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  • Thomas Lux
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  • 16.04.2014

Erstsemestertage in Würzburg

Traditionell wurden von Donnerstag dem 3.4. bis Samstag dem 5.4. die neuen Studenten der Human- sowie Zahnmedizin begrüßt. Dazu haben sich die Medizinstudenten des zweiten Semesters einiges einfallen lassen, schließlich geht es darum, den ca. 200 Neulingen das Kennenlernen der Stadt und ihrer zukünftigen Sitznachbarn in Vorlesungen zu erleichtern.

 

Welcome – Foto: istockphoto

Die Erstsemester fanden sich am Donnerstag – mehr oder minder pünktlich und aufgeregt – an der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) um 9.00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück ein.Dort wurden alle in Gruppen eingeteilt und gegen 10.30 Uhr ging es mit flüssigem Heitermacher im Gepäck in Richtung Juliuspromenade und Umgebung. Die künftigen Mediziner müssen ja schließlich wissen, wo in Zukunft die wichtigsten Anlaufstellen in ihrer neuen Heimat zu finden sind.

So wurde dann, zugegebenermaßen nicht auf ganz konventionelle Art und Weise, vermittelt wo es sich umzumelden, den Studentenausweis zu validieren und Nachschub bei Buch und fachspezifischem Bedarf zu beschaffen gilt.Der erste Tag fand sein vorläufiges Ende gegen 17.00 Uhr dort wo er auch begann – an der KHG. Hier angekommen konnten sich, wegen lästiger Lieferschwierigkeiten, leider noch nicht alle der Neuankömmlinge ihre erste Ausrüstung für ihr Studium ergattern: Das Präpset und den Laborkittel. Diese werden ja schon in den ersten Wochen benötigt und vorausgesetzt um in den Praktika den schwierigen und trockenen Stoff der Vorklinik zu veranschaulichen.Am späteren Abend folgte dann der letzte Programmpunkt: Die Erstiparty.Hier wurde, wie es auch schon Tradition ist, ausgelassen gefeiert und sich kennengelernt. So fand dieser programmgeladene Donnerstag ein gemütliches Ende in der neuen Stadt.

Freitag sollte es dann um 12.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück – oder auch Mittagessen –weitergehen. Es folgten einige Kennenlernspiele die letztlich im „Big Event“ mündeten. Dazu wurden die neuen Studenten zufällig auf Gruppen von fünf bis zehn Mitgliedern aufgeteilt und mit einer Packung Taschentücher ausgestattet in die Innenstadt geschickt. Dort galt es, sich „hochzutauschen“, um nach zweieinhalb Stunden mit dem wertvollsten Gegenstand zurückzukommen. Sieger ist eine Gruppe geworden, die es geschafft hat, über einige Zwischenstationen ein Dirndl im Wert von ca.50 € zu ergattern. Weitere nennenswerte Ergebnisse waren zum Beispiel ein hochwertiger Cocktailshaker, sowie ein Parfüm. Dieser Tag hat die Erstis wieder in neue Gruppen zusammengewürfelt – so konnte jeder neue Kontakte knüpfen.

Der Samstag bildete den heiß erwarteten Höhepunkt der Erstitage: Die Stadtrallye stand an. Hier wurde die Menge der Studenten wieder auf Gruppen aufgeteilt. Nun wurde es zur Aufgabe, gemeinsam sieben in der Stadt verteilte Stationen aufzusuchen und somit zu beweisen, dass man die Stadt kennengelernt hat. An den Stationen galt es bis an die Schamgrenze zu gehen und diese gegebenenfalls durch diverse Getränke herabzusetzen. Ein berühmtes Beispiel ist die Kleiderkette auf der Mainbrücke: Hier musste die Gruppe aus Studenten, wie der Name bereits vermuten lässt, eine möglichst lange Kette aus Kleidungsstücken bilden. Verwendet werden durfte alles, was sich am Körper befand. Nach der Siegerehrung konnten die drei Tage entspannt am Mainufer ausklingen.

Die Erstitage der Fachschaft Medizin sind nicht umsonst berühmte Tradition geworden. Durch diese Art der Begrüßung werden die neuen Kommilitonen gleich mit allem Notwendigen ausgestattet: Material, eine gewisse Orientierung in der Stadt (sei es die Unibibliothek, ein Buchladen oder die Möglichkeit sich einen gemütlichen Abend zu machen) und natürlich soziale Kontakte. Denn das wichtigste für den Student sind Kontakte zu den Kommilitonen im eigenen, aber auch in höheren Semestern.

 

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