• Tillmann, B.
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  • Springer-Verlag GmbH
Erscheinungstermin: 24.09.2009 EUR [D] 34,95 | 2. Auflage Atlas der Anatomie

Atlas der Anatomie

Rezension von Maximilian Klingebiel, 2. Semester, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Kurzbeschreibung

Der einbändige "Atlas der Anatomie" von Bernhard Tillmann ist in Bezug auf die aktuelle Approbationsordnung sowohl für die die tägliche Arbeit im Präpariersaal als auch für die Vorbereitung auf Prüfungen entwickelt worden.

Hierbei wird eine Brücke geschlagen zwischen Vorklinik und Klinik. Ergänzt wird der Bilderatlas durch einen Muskeltrainer, der in Wort und Bild alle wichtigen Informationen zur menschlichen Muskulatur darstellt.

Zielgruppe

Der vorliegende Atlas richtet sich an Studierende der Humanmedizin, unabhängig vom jeweiligen Studienabschnitt. Der Atlas kann sowohl für die Arbeit im Präpariersaal während der Vorklinik als auch zu einem späteren Zeitpunkt des Studiums verwendet werden.

Vorkenntnisse werden nicht benötigt, gleichwohl ist noch ein ergänzendes Werk für das Studium notwendig, auch wenn kurze erklärende Texte enthalten sind.

Inhalt

Die einzelnen Themenbereiche werden in dem vorliegenden Atlas sehr übersichtlich dargestellt. Es sind 1163 Abbildungen zu allen zentralen Themenbereichen enthalten.

Der prüfungsrelevante Stoff wird abgedeckt und in inhaltlich schlüssig aufgebaute Kapitel sowie nach einer insgesamt nachvollziehbaren Gliederung unterteilt.

Auch komplexe Themen können auf diese Weise übersichtlich präsentiert werden. Inhaltlich wird detailliert vorgegangen; es werden keine wichtigen Aspekte außer Acht gelassen und klinische Bezüge werden hergestellt.

Die Abbildungen unterstützen das räumliche Denken und Vorstellungsvermögen. Ergänzend zu den Zeichnungen sind z.B. noch Röntgenbilder enthalten, die eine andere Perspektive auf einen besprochenen Sachverhalt gewähren.

Auch Tabellen, die die Informationen aus den Bildern abermals übersichtlich strukturieren, erleichtern hierdurch das Lernen.

Kleinere Fehler der 1. Auflage sind in der 2. Auflage korrigiert worden.

Didaktik

Neben umfassenden Bildern werden auch Praxisbezüge hergestellt, die auch ein weitergehendes Interesse der Studenten wecken bzw. fördern.

Ein farbig markiertes "Orientierungssystem" unterstützt das strukturierte Vorgehen. Ergänzende Tabellen enthalten z.B. übersichtliche Darstellungen der Astfolgen der Gefäße oder Informationen, welche Muskeln durch denselben Nerv versorgt werden.

Ingesamt werden wichtige Aspekte für die Vorbereitung auf schriftliche und mündliche Prüfungen auf ansprechende Weise präsentiert.

Aufbau

Der Atlas ist übersichtlich strukturiert. Das oben bereits erwähnte farbige Codierungssytem erleichtert den Überblick über die körperabschnittsbezogenen Kapitel.

Hierbei werden inhaltlich abgestimmt Informationen über Knochen, Muskeln, Nerven und Gefäße in sinnvoller Reihenfolge und mit sachlichem Bezug präsentiert.

Relevanz für die örtliche Uni

Der Atlas ist sowohl hilfreich für den Alltag im Präpariersaal, da umfangreiches Wissen auf überschaubarem Raum präsentiert wird, als auch für die Vorbereitung auf Klausuren und Testate an der Universität Düsseldorf.

Als wertvoll erweist sich hierbei auch der Muskeltrainer, der neben den "klassischen" Informationen über die Muskeln auch die räumliche Vorstellung der Ansätze und Ursprünge unterstützt.

Preis

Mit einem Preis von 34,95€ braucht der vorliegende Atlas einen Vergleich des Preis- Leistungsverhältnisses nicht zu scheuen.

Wichtige Informationen werden gut strukturiert und in vielfacher Weise einsetzbar vorgestellt und rechtfertigen diesen Preis.

Fazit

Mit dem "Atlas für Anatomie" von Tillmann liegt ein Atlas vor, der in vielen Phasen des Medizinstudiums, auch außerhalb der Vorklinik, eingesetzt und für die Prüfungsvorbereitung verwendet werden kann.

Die Bilder überzeugen, die Gliederung ist auch dank des Codierungssystems übersichtlich und die Praxisbezüge verdeutlichen einerseits die Relevanz des Gelernten, andererseits fördern sie das weitergehende Interesse der Studenten.

Der Muskeltrainer unterstützt durch die Erleichterung der räumlichen Vorstellung von Ansätzen und Ursprüngen das Lernen ungemein.

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