Fach Innere Medizin
Prüfer Dr. Ralph Stephan
Universität Leipzig
Datum 20.11.2014

Prüfungsprotokoll mündliches Staatsexamen Innere Medizin

Hattest du im Vorfeld Kontakt zu dem Prüfer?

Vorab hatte ich telefonischen Kontakt mit dem Prüfer. Eine Woche vor der Prüfung fand ein kurzes Treffen mit dem Prüfer statt.

 

Wie hast du dich auf die Prüfung vorbereitet?

Größtenteils habe ich mich mithilfe der Themen aus den Altprotokollen des Prüfers vorbereitet. Oft gefragte Themen habe ich mir genauer angeschaut. Ansonsten haben wir uns alle zwei bis drei Tage in der Prüfungsgruppe getroffen und sind verschiedenen Themen zusammen durchgegangen.

 

Welche Fragen wurden gestellt?

Tag 1:

  • Patient mit kolikartigem rechtsseitigem Oberbauchschmerz: Was könnte der haben? (Differentialdiagnose rechtsseitiger OB-Schmerz).
  • Cholezystitis, Cholelithiasis: 6F-Regel, Murphy-Zeichen am Patienten demonstrieren, Courvoirsier-Zeichen erläutern, was sieht man alles in der Sonografie bei einer Cholezystitis (klassische Dreischichtung der Wand, perifokales Ödem/Flüssigkeitsansammlung, Steine, evtl. Erweiterung des DHC, kennen sie die Normwerte für den Durchmesser des DHC?).
  • Schmerz eher im mittleren Oberbauch: Was könnte das sein? Gastritis kurz, Refluxösophagitis: Was sieht man bei der ÖGD, welche Klassifikationen kennen sie dazu? (Los-Angeles-Klassifikation, Salivary-Miller-Klassifikation)

 

Tag 2:

  • EKG eines Patienten 2 Wochen nach Kniearthroskopie: Was könnte dieser haben? Mit welcher Symptomatik zeigt sich dieser Patient klinisch? (EKG zeigte typische Zeichen einer LE: Sinustachykardie, P-Pulmonale, S1Q3-Typ etc.).
  • Wie therapiert man eine Lungenembolie richtig? (abhängig ob Patient klinisch stabil oder instabil, kurze Erklärung des Wells-Scores, Grosser-Stadien habe ich selbst angesprochen, darauf ist er dann direkt noch eingegangen und fragte tiefergehend nach den einzelnen Parametern, die dabei eine Rolle spielen).
  • Zweites großes Thema Diabetes: Was für Typen kennen sie? Grundsätzliche Unterschiede der beiden Haupttypen. Wie lässt sich Typ 1 von Typ 2 unterscheiden? (C-Peptid)

 

Wie war die Stimmung während der Prüfung?

Insgesamt sehr angenehme Prüfungssituation in den zwei Tagen. Der Prüfer war bemüht, Fragen mit klinischer Relevanz zu stellen und hat uns, auch bei kleineren Hängern, gut durch die Prüfung geleitet. Dadurch, dass über einen Beamer Bilder und Materialien gezeigt wurden, verlief die Prüfung sehr interaktiv, so wie es im klinischen Alltag häufig eben auch funktioniert.

 

 

Dein Fazit:

Top Prüfungskonstellation! Wichtig ist, dass man ruhig und vor allem strukturiert seine Fragen beantwortet. Zudem sollte man genau auf die Fragestellung Acht geben: "Nennen Sie mir" bedeutet auch benennen, da reichen zunächst erst einmal Stichworte aus. Zu viel erklären birgt hier nur die Gefahr, dass man falsche Dinge sagt oder er davon etwas aufgreift. Insofern der Prüfer ein Thema näher beleuchten will, fragt er auch ausführlicher dazu.

Dr. Stephan hat wirklich die relevanten Basics der Inneren Medizin abgefragt. Unbedingt anschauen sollte man sich vorher auf jeden Fall: EKG, Lungenfunktionstestung, Röntgen Thorax und das Labor. Darauf legt er großen Wert. Zudem ging er sehr auf die vorab verfasste Epikrise und die Anamnese des eigenen Patienten ein.

Grundsätzlich kann man mit einer überzeugenden und prägnanten Patientenvorstellung bei den Prüfern gut punkten, der erste Eindruck macht viel aus. Deswegen lohnt es sich, diese am Vortag zumindest mal im Kopf durchzugehen oder niederzuschreiben. Am Ende vergeht die Prüfungszeit vor allem am zweiten Tag enorm schnell, 15 Minuten pro Fach sind schneller um als man denkt.

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