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  • Antonia Greb
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  • 24.09.2014

Rundgang über den Campus der PMU

Unsere Lokalredakteurin Antonia hat sich ihre Kamera geschnappt und für dich den Campus der PMU fotografiert. Nebenbei gibt sie nützliche Tipps für ein entspanntes Studenten-Leben.

 

Ich weiß noch, als ich das erste Mal den Campus der PMU aufsuchte: “Hier muss es doch irgendwo sein”, dachte ich, “Strubergasse 21” – und da war es auch, von außen ganz unscheinbar: das blauweiße Gebäude, das vermutlich aus den 60er Jahren stammte und so gar nicht an schicke Privatuni denken ließ. Erst im Treppenhaus mit der blau gestrichenen Wand, die mit Lettern und Logo der Uni versehen war, war ich mir ganz sicher, richtig zu sein. Bis heute, zwei Jahre später, hat sich einiges verändert. Das Haupthaus steht an selber Stelle, doch ist direkt gegenüber ein futuristisch-moderner Neubau entstanden. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen, für uns Studierende und viele Universitätsinstitute stellt der Neubau moderne, großzügige Räumlichkeiten dar. Einige Mieter der benachbarten Gebäude müssen sich hingegen noch ein bisschen gedulden, bis die Baustelle komplett abgeschlossen ist.

 

Die Nachbarschaft

Nicht nur das Haupthaus selbst, sondern die gesamte Nachbarschaft im Stadtteil Lehen sieht nicht unbedingt so aus, wie ich es als Neuling in Salzburg erwartet hätte. Zwar verläuft die Promenade an der Salzach direkt an der Strubergasse vorbei und das Müllner Viertel liegt gerade einmal auf der anderen Seite der Gleise, auf welchen Züge geradewegs am Campus der PMU vorbeifahren. Doch genau genommen liegt der Campus selbst eben schon in Lehen, einem bislang eher unscheinbarem Stadtteil von Salzburg.

 

Das Wohnheim

Hinter dem Neubau, in der Gaswerkgasse liegt das Studentenwohnheim, in welchem seit inzwischen gut drei Jahren zahlreiche Studenten wohnen (vor allem aber nicht ausschließlich der PMU). Viele von ihnen sind gleich zu Studienbeginn eingezogen, da bezahlbarer Wohnraum im Mozartstädtchen knapp ist. Einige von ihnen bleiben, doch viele suchen sich im Laufe des Studienjahres bereits etwas eigenes. Denn das Heim ist zwar praktisch, aber im Vergleich zu WGs dann doch nicht so günstig und vor allem ziemlich eng. Und um aus dem langen, teilmöblierten Schlauch mit Minibad und Küchenzeile ein behagliches Reich zu schaffen, bedarf es eines gewissen Maßes an dekorativem Geschick. Auf dem Rückweg zur Uni, am nagelneuen und sehr praktischen Spar-Markt vorbei, passieren wir die Villa Frey an der Ecke zwischen Struber- und Gaswerkgasse. In dem schmucken Altbau ist neben der Verwaltung der Universität und auch das Büro der Studiengangsleitung Humanmedizin untergebracht.

 

Haus C

Der Neubau. Hier befinden sich zwei moderne Hörsäle (1. OG) für uns Studenten und außerdem deutlich mehr Platz für die Forschungsinstitute der Uni. Im Seminarraum im Erdgeschoss finden die meisten Prüfungen statt. Der neue Green Corner gegenüber ist ein Aufenthaltsraum, der insbesondere uns Studenten zur Verfügung steht. Gleich in der Eingangshalle befindet sich außerdem der Info Point, wo man z.B. seine Kopierkarte aufladen oder auch Kleingeld für die Automaten wechseln kann. Im Gang hinter dem Info Point kann man Lernsachen in den zahlreichen Spinden zwischenlagern. Leider können wir das gesamte Haus C nur tagsüber betreten, da der Zugang mit Studentenausweis am Abend sowie an Wochenenden verwehrt bleibt. Also nichts vergessen!

 

Haus C – Foto: Antonia Greb

Das neue Haus C

 

Hörsaal im Haus C – Foto: Antonia Greb

Hörsaal im Haus C

 

Foyer des neuen Hauses C – Foto: Antonia Greb

Foyer des Hauses C

 

Green Corner – Foto: Antonia Greb

Green Corner

 

Green Corner – Foto: Antonia Greb

Green Corner

 

Haupthaus

Nun aber wieder zurück zum Haus A, das neben dem Neubau zwar ein bisschen verblasst, doch eben immer noch das Haupthaus der PMU ist. Das Studierendensekretariat befindet sich im ersten Stock und kann bei Problemen aller Art weiterhelfen. Früher war es im Erdgeschoss, wo nun zwei neuen Räume mit Lernkabinen für uns Studierende eingezogen sind.

 

Café Relax

Was an anderen Hochschulen die Caféteria ist, sind an der PMU Automaten: Café, Red Bull, Süßigkeiten oder belegte Brötchen, alles gibt es (zumindest meistens) in den Automaten, die im Green Corner, im Wyss-Haus und natürlich vor allem im Café Relax stehen. Dessen Name führt ein bisschen in die Irre. Auch ich suchte am Anfang meiner Studienzeit vergeblich nach einem Café. Dahinter versteckt sich aber der ursprünglich vom Müllner Bräu gesponserte Aufenthaltsraum für Studierende im EG des Haupthauses, der gerade eben frisch renoviert wurde. Neben den erwähnten Automaten finden sich hier viele Sitzgelegenheiten, ein Kopierer, zwei gerade neu eingerichtete PCs und sogar ein Kicker-Tisch.

 

Café Relax – Foto: Antonia Greb

Café Relax

 

Café Relax – Foto: Antonia Greb

Sitzgelegenheit und Kicker

 

Café Relax – Foto: Antonia Greb

Kaffee ohne Café - dafür aus dem Automaten

 

Café Relax – Foto: Antonia Greb

Gemütlich - das neu renovierte Café Relax

 

Umkleiden

Gehen wir nun ins Untergeschoss. Hier befinden sich die Umkleidekabinen mit weiteren Spinden – sehr nützlich, sobald der Präparierkurs zum Ende des 1. Studienjahres beginnt. Gegen einen Pfand von 50,- Euro kann man sich den Schlüssel für einen Spind im Sekretariat besorgen. Die Duschen stehen natürlich gratis zur Verfügung.

 

Institute

Sowohl im Haupthaus als auch im direkt angrenzenden Wyss-Gebäude sind die übrigen Forschungsinstitute untergebracht. In manchen werden die Studierenden direkt unterrichtet (z.B. Anatomie), doch die meisten Institute konzentrieren sich vornehmlich auf den Forschungsauftrag der Uni. Mit ihnen kommen Studierende meist nur in Kontakt, wenn sie sich für ein Forschungstrimester im Haus bewerben.

 

Lernräume

Die Anatomie verfügt im ersten Stock über einen eigenen Lehr- und Lernraum, in welchem die Studierenden Zugriff auf eine ganze Kollektion von nützlichen Lernmodellen haben. Die Modelle dürfen nicht nur aus der Vitrine zur Ansicht entnommen werden, sondern sind sogar für einige Tage entlehnbar, wenn man ganz lieb im Anatomiesekretariat darum bittet. Natürlich darf man abseits der Lernräume im Haupthaus auch in den jeweils gerade unbelegten Hörsälen des Wyss-Hauses lernen.

 

Bibliothek

Im 2. Stock des Haupthauses befindet sich die kleine, aber sehr nützliche Universitätsbibliothek. Hier findet man nicht nur die meisten Bücher, die begleitend zu den Vorlesungen von Dozenten empfohlen werden (leider jedoch nicht immer in ausreichender Anzahl), sondern kann darüber hinaus über den Uniserver auf schier endlose Fachtitel in Online-Verzeichnissen zugreifen. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sind die Öffnungszeiten der Bibliothek. Außerdem mag verwundern, dass man auch dann gebeten wird, die übliche Bibliothekslautstärke zu respektieren, wenn sich sonst niemand in den Räumlichkeiten aufhält. Von dieser Nebensächlichkeit einmal abgesehen, sind die beiden Bibliothekarinnen jedoch stets freundlich und hilfsbereit und bieten jährlich zu Semesterbeginn manch nützliche Einführungsveranstaltung zur effizienten Literaturrecherche an.

 

Unihof

Nun aber weiter zum bereits erwähnten Wyss-Haus. Leider ist der Zugang über die an die Bibliothek angrenzende Terrasse für Studierende zumeist nicht offen. Also laufen wir einmal über den Unihof, wo man nicht selten Studierende auch nach den Vorlesungen noch antrifft. Zwar sind die Betonbänke nicht gerade einladend, aber oftmals sehr brauchbar, um an langen Tagen ein bisschen Sonne und frische Luft zu erhaschen.

 

Wyss-Gebäude

Im Wyss-Gebäude werden viele Vorlesungen für das 1. und 2. Studienjahr vorgetragen. Gleich im EG befindet sich der große Hörsaal, in welchem auch immer wieder Veranstaltungen außerhalb des Lehrplans stattfinden, wie z.B. die meisten Club-Abende. Außerdem im EG liegt – meistens bereits am Geruch im Treppenhaus zu erahnen – der Präpsaal, in welchem die Anatomievorlesungen ab Ende des 1. Studienjahres abgehalten werden. Hier haben logischerweise nur diejenigen Studierenden Zutritt, die gerade das Fach Anatomie besuchen. Zwei oder mehr Studenten dürfen den Bereich vor Prüfungen sogar ohne Aufsicht betreten.

 

In den oberen Stockwerken des Wyss-Hauses befinden sich neben Instituten die übrigen Hörsäle. Hörsaal 7 ist meist unbelegt (einsehbar über den Raumplan im Campus-Portal) und ist daher ein beliebter Lernraum von Studenten.

 

Im UG ist der sogenannte Multifunktionsraum untergebracht. Er dient zumeist dem Unterricht im Fach Soziale Kompetenz. Außerdem fast alle der zahlreichen Einführungsveranstaltungen der Beginner´s Week. Im hinteren Bereich des Raumes grenzt der Lagerraum für das Equipment der Premedics an, der uniinternen Sanitäter-AG.

 

Wir setzen unseren Rundgang auf dem Gelände der Salzburger Landeskliniken, also der Uniklinik, fort. Dazu passieren wir den Hof, umgehen einmal den Hörsaal und steuern nun auf eine unscheinbare Tür neben dem großen Tor zu, das unter den Bahngleisen in der Betonwand eingelassen ist. Mit dem Studierendenausweis ist die Tür jederzeit passierbar und ermöglicht einen Shortcut zum Klinikareal. Also immer geradeaus, die Treppen hoch… und schon stehen wir vor der Augenklinik. Nun nochmal 50 Meter laufen, rechts abbiegen und wir schauen geradewegs auf das EB-Haus.

 

EB-Haus

Das EB-Haus (benannt nach den hier befindlichen Einrichtungen Epidermolysis bullosa-Ambulanz, -Akademie und -Forschungslabor) bietet die Räumlichkeiten für die Vorlesungen des 3. Studienjahres (2. OG). Im Untergeschoss sind die Spinde für die Kittel der Studierenden.

 

Salk-Kantine

Jetzt haben wir uns eine Pause verdient: ab 11:30 Uhr gibt es Mittag in der Kantine der Kliniken, über die wir uns sehr glücklich schätzen können. Auf den Studierendenausweis lässt sich an den entsprechenden Automaten ein Guthaben aufladen. Damit kann man sich dann einen Bon für das Gericht der Wahl am Automaten nebenan ziehen und schon kann´s losgehen: an der rechten Schlange für die Menüs anstellen, links gibt´s à la carte. Die Damen hinter dem Tresen sind verständlicherweise manchmal in Eile, aber extrem verständnisvoll, wenn es darum geht, eine Beilage mal gegen eine andere auszutauschen.

 

An sonnigen Tagen setzt man sich am besten auf die großzügige Dachterrasse, die den Speisesaal u-förmig umgibt. Ansonsten laden aber auch die Innenplätze zum Verweilen ein, vor allem die grünen Sofa-Kojen.

 

Salk-Kantine – Foto: Antonia Greb

Highlight eines jeden Tages: Die Mittagspause in der Salk-Kantine

 

Salk-Kantine – Foto: Antonia Greb

Die Salk-Kantine

 

Nützliches in der Umgebung: Sorger, Anker, Spar, Geldautomat

Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang. Im Zentrum der Landeskliniken liegt die Apotheke gleich neben der Krankenhauskapelle. Das ist immer nützlich zu wissen. Gleich gegenüber befindet sich ein kleiner Park mit angrenzender Wiese, auf welcher sich auch noch am Nachmittag ein bisschen Sonne genießen lässt (wenn der Unihof längst im Schatten liegt).

 

Richtung Aiglhof ist von hier aus der nächste Supermarkt: Der Spar befindet sich direkt gegenüber der Chirurgie. Ebenfalls an der Kreuzung sind Bushaltestelle, Sparkasse und ein Kiosk.

 

Beim Bäcker, am anderen Ende des Klinikgeländes, Richtung Mülln, begegnet man nicht selten Kommilitonen. Leider erschwert der dürftige Internetempfang hier das Lernen, weshalb wir hier nicht lange Halt machen. Auf der anderen Straßenseite sehen wir das berühmte Müllner Bräu und gleich daneben eine weitere Bankfiliale – immer gut zu wissen auf der Suche nach einem Bankautomaten.

 

Bäckerei Anker – Foto: Antonia Greb

Stärkung zwischendurch

 

Müllner Hauptstraße – Foto: Antonia Greb

Fachliteratur zum Studentenpreis bei Sorger

 

Fachliteratur und praktisches Lernmaterial zu Themen sämtlicher medizinischer Gebiete bekommen wir in der Buchhandlung Sorger um die Ecke (Müllner Hauptstraße) – als Studierende der PMU sogar zum Sonderpreis!

 

Über einen kleinen Umweg an der S-Bahnstation “Müllner Altstadt” vorbei gelangen wir wieder zurück zum Unicampus. Praktisch, wie schnell man von hier in die eine Richtung zum Hauptbahnhof oder in die andere zum Europark fahren kann.

 

 

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