• Trepel, M.
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  • Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag
Erscheinungstermin: 04.10.2011 EUR [D] 37.95 | 5. Auflage Neuroanatomie

Neuroanatomie

Vanessa Gollan, 4.vorklinisches Semester, Bochum

Kurzbeschreibung

Das Buch Neuroanatomie von Trepel vermittelt kompaktes Wissen der Neuroanatomie. Der Einstieg in dieses Thema wird somit maßgeblich erleichtert. Sowohl Embryologie als auch Struktur, topographische Lagebeziehungen und Funktion werden erläutert.

Zielgruppe

Das Buch richtet sich gezielt an Studenten der Medizin und orientiert sich am Gegenstandskatalog der Vorklinik. Als Vorbereitung auf das Physikum erweist es sich als hilfreich. Sicherlich ist es jedoch auch im klinischen Abschnitt gut geeignet, um sich komplexe Zusammenhänge noch einmal zu verdeutlichen. Durch den recht einfach zu verstehenden Schreibstil ist es in einem begrenzten Rahmen auch durchaus vom Laien zu verstehen, wenn dieser sich ein wenig mit der Materie befasst.

Inhalt

Inhaltlich schafft das Buch eine Brücke zwischen Kurzlehrbuch und einem großen Nachschlagewerk wie z.B. dem Benninghoff zu schlagen. Leider muss ich einen kleinen Punktabzug für die allgemeine und topographische Anatomie des Gehirns machen, da dieses Thema leider nicht ausreichend behandelt wird. Hierzu empfiehlt es sich, einen Anatomieatlas wie z.B. den Prometheus (Kopf, Hals und Neuroanatomie) zur Hilfe zu nehmen.

Das Thema der Hirnnervenkerne wurde hingegen sehr ausführlich behandelt und bot wichtiges Detailwissen. Generell fand ich das Thema um den Hirmstamm/Medulla oblongata sehr aufschlussreich, da es in vielen Büchern und zum Teil auch in der Vorlesung schwierig nachzuvollziehen ist. Ganz sicher tragen die vielen farbigen Abbildungen zum Verständnis bei, die durch die bewusste Farbgebung oft das Begreifen vereinfachen. Hinzu kommen zahlreiche Links zu klinischen Bezügen, die den Spaß am Weiterlesen erhalten und dem Studenten zu jeder Zeit die kinische Relevanz aufzeigen.

Didaktik

Didaktisch ist das Buch ein Traum. Es lässt sich sehr leicht lesen und verzichtet zum Vorteil des Lesers auf komplizierten Satzbau und unnötig viel Fachvokabular, wie es leider in vielen anderen Lehrwerken der Fall ist. Man bekommt den Eindruck eines Kurzlehrbuches, welches es aber bei weitem nicht ist. Weitere Pluspunkte sind eine kurze Einführung in jedes Kapitel, eine stichpunktartige Zusammenfassung am Ende eines jeden Kapitels, wichtige Aspekte, die mit einem Ausrufezeichen vor dem Satz versehen sind, übersichtliche Tabellen und zu guter letzt Wiederholungsfragen.

Am Ende des Buches findet sich ein Kapitel mit Fallbeispielen, die die bereits erwähnten Klinikkästen unterstützen und nicht nur zur Selbstkontrolle dienen, sondern dafür sorgen, dass sich gelerntes Wissen besser verfestigen kann.
Eine Neuheit ist eine Tafel am Ende des Buches, die eine Übersicht über die großen Bahnsysteme gibt. Während man Detailwissen lernt, kann es schnell passieren, dass einem der Überblick verloren geht: So hat man nun die Möglichkeit, es schnell und präzise im Auge zu behalten.

Aufbau

Die Gliederung ist in sich stimmig. Kapitel 1 wiederholt noch einmal grundlegende Dinge und geht auf die Histologie und Embryologie ein. Dann werden das periphere Nervensystem sowie Hirnnerven betrachtet, bevor es auf die verschiedenen Teile des Gehirn inklusive dem verlängerten Mark eingeht.

Im Anschluss daran befasst es sich mit der Blutversorgung. Abschliessend werden Sinnesorgane betrachtet.
Der Anhang bietet ein Glossar und das Sachregister. Die angehängten Literaturnachweise nach jedem Kapitel erachte ich für sinnvoll. So hat der Leser bei Bedarf die Möglichkeit, zu dem jeweiligen Thema querzulesen.

Relevanz für die örtliche Uni

Das Buch wird an meiner Uni ausdrücklich empfohlen. Nicht nur von Studenten aus den höheren Semestern, sondern teilweise auch von Dozenten. Das Wissen reicht vollkommen um die hiesige Neuroanatomie-Klausur zu bestehen. Darüber hinaus eignet es sich zur Vorbereitung auf das Physikum, aber auch um die Themen der spinalen und zentralen Motorik zu erarbeiten, die an der Ruhruniversität ebenfalls Gegenstände der Physiologie sind und dementsprechend auch in der Physio-Klausur geprüft werden.

Preis

Mit einem Preis von 36,95 Euro ist es im Vergleich zu anderen Lehrbüchern wirklich günstig und zu empfehlen. Ich würde es auf jeden Fall zu diesem Preis kaufen.

Fazit

Das Buch von Trepel ist für das Erlernen der Neuroanatomie der "Goldstandard"! Es ist ein Lehrbuch, welches sehr ausführlich aber gleichzeitig kurzweilig und leicht verständlich solide Kenntnisse der Neuroanatomie vermittelt. Gerade wenn die Zeit vor Prüfungen knapp wird. Kein anderes Buch schafft es teils ‚staubtrockene' Themen mit soviel Begeisterung zu erklären und ehe man sich versieht, hat man in 3 Wochen den Kopf im Kopf: Lediglich einen halben Punkt muss ich für die teils dürftigen topographischen Abbildungen abziehen, aber ansonsten kann ich keine negative Kritik äußern. Wenn doch nur jedes Thema im Studium mithilfe so eines Buches zu erlernen wäre!


5 Punkte von Christine Völklein, 4. klinisches Semester, LMU München, Präpkurs-Assistentin

Kurzbeschreibung

Der Trepel führt Schritt für Schritt durch die gesamte Neuroanatomie und beinhaltet alle prüfungsrelevanten Fakten für den Neuroanatomie-Kurs und das Physikum. Auf 430 Seiten findet der Leser viele Bilder, Grafiken und Tabellen, die den Einstieg in die Neuroanatomie erleichtern.

Zielgruppe

Der Trepel ist besonders für Studenten des vorklinischen Studienabschnitts empfehlenswert. Während des klinischen Studienabschnittes kann er gut als Nachschlagewerk dienen. Ein besonderer Pluspunkt des Trepel ist, dass Vorkenntnisse nicht unbedingt notwendig sind, da er Schritt für Schritt in das komplexe Thema der Neuroanatomie einführt.

Inhalt

Der Trepel führt sehr ausführlich und verständlich durch die gesamte Neuroanatomie - von der Nervenzelle bis zu komplexen Bahnsystemen. Die Texte sind sehr gut verständlich geschrieben und werden durch viele Abbildungen ergänzt, die optimal zum guten Verständnis beitragen und eine schnelle effektive Wiederholung ermöglichen.

Zusätzlich gibt es zur Wiederholung der wichtigsten Fakten am Ende jeden Kapitels eine Zusammenfassung und Wiederholungsfragen mit Lösung.

Eine weitere Stärke des Trepel sind die vielen klinischen Bezüge, die in kleinen roten Kästchen alle Kapitel optimal ergänzen und helfen, die Neuroanatomie besser zu verstehen.

Am Ende des Buches gibt es einen Überblick über die großen Bahnsysteme zum Ausklappen, der eine optimale Wiederholung garantiert.

Didaktik

Der Trepel ist einfach, klar und sehr gut verständlich geschrieben. Die Sätze sind kurz und klar. Das Buch enthält viele Lernhilfen, Erklärungen, Bezüge zu klinischen Aspekten, Bildmaterial und Tabellen. Jedes Kapitel endet mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Fakten und Wiederholungsfragen mit Lösungen.

Für sehr interessierte gibt es am Ende jeden Kapitels Hinweise zu weiterführender Literatur.

Aufbau

Der Trepel startet mit Basics rund um das Nervensystem, weiter zum peripheren Nervensystem, Rückenmark, Hirnstamm, Gehirn, Liquorsystem und Blutversorgung des Gehirns, vegetatives Nervensystem und die Sinnesorgane. Abgerundet wird das Buch durch Fallbeispiele, die sich phantastisch für eine Wiederholung eignen.

Die einzelnen Kapitel sind farblich gekennzeichnet, was für einen guten Überblick sorgt. Wichtige Punkte im Text sind kursiv oder fett gedruckt und erleichtern ein selektives Lesen und Wiederholen.

Relevanz für die örtliche Uni

Der Trepel wird an der LMU München von den Anatomie-Professoren besonders für den Neuroanatomie-Kurs und die Neuroanatomie-Seminare empfohlen.

Preis

Der Trepel kostet 32,95 Euro. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt 100%ig. Es gibt kein besseres Neuroanatomie-Buch. Ich würde den Trepel sofort kaufen!

In dem Preis ist ein Online-Zugang enthalten, der viele interaktive Extras bietet!

Fazit

Der Trepel ist DAS Neuroanatomie-Lehrbuch. Er besticht durch seinen klaren Aufbau vor allem für Neuroanatomie-Neueinsteiger.

Der Trepel bietet ein solides Neuroanatomie-Wissen, auf das man später in der Klinik weiter aufbauen kann.

Sehr Empfehlenswert!

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