Fach Innere Medizin
Prüfer Dr. Erbs
Universität Leipzig
Datum 05.06.2014

Prüfungsprotokoll mündliches Staatsexamen Innere Medizin

Hattest du im Vorfeld Kontakt zu dem Prüfer?

Im Vorfeld hatte ich nur telefonischen Kontakt mit Frau Dr. Erbs. Es gab keine Tipps oder Eingrenzungen, aber sie war nett, „man solle sich keine Sorgen machen“.

 

Wie hast du dich auf die Prüfung vorbereitet?

Vorbereitet habe ich mit Protokoll, Herold und Meditorium. Vor allem die Kardiologie habe ich ausführlich gelernt.

 

Welche Fragen wurden gestellt?

1. Tag:

Patient mit Aortenstenose und manifester Hyperthyreose, in der Anamnese Kolonkarzinom
Patientenvorstellung sollte nicht zu lang sein. Ich hab vor allem die für die Erkrankungen des Patienten relevanten Dinge erzählt.

  • Patientenbezogen, warum ist euthyreote Schilddrüse für die OP so wichtig (vor allem wegen Kontrastmittelverwendung bei TAVI)?
  • Wie funktioniert TAVI, welche Methoden? -> transfemoral/transapikal
  • Warum hat Patient mit AS keinen palpablen Herzspitzenstoß -> weil er am Herzen voroperiert war (Bypässe)
  • Herzuntersuchung demonstrieren (wichtig peripher Pulsdefizit prüfen und Fortleitung in Carotiden) Wohin kann noch etwas fortgeleitet werden? -> Axilla bei Mitralinsuffizienz, zwischen die Schulterblätter -> Aortenisthmusstenose

 

2. Tag:

Eine Anfang Zwanzigjährige kommt mit Durchfall zu Ihnen.

  • Was könnte sie haben? -> Sie hat mich erstmal ganz schön rumraten und Fragen stellen lassen (mit einem Lächeln aber)
  • alle möglichen Differentialdiagnosen nennen: infektiös (ALLE Keime, die in Frage kommen außer tropische) -> Bakterien, vor allem durch Lebensmittel, Viren: bei Noroviren zusätzlich schwallartiges Erbrechen, medikamentös bedingt (Antibiotika genommen?) -> AB-assoziierte Diarrhö, Clostridium difficile
  • Behandlung: Metronidazol oder Vancomycin oral!, nach Operationen (Gallen-Op, Magenresektion: Früh-/Spätdumping).

Das Thema stand zwar schonmal in den Protokollen, damit hab ich aber gar nicht gerechnet und war erstmal völlig verdutzt und enttäuscht. Hab mir alles irgendwie aus dem Ärmel geschüttelt, aber sie war zufrieden und wusste glaub ich auch, dass man sich darauf nicht so richtig vorbereitet.

  • Zum Schluss noch ein EKG: ich sollte es nur angucken und ihr sagen, dass es sich um einen Vorderwandinfarkt handelt. 

 

Wie war die Stimmung während der Prüfung?

Die Stimmung war nett und entspannt.

 

Dein Fazit:

Die Prüferin war echt super, total nett und hat sehr großzügig benotet. Dr. Erbs ist der beste Prüfungsvorsitz überhaupt. Ist total locker drauf und prüft nur relevante Themen der Inneren Medizin. Hat uns am ersten Tag für die Epikrisen so viel Zeit gelassen, wie wir wollten und wollte alles gar nicht so ausführlich, ihr kommt es nur auf das wichtigste an und sie will niemandem was Böses. Hat viel geholfen und immer gelächelt. Da braucht man gar keine Angst haben!

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