• Schünke, M.; Schulte, E.; Schumacher, U.
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  • Thieme Verlag
Erscheinungstermin: 19.09.2012 EUR [D] 54.99 | 3. Auflage Prometheus - Innere Organe

Prometheus - Innere Organe

4 Punkte von Dennis Bahr, 3. Semester, Philippps-Universität Marburg

Kurzbeschreibung

Der Prometheus-Band Innere Organe beschäftigt sich mit der Embryologie und dem Aufbau der Organe, ihrer Topografie im menschlichen Körper sowie wichtigen Leitungsbahnen im Thorax-, Abdomen- und Beckenbereich. Abgerundet von Steckbriefen mit den wichtigsten Informationen zu jedem einzelnen Organ, klinischen Beispielen und einer Systematik zur gesamten Organversorgung wird das anatomische Gesamtpaket komplett. Das Ziel wird erreicht, den Studenten in den vor allem vorklinischen Semestern, die Anatomie einprägsam über eine prägnante Gliederung und Aufteilung der Seiten zu vermitteln und so das Lernen zu erleichtern.

Zielgruppe

Als Standardwerk für den Präparierkurs - von vielen Universitäten als Alternative zum Sobotta-Atlas empfohlen - bildet der Prometheus - Innere Organe die Grundlage für ein strukturiertes und gezieltes Arbeiten. Detailgetreue, sehr realitätsnahe Abbildungen vermitteln dem Leser prägnant den Aufbau des menschlichen Körpers und die Funktion der einzelnen Bausteine im Gesamtgefüge, sodass dieser Atlas auch in der späteren Laufbahn, in höheren klinischen Semestern und im PJ als Nachschlagewerk genutzt werden kann.

Inhalt und Aufbau

Schaut man sich das Inhaltsverzeichnis dieses Prometheus-Bandes an, findet man ein zunächst gut strukturiertes und durchdachtes Konzept. Über die Embryologie wird der Leser zum Thorax, Abdomen und Becken geleitet und vor allem BEGLEITET. Am Ende findet man ein zusammenfassendes Kapitel zur topografischen Anatomie, allgemeine Organversorgungsübersichten und Organsteckbriefe, die sich vor allem zur schnellen Wiederholung des gelernten Wissens eignen. Alles in allem ist also ein roter Faden erkennbar, jedoch ist meiner Meinung nach an einigen Stellen der Aufbau der Kapitel nicht immer sinnvoll und man blättert oft zwischen den Seiten, was wertvolle Lernzeit in Anspruch nimmt.

Ein Anatomielehrbuch, wie beispielsweise die "Duale Reihe Anatomie" (besonders geeignet, da hier die gleichen Abbildungen wie im Prometheus verwendet werden), ist zwingend notwendig. Das, was im Atlas nur kurz und eher zusammenfassend unter den jeweiligen Grafiken beschrieben wird, reicht in einigen wenigen Fällen nicht aus, um Testate oder Prüfungen zu bestehen. Natürlich kann man sich hier ein solides Grundwissen aneignen, doch für den Feinschliff eignet sich der Prometheus nicht und je nachdem, worauf die jeweiligen Prüfer in den verschiedenen Universitäten Wert legen, muss zusätzliche Literatur herangezogen werden.

Was jedoch als besonders positiv herausgehoben werden kann sind die klinischen Bezüge zu den Organen. Hiermit kann man eigentlich immer punkten!

Preis

Mit knapp 55€ ist der Prometheus - Innere Organe im Mittelfeld der Medizinbücher angesiedelt. Dadurch, dass hier Kopf/Hals und Extremitäten komplett unbeachtet gelassen werden, mag der Eindruck entstehen, dass der Preis überteuert ist. Jedoch ist das, was man geboten bekommt, die Anschaffungskosten wert! Tolle Abbildungen, interessante Fakten und ein gut strukturierter Seitenaufbau laden zum effektiven Lernen ein und helfen dabei, sich durch den Irrgarten der Anatomie zu boxen und Prüfungen gut bis sehr gut zu bestehen.

Fazit

Auf jeden Fall sollte dieser Atlas beziehungsweise die Atlantenreihe (Prometheus - Innere Organe, Prometheus - Bewegungsapparat und Prometheus - Kopf/Hals/Neuroanatomie) im Schrank jedes Medizinstudenten, Physiotherapeuten etc. stehen.

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