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Erscheinungstermin: 01.09.2011 EUR [D] 29,95 | 4. Auflage Reanimation - Empfehlungen für die Wiederbelebung

Reanimation - Empfehlungen für die Wiederbelebung

Rezension von Matthias Huck (PJ, Uni Heidelberg)

Kurzbeschreibung

Das vorliegende Buch gibt, wie der Titel aussagt, Empfehlungen für die Reanimation, die auf den Leitlinien des ERC (European Resuscitation Council) und den Behandlungsempfehlungen des ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation) von 2005 beruhen.

 

Zielgruppe

Das Buch ist hauptsächlich für (Not-)Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Personal im Rettungsdienst konzipiert. Es spricht aber sicher auch interessierte Studenten in allen (klinischen) Semestern an.

 

Inhalt

Die vorliegenden „Empfehlungen für die Wiederbelebung“ stellen die nationalen (deutschen) Leitlinien für die Reanimation dar. Orientiert hat man sich dabei an den überarbeiteten und 2005 veröffentlichen Leitlinien und Empfehlungen des ERC bzw. ILCOR.Somit finden sich neben den Basismaßnahmen der Reanimation auch die erweiterten Maßnahmen, wie beispielsweise die Defibrillation, Atemwegsmanagement und Notfallmedikamente.

Auch die Neugeborenen-, Säuglings- und Kinderreanimation sowie ACS oder Hypothermie werden besprochen. Die deutschen Empfehlungen orientieren sich dabei an den englischsprachigen.

Den Abschluss bilden dann „ethische Aspekte“ – darunter fallen Fragen wie „Wann anfangen und wann aufhören?“, aber auch das Überbringen schlechter Nachrichten und die „Postreanimationsphase“, u. a. mit einem Überblick über die Pathophysiologie, Atemwegsicherung und Beatmung. Sicher auch ein bisschen symbolisch gibt das letzte Kapitel Auskunft über „Todesfeststellung und Todesbescheinigung“.

 

Didaktik

Man braucht gewisse (notfall-)medizinische Vorkenntnisse, um von dem vorliegenden Buch profitieren zu können. Wie schon oben beschrieben, ist dieses Buch nicht für Studenten als Lehrbuch gedacht, sondern es handelt sich um eine deutsche Umsetzung der Richtlinien des ERC und der Empfehlungen des ILCOR.

Sehr sinnvoll finde ich die zahlreichen ins Deutsche übersetzte Algorithmen.Ein kleines Manko ist die geringe Anzahl von Abbildungen.

 

Aufbau

Der Inhalt gliedert sich in acht große Kapitel mit zahlreichen Unterkapiteln. Von den „Basismaßnahmen“ wird man zu den „Erweiterte[n] Maßnahmen der Reanimation bei Erwachsenen“ zu der „Reanimation bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern“ geführt. Darauf folgen „Spezielle Notfälle“ (ACS und Herzrhythmusstörungen) und „Sonderfälle“ wie z.B. Schwangerschaft oder Trauma. Die folgenden Kapitel beschreiben „Beginn und Ende, sowie ethische Aspekte der Reanimation“ und „Die Postreanimationsphase“. Das letzte Kapitel bietet Informationen zu „Todesfeststellung und Todesbescheinigung“.

 

Relevanz für die örtliche Uni

Dieses Buch wird Heidelberger Studenten nicht empfohlen. Das ist auch nachvollziehbar, da es sich nicht um ein Lehrbuch für Studenten handelt. Als Ergänzung für die Notfallmedizinprüfung ist es aber sicher sehr sinnvoll.

 

Preis

Der Preis ist mit 29,95€ angemessen.

 

Fazit

Ich kann „Reanimation – Empfehlungen für die Wiederbelebung“ vorbehaltlos für all diejenigen empfehlen, die sich mit dem Thema „Reanimation“ beschäftigen, sei es im Studium oder im Rettungsdienst. Jeder Arzt - gleich welcher Fachrichtung - sollte sich mit dem Thema „Reanimation“ auskennen und die aktuellen Algorithmen beherrschen. Meiner Meinung nach sollte auch jeder Medizinstudent, spätestens nach dem Notfallkurs, reanimieren können.

Einen halben Punkt Abzug gab es wegen der wenigen Abbildungen, was den hervorragenden Gesamteindruck aber nicht trüben konnte.

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