstellungen