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  • Ida Reinhold
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  • 12.12.2016

Buch zu – Leben an: Freizeitmöglichkeiten in Marburg

Dein Kopf raucht vom Lernen und du fängst schon an, auf Latein zu träumen? Höchste Zeit, die Bücher zuzuschlagen, dem Musculus sternocleidomastoideus etwas Ruhe zu gönnen und dich ins Marburger Studentenleben abseits der Uni zu stürzen. Ida hat für dich die Top 6 der ultimativen Freizeitaktivitäten in Marburg zusammengestellt.

1. Hochschulsport

Die Uni Marburg hat ein sehr großes, umfangreiches Programm. Egal ob Fußball, Fitnesstraining, Trampolinspringen, Reiten oder Berglauf – hier findest du so ziemlich jede Sportart, die dein Herz begehrt. Das Sportangebot kannst hier (http://www.uni-marburg.de/zfh/kursangebot) anschauen. Schaff dir den perfekten Ausgleich zum Lernen!

Merke: Der frühe Vogel fängt den Wurm: Am Anfang des Semesters solltest du pünktlich zur angegeben Anmeldezeit vor dem Laptop sitzen, um dir einen Platz zu sichern. Falls es trotzdem nicht klappt: Lass dich auf die Warteliste setzten, manchmal werden noch Plätze frei.

Tipp: Schon vor dem Semester gibt es die sogenannte Schnupperwoche, in der du jedes Sportangebot ohne Anmeldung kostenlos ausprobieren kannst. Es lohnt sich! Denn wenn du nur in der Bibliothek sitzt und über den Büchern brütest, schreit dein Gehirn irgendwann nach Sauerstoff, Abwechslung und Durchblutung – also rein in die Sportschuhe und ab zum Unisport!

2. Uniorchester

Du magst Konzerte oder machst sogar selbst gern Musik? Dann ist das Studenten-Sinfonieorchester Marburg (SSO) ein Muss für dich. Wenn du mitspielen möchtest, ist der Semesteranfang der richtige Zeitpunkt für dich, denn da findet ein Vorspielen statt, zu dem du ein kleines Stück deiner Wahl vorbereiten solltest.

Neben musikalischer Weiterentwicklung bietet das SSO natürlich eine Menge Spaß. Als Medizinstudent bist du häufig nur von Kommilitonen umgeben – mit denen man die meiste Zeit über Professoren, Vorlesungen, Klausuren, Praktika, etc. spricht. Da tut es einfach mal gut, für ein paar Stunden mit anderen Leuten zusammen zu sein und den Kopf frei zu bekommen! Selbst wenn du nicht selbst aktiv mitspielen möchtest, sind die Semesterkonzerte der perfekt, um für ein paar Stunden auf andere Gedanken zu kommen. Hier findest du weiter Infos zum SSO.

Tipp: Wenn du Nachrücker bist, kann es sein, dass du den offiziellen Vorspieltermin verpasst – trotzdem bekommst du oft noch die Chance vorzuspielen. Frag einfach nach und erklär' deine Situation. Ansonsten kommt das nächste Semester schneller, als du denkst.

© Ida Reinhold


3. Schwimmhalle AquaMar

Im Sommer lockt das Freibad; im Winter erwartet dich die kuschlig warme Schwimmhalle. Das AquaMar liegt sehr zentral neben dem Unisportstadion und ist die optimale Abwechslung: neben Bahnen schwimmen, über im Whirlpool entspannen bis zum Saunagang ist alles möglich.

Und auch die Preise sind studentenfreundlich. Mit Studentenausweis gibt es Rabatt, aber es geht sogar noch günstiger: Das sogenannte Frühschwimmen am Morgen ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch belebend – ganz ohne Kaffee. Also ruhig mal vor der anstrengenden Anatomie-Vorlesung um 10 Uhr zwei Stunden Frühschwimmen gehen!

4. Stadtbücherei Marburg

Du glaubst, es gibt als Medizinstudent nichts Besseres, als im Prometheus zu schmökern und dich für die Komplexität des menschlichen Körpers zu begeistern? Da hast du Recht – aber es gibt noch so viel mehr!! Gönn deinem Hirn mal etwas Abwechslung: Ob du nun in Kindheitserinnerungen schwelgen und den dritten Harry Potter Band zum achten Mal durchlesen möchtest oder auf der Suche nach einem spannenden Psychothriller bist – in der Stadtbücherei Marburg wirst du sicher fündig.

Die Bücherei (übrigens die größte Hessens) liegt praktischerweise direkt neben der E-Kirche, also nah am Terminologiegebäude, Anatomie-und Physiologieinstitut. Du kannst also problemlos nach der Vorlesung oder der Latein-Übung noch schnell was zum Lesen ausleihen. Mir ist es schon oft passiert, dass ich durch Netflix, Blogs und Facebook fast vergesse, wie viel Spaß es macht, mal wieder einen echten Roman zu lesen.

Tipp: Für die Mitgliedskarte musst du umgemeldet sein, dann kannst du sie kostenlos und in 2 Minuten beantragen.

5. Freundschaften pflegen!

Vor Beginn des Studiums hatte ich immer den einsamen Medizinstudenten vor Augen, einen Berg aufgeschlagene Bücher vor sich und keine Zeit für irgendetwas außer Lernen. Bis mein Anatomieprofessor in der ersten Vorlesung sagte: Alleine studiert es sich schlecht! Das gilt einerseits natürlich fürs Lernen – Stichwort: Lerngruppen – andererseits aber genauso für die Freizeitgestaltung. Wie oft erzählen dir deine Eltern von Freunden, die sie während des Studiums oder der Ausbildung kennengelernt haben? Viele dieser Freundschaften halten ein ganzes Leben lang.

Ein paar Anregungen: Im Sommer auf die Lahnwiesen gehen und mit Grill, Brötchen und Bratwürstchen im Gepäck die Zeit zusammen genießen. Im Winter: Glühweintrinken. Die ganze Stadt ist in weihnachtliches Licht getaucht und du kannst auf zwei Weihnachtsmärkten (E-Kirche und auf dem Markt) die Vorweihnachtszeit mit Crêpes, gebrannten Mandeln und heißem Glühwein einläuten. Denn das bringt gemeinsam einfach viel mehr Spaß!

© Ida Reinhold

6. Film ab:Kinotag

Welche Stadt in Deutschland hat die höchste Kinodichte? Berlin, München, Hamburg? Nein, es ist: Marburg. Ein Professor hat von ganzen sechs Kinos geredet (bei ca. 75.000 Einwohner). Höchste Zeit also, eins nach dem anderen auszuprobieren. Die aktuellen Filme im „Großstadtkino“ Marburgs kannst du im Cineplex, ca. 5 min zu Fuß von der ZUB entfernt, erleben.

Wer es lieber gemütlich mag, kann das „Filmriss“ besuchen – das Marburger Unikino. Das Motto lautet: „Von Studenten für Studenten“. Auf der Website kannst du sogar Filmvorschläge für das nächste Semester einreichen. Solltest du also im Tief des Semesters angekommen sein: Ein Kinobesuch mit anschließendem Pizzaessen mit Freunden kann Wunder bewirken. Um dann mit neuer Motivation am nächsten Tag wieder in den Unialltag zu starten!

 

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