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  • Laura Trif
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  • 14.03.2022

Semesterrückblick: Das 3. Semester an der Uni Tübingen

Schon wieder ist ein Semester rum – und für Laura geht es in schnellen Schritten auf das Physikum zu. Doch zunächst möchte sie euch berichten, wie sie das dritte Semester an der Uni Tübingen erlebt hat.

 

 

Wenn du im Wintersemester mit dem Studium begonnen hast, wartet im 3. Semester endlich der lang ersehnte Präpkurs und die vegetative Physiologie auf dich. Auf den Präpkurs möchte ich nicht allzu sehr eingehen, was meine Erfahrungen und Tipps sind, erfährst du in diesem Artikel. Bis Weihnachten war ich hauptsächlich mit der Anatomie beschäftigt, die Abschlussklausur fand zwei Tage vor Weihnachten spätabends statt. Dann hat man sich die Weihnachtsferien aber auch sowas von verdient! Wenn alles glatt läuft, hast du danach gut 3 Wochen frei, in denen du auftanken und neue Kräfte sammeln kannst. Diese freie Zeit solltest du gut nutzen, denn in der vegetativen Physiologie wartet sehr viel und teilweise auch komplexer Stoff darauf, von dir in ziemlich kurzer Zeit verstanden und gelernt zu werden. 


Die Inhalte der vegetativen Physiologie sind zwar keine leichte Kost, aber für mich war es mit Abstand das Fach mit den meisten klinischen Inhalten. Außerdem konnte ich hier mit dem Vorwissen aus Anatomie, Histologie und Biochemieviele viele Zusammenhänge gut erkennen. So wurde mir wirklich vieles klarer und deshalb macht es auch Sinn, die Physiologie erst ans Ende der Vorklinik zu stellen. Das Praktikum, das übrigens regelmäßig in Präsenz stattfand, und die Seminare, haben die Inhalte dann nochmal ein wenig vertieft und veranschaulicht. Das Praktikum war wirklich eine schöne Abwechslung und ein bisschen Spaß mit Kommilitonen und Kommilitoninnen hat man dabei auch gehabt. Die Klausur beinhaltet 30 Fragen und ist dementsprechend flott vorbei und dann startest du auch schon in die letzten Ferien der Vorklinik.


Fortlaufend hast du im Semester auch noch einige kleine Kurse, teilweise lästig, aber dennoch auch eine willkommene Abwechslung. Im Kurs der medizinischen Psychologie werden die Themen der Vorlesung aus dem letzten Semester noch einmal wiederholt. Der Kurs Kommunikation beinhaltet die Übung von Anamnesegesprächen und den Umgang mit Patienten und Patientinnen in verschiedenen Situationen. Im Kurs der Basispropädeutik lernt man einen ersten Umgang mit statistischen Daten – eine Sache, mit der du spätestens bei der Doktorarbeit wieder in Berührung kommen wirst. In diesen kleinen Fächern gibt es keine Klausur, meist besteht nur Anwesenheitspflicht oder du musst einen kleinen Leistungsnachweis erbringen, dementsprechend kannst du da relativ entspannt rangehen. 

Fazit

Für mich war das 3. Semester wirklich nicht einfach. Das hatte ich zwar erwartet, doch zugegebenermaßen habe ich mir die Freizeit vom 2. Semester zurückgewünscht. Aber wieder einmal hat mir dieses Semester gezeigt, wie viel Stoff man in einer kurzen Zeit lernen kann und dass man das am Ende auch irgendwie gut meistern wird. Trotz Corona kam bei mir immer mehr ein Studentenfeeling auf, inklusive regelmäßiger Bib- und Mensabesuche. Das nächste Semester wird bei mir dann bereits das Physikumssemester sein, vor dem ich definitiv Respekt habe. Aber alles zu seiner Zeit.
 

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