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  • Thomas Lux
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  • 23.04.2015

Diese Bücher brauchst du in der Vorklinik in Würzburg

Neue Gesichter, neuer Wohnort, neue Vorlesungen – Erstis haben es nicht leicht. Damit du dir nicht auch noch Gedanken über die richtige Bücherwahl machen musst, hat Thomas die besten Buchtipps.

 

Foto: shutterstock

 

Bei Fachbüchern solltest du zweimal nachdenken, bevor du zuschlägst. Denn, mehr ist nicht immer besser. Vielleicht hast du das Gefühl, dass du unbedingt den dicksten Wälzer brauchst um auch ja kein Detail zu übersehen. Doch Vorsicht! Je mehr Seiten, desto größer die Gefahr, sich in unrelevanten Kleinigkeiten zu verlieren. Diese Gefahr potenziert sich, wenn dir das Fach sowieso nicht liegt und deine Motivation eher gering ist.


Daher gilt: Auch wenn der Prof. es gut meint und euch in Biochemie das mit hochwertigem Fachwissen nur so strotzende 1400 Seiten Buch empfiehlt, weil da ALLES drin steht – höre dich erstmal bei Kommilitonen um, ob man sich als blutiger Anfänger in diesem Buch überhaupt zurechtfindet oder es eigentlich nur für Fortgeschrittene geeignet ist.


Eine gute Anlaufstelle für Buchtipps ist auch die Buchhandlung Knodt in der Stadt. Die lernen alle Erstis schon während der Stadtrallye kennen. Der Besitzer gibt kompetente Beratung und kennt sich auch mit den Würzburg-spezifischen Gegebenheiten gut aus.


Wenn du dir unsicher bist, kannst du die Bücher auch erstmal in der Bibliothek ausleihen und schauen, welches dir gefällt.

Dennoch sind die Empfehlungen der Dozenten nicht zu unterschätzen – sie konzipieren immerhin die Prüfungen.


Als kurze Checkliste zusammengefasst:
1. Einführungsveranstaltung und Tipps vom Dozenten abwarten
2. Kommilitonen und andere Quellen befragen
3. Persönliche Tendenzen beachten


Meine Buchtipps für Erstis


Biologie
Hier reichen die Vorlesungen sowie die Altklausuren. Wer ausführlicher lernen will, kann sich noch „Biologie für Mediziner“ - Werner Buselmaier (Empfehlung des Dozenten) zulegen. Hier reicht aber ein geliehenes oder gebrauchtes Exemplar (siehe Bücherflohmarkt).


Chemie
Für dieses Fach gehen die Meinungen auseinander. „Chemie für Mediziner“ von Carsten Schmuck stimmt vom Aufbau mit den Vorlesungen überein, geht aber in vielen Aspekten tiefer als nötig und schreckt somit schnell ab.
Ein Tipp grade für die Anorganische Chemie-Klausur ist das „Arbeitsbuch für Mediziner und Biologen: Eine klausurorientierte Einführung“ von Dirk Röbke. Bei den Aufgaben zählt: viel hilft viel – also üben, üben, üben.


Physik
Die Vorlesungen und Altklausuren reichen für die Physik-Prüfung aus. Hilfreich ist eine Formelsammlung, wie die meisten sie vermutlich vom Abitur kennen.


Biochemie
Der Dozent empfiehlt „Stryer Biochemie“. Dieses sehr ausführliche Werk wird als Biochemie Bibel in den Himmel gelobt, geht aber für den Durchschnittsmediziner so tief in die Materie, dass man sich darin verliert. Am besten du leihst es vorher aus, um hineinzuschauen. Ich kam mit der Dualen Reihe Biochemie sehr gut zu recht. Man findet beinahe alles relevante Wissen, jedoch übersichtlich und einfach dargestellt.
Alternativ wird auch „Biochemie des Menschen: Das Lehrbuch für das Medizinstudium“ von Florian Horn häufig empfohlen. Mit diesem Buch habe ich keine Erfahrungen gemacht, ein Blick schadet aber sicherlich nicht.
Ein kleines Buch, das mir sehr geholfen hat den Überblick nicht zu verlieren, ist die „Stoffwechsel- und Formelsammlung Biochemie“.


Makroskopische Anatomie
Ein sehr kniffliges Fach, da jeder Dozent seine eigenen Schwerpunkte setzt. Prinzipiell sollte man über Atlanten verfügen. Da diese Wälzer eine teure Angelegenheit sind, sollte man die Bibliothek und den Bücherflohmarkt im Auge behalten.
In Würzburg wird der „Prometheus“ empfohlen. Viele der Abbildungen aus der Fragensammlung für den Präparierkurs wurden hier entnommen. Man kann hier aber auch gut zu anderen Werken greifen, wenn man damit besser arbeiten kann – im Großen und Ganzen geben die sich nichts.


Nun zum schwierigen Teil: Das passende Lehrbuch für die Makroskopische Anatomie finden.
Das „Taschenbuch Anatomie“ von Detlev Drenckhahn und Jens Waschke ist ein ziemlich starkes Werk. Man findet beinahe alles für die Fragensammlung. Jedoch ist das Wissen hier stark kondensiert und an Abbildungen wurde auch etwas gespart. Wer ein großes Lehrbuch vorzieht, dem kann ich die „Duale Reihe Anatomie“ empfehlen. Damit bin ich sehr gut über die Runden gekommen.


Mikroskopische Anatomie
Sehr zu empfehlen ist hier das „Taschenbuch Histologie“ von Renate Lüllmann-Rauch. Die Alternative in groß wäre das „Lehrbuch Histologie“ von Ulrich Welsch. Hier hat man auch viele schöne große Abbildungen. Die Bilder von allen Präparaten sind auch online frei zugänglich.

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