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  • Antonia Greb
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  • 24.09.2014

Soziales Engagement als Hausaufgabe?

Im 2. Studienjahr an der PMU sollen sich die Studierenden von ihrer sozialen Seite zeigen und ein gemeinnütziges Projekt unterstützen. Antonia berichtet euch wie ihre Projektgruppe das mit viel Freude am Backen umgesetzt hat.

 

Die initiatorinnen - Foto: Antonia Greb

Die Initiatorinnen dürfen stolz auf sich sein

 

Passend zum Fest der Liebe offenbarten uns die beiden Dozenten des Faches SoKo zu Beginn des Jahres unsere neue Aufgabe: Wir sollten zusammen mit unseren zugeteilten Gruppenmitgliedern (also zu fünft) ein gemeinnütziges Projekt aussuchen, im Rahmen dessen wir uns die nächsten Wochen bis Monate engagieren würden. Je nach Belieben kann es sich dabei um eine völlig neue Idee oder um die Mithilfe in einem Verein bzw. einer privaten sozialen Initiative handeln. Bis Weihnachten 2014 sollte die Aufgabe spätestens umgesetzt werden.

 

Doch welches Projekt sollen wir unterstützen? Wir wollten uns aktiv an einem Projekt in der Nähe beteiligen, hinter dessen Zweck wir hundertprozentig standen. Das war gar nicht so einfach, denn eine kurzweilige Mithilfe in Form eines Uni-Projekts war gar nicht überall erwünscht.

 

Doch durch den Tipp einer lieben Freundin wurden wir fündig: Der Kinderkleidermarkt Aigen erfüllte alle unsere Kriterien. Mit dem eingenommenen Geld werden lokale Organisationen in Salzburg unterstützt, wie z. B. die Schmetterlingskinder im EB-Haus. Außerdem konnten wir tatkräftig mitwirken, indem wir selbstgebackene Kuchen beisteuerten, die auf dem Kinderkleidermarkt verkauft wurden und einen Extra-Erlös einbrachten. Zusätzlich versuchten wir, möglichst viele unserer Kommilitonen und natürlich hilfsbereite Mitarbeiter der Uni zu mobilisieren, ihre Backkünste unter Beweis zu stellen. Zwar hätten wir gerne noch mehr Kuchen gesehen, dennoch freuten wir uns sehr, an die zwanzig Kuchen zum Kinderkleidermarkt fahren zu können. Und nicht nur wir: Die Mütter, die den Kleidermarkt ins Leben gerufen hatten, erwarteten unsere Kuchenspende schon begeistert.

 

Kuchenbasar - Foto: Antonia Greb

 Lecker und für den guten Zweck: das Kuchenbuffet auf dem Kinderkleidermarkt Aigen

 

Kleidermarkt - Foto: Antonie Greb

Der Kinderkleidermarkt Aigen

 

Gleich am folgenden Tag schickte uns die sympathische Initiatorin Bilder vom Kuchenbuffet. Einige Wochen später war dann auf der Homepage des Vereins nachzulesen, welcher Betrag durch den Kindermarkt zusammengekommen war: 15% des Erlöses sowie die Einnahmen vom Kuchenbuffet hatten einen Spende von 800 Euro ermöglicht.

 

Nur allzu gerne würde ich das Projekt auch im nächsten Jahr unterstützen. Gerne hätte ich aus dem einmaligen Projekt eine Art Partnerschaft gemacht, um die sich dann jeweils diejenigen Studierenden kümmern könnten, die Interesse und natürlich auch ausreichend Zeit dafür haben. An letzterer könnte es mir nun im 3. Studienjahr nämlich durchaus fehlen. Zwar werde ich mich ganz sicher auch weiterhin bemühen, ein oder zwei Kuchen beizusteuern. Die sind schnell gebacken und sollten allemal drin sein. Denn das Projekt war ein Glücksfall - für beide Seiten. Das Soko-Projekt hat die Gelegenheit dazu geboten. Viel schöner wäre es aber, wenn daraus eine dauerhafte Initiative würde. Von Studenten, die sich gerne einbringen – und zwar aus Freude, helfen zu können – nicht, weil es so verlangt wird. Dies gilt bestimmt nicht nur für die Kuchen-Aktion, sondern auch für die anderen tollen Projekte, die realisiert wurden wie die Teddy-Bären-Klinik an der Salk, Kinderschuhe sammeln für Rumänien und Mützen stricken für kleine Patienten.

 

Viele Studenten engagieren sich ohnehin schon für das Rote Kreuz/Premedics oder andere gemeinnützige Organisationen – ganz ohne Zwang. Denn dann macht die Mithilfe viel Spaß und wird nicht zur lästigen Pflicht. Vielleicht gibt es dann sogar noch mehr Kuchen, Mützen und Teddy-Bären-Aktionen.

 

Die nächste Kindersachenbörse in der VS Aigen findet übrigens am 26./27. September 2014 statt.

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