• Schünke, M.; Schulte, E.; Schumacher, U.
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  • Thieme Verlag
Erscheinungstermin: 07.09.2011 EUR [D] 74,99 | 3. Auflage Prometheus - LernAtlas der Anatomie

Prometheus - LernAtlas der Anatomie

Julian Brätz hat für euch den Prometheus Lernatlas rezensiert.

Kurzbeschreibung

Der Prometheus vereint einen hochwertigen Anatomieatlas mit einem praxisorientierten Kurzlehrbuch. Mit der überarbeiteten Auflage entfernen sich die Autoren noch weiter von einem reinen Atlas und bauen zusätzliche klinische Bezüge ein, um Zusammenhänge zu verdeutlichen.

Zielgruppe

Empfehlenswert ist der Prometheus vor allem für Medizinstudenten in den ersten, vorklinischen Semestern. Die eingebrachten klinischen Bezüge sowie die hochauflösenden Darstellungen lockern den Lerninhalt auf und sorgen dafür dass dem Studenten nicht so schnell die Lust am Pauken vergeht. Vorkenntnisse werden nicht benötigt, da die Autoren im wahrsten Sinne bei „Adam und Eva“ beginnen.

Inhalt und Aufbau

Gegliedert ist der Prometheus in vier große Kapitel: Allgemeine Anatomie, Rumpfwand, Obere und Untere Extremität. Jedes dieser Teilgebiete ist natürlich weiter in Unterkapitel und Lerneinheiten zu je zwei Seiten unterteilt.

Um Wissen konzentriert zu vermitteln beinhaltet jedes Kapitel Texte, Zeichnungen, Grafiken, Tabellen und jetzt neu auch Originalaufnahmen (Röntgenbilder, MRT- und CT-Aufnahmen).Im Gegensatz zu anderen Anatomieatlanten steigt der Prometheus nicht gleich in die teilweise trockenen Materie der Anatomie ein, sondern beginnt mit den Grundlagen der Embryologie. Die folgenden großen Lernblöcke „Allgemeine Anatomie“, „Rumpfwand“, „Obere Extremität“ und „Untere Extremität“ vermitteln lückenlos anatomisches Wissen und gehen dabei, falls die Notwendigkeit besteht, auch auf Hintergrundwissen wie die Histologie ein.

Die Zeichnungen sind erstklassig und bilden anatomische Strukturen beinahe fotorealistisch ab.

Didaktik

Hier wird größter Wert auf Hintergrundwissen und Detailtiefe gelegt, ohne die Lerneinheiten mit überflüssigen Fakten zu überladen. Abbildungen werden nicht nur beschriftet, sondern mit Texten, Tabellen und Grafiken ergänzend erläutert. Sehr oft wird die Thematik auch in einen klinischen Bezug gestellt. Das erleichtert das Lernen ungemein und hält das Interesse an der Anatomie aufrecht.

Relevanz für die örtliche Uni

Die Vorzüge des Prometheus sind nicht mehr nur an einzelnen Unis bekannt. An vielen Universitäten wird er als Standardwerk für die Anatomievorlesung verwendet und hat sich für viele Studenten als Pflichtlektüre durchgesetzt.

Preis

Um die komplette Anatomie, wie sie im Prometheus erläutert wird, abzudecken, sind drei Bände vom diesem Kalieber erforderlich. Das hier rezensierte Werk ist zum Preis von etwa 74,99 € im Handel erhältlich. Alle drei Bände sind im Paket für 169 € erhältlich. Dieser Preis ist durchaus gerechtfertigt für ein so hochwertiges Buch wie den Prometheus. Alle drei Werke sind mit Sicherheit auch in den klinischen Semestern und sogar nach dem Studium von Nutzen, und in Anbetracht dessen ist der auf den ersten Blick recht hohe Preis durchaus zu verschmerzen.

Fazit

Der Prometheus ist meiner Meinung nach DAS Anatomielehrbuch für Medizinstudenten. Qualität und Detailtreue der Abbildungen sind unerreicht und die Verzahnung mit Hintergrundwissen revolutionär. Beim Arbeiten mit dem Prometheus hatte ich nie das Gefühl „das Telefonbuch“ auswendig zu lernen, wie man es oft von Kommilitonen hört. Uneingeschränkt empfehlenswert!

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