Fach Orthopädie
Prüfer Dr. Mohamed Ghanem
Universität Leipzig
Datum 20.11.2014

Prüfungsprotokoll mündliches Staatsexamen Orthopädie

Hattest du im Vorfeld Kontakt zu dem Prüfer?

Vorab hatte ich telefonischen Kontakt mit dem Prüfer. Ein kurzes Treffen mit Dr. Ghanem fand etwa 1 Woche vor der Prüfung statt.

 

Wie hast du dich auf die Prüfung vorbereitet?

Größtenteils habe ich mich mithilfe der Themen aus den Altprotokollen vorbereitet. Oft gefragte Themen habe ich mir genauer angeschaut. Für Orthopädie habe ich die Anatomie von Arm, Bein und Wirbelsäule inklusive Nervenplexus kurz widerholt. Ansonsten haben wir uns alle zwei bis drei Tage in der Prüfungsgruppe getroffen und sind verschiedenen Themen zusammen durchgegangen.

 

Welche Fragen wurden in der Prüfung gestellt?

Tag 1:

  • Infektiöse Arthritis: Früh- und Spätinfekt, welche Diagnostik, was ist relevant im Labor, Punktion, welche Bildgebung, welche Therapie ist notwendig bei einer infizierten Knie-Prothese? (unbedingt operativ, arthroskopische Spülung nicht ausreichend, wenigstens Inlay-Wechsel, da die Erreger vor allem dort überleben).
  • Klinische Untersuchung des Kniegelenks mit Fokus auf Kreuzband- und Meniskustestung.
  • Sensible Versorgung der Hand. Bewegungsausmaße des Daumengrund- und Daumensattelgelenks mit Innervation (Frage: Kann man mit der Bewegungsprüfung des Daumens alle relevanten Nerven überprüfen?)

Tag 2:

  • Woran müssen Sie bei einem 6-jährigen Jungen mit rechtsseitigem Knieschmerz und Schonhinken denken? (Morbus Perthes kurz erklären).
  • Thema Beinlängendifferenz: Wie therapiert man diese, ab wann ist eine operative Korrektur nötig beim Erwachsenen sowie beim Kind, welche Möglichkeiten?
  • Bild einer Rheumahand – kurze Erklärung, woran man diese klinisch erkennt. Operative Möglichkeiten bei Rheuma (Synovektomie, RSO, Gelenkresektion, Interpositionsplastik, Arthrodese, Endoprothetik).

 

 

Wie war die Stimmung während der Prüfung?

Insgesamt sehr angenehme Prüfungssituation in den zwei Tagen. Der Prüfer war bemüht, Fragen mit klinischer Relevanz zu stellen und hat uns, auch bei kleineren Hängern, gut durch die Prüfung geleitet. Über einen Beamer wurden Bilder und Materialien gezeigt. Dadurch verlief die Prüfung sehr interaktiv, so wie es im klinischen Alltag häufig eben auch funktioniert.

 

 

Dein Fazit:

Wichtig ist, dass man ruhig und vor allem strukturiert seine Fragen beantwortet. Gerade Dr. Ghanem legte darauf sehr viel wert. Zudem sollte man genau auf seine Fragestellung Acht geben: "Nennen Sie mir" bedeutet auch benennen, da reichen zunächst erst einmal Stichworte aus. Zu viel erklären birgt hier nur die Gefahr, dass man falsche Dinge sagt oder er davon etwas aufgreift. Insofern er ein Thema näher beleuchten will, fragt er auch ausführlicher dazu. Dr. Ghanem gibt ein direktes Feedback und belohnt gute Antworten häufig mit einem "sehr gut".

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