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  • Carina Forsberg
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  • 19.12.2023

Physikum: Das Damoklesschwert über mir (Teil 1)

Im nächsten Herbst werde ich mein Physikum schreiben. Lange hin ist das also nicht mehr. Kein Wunder deshalb, dass mir das 1. Staatsexamen seit geraumer Zeit buchstäblich im Nacken sitzt. In zeitlichen Abständen werde ich hier unter einem Pseudonym über meine Zeit vor dem großen „Endgegner“ berichten.

Das Physikum unterm Tannenbaum

 

In der Uni merkt man auch, dass langsam das Ende der Vorklinik naht. „Das wäre so eine typische Frage für das M1“ oder „Das sollten Sie sich bis zum Physikum merken“ , hören wir öfter.

Ich weiß, dass ich mir diese Sachen sicher nicht bis zum Physikum werde merken können. Wie auch? Die Menge des Lernstoffes bleibt leider eh nur bis zur nächsten Klausur in meinem Kopf. Manchmal frage ich mich, ob es nur mir so geht. Ist mein Gehirn wie ein Sieb, dem wichtige Formeln und lateinische Begriffe nach und nach flöten gehen? Wohl eher nicht, wenn ich mit Kommilitonen darüber spreche. Es ist beruhigend zu wissen, dass es nicht nur mir so geht. Gerade deshalb sitzen wir des öfteren vor Körperscheiben, teils ohne Plan, um welche Muskeln es sich da vor uns handelt – geschweige denn zu wissen, wo Ursprung und Ansatz ebenjener Muskeln ist.

Weihnachtsferien  lernfreie Zeit?

Gerade deshalb werde ich jetzt in den Weihnachtsferien langsam anfangen zu lernen. Ja, genau, wir haben zwar letzten Freitag den letzten Unitag im Jahr 2023 gehabt, aber von Ferien würde ich trotzdem nicht sprechen. Meine To-Do-Liste für die Ferien ist lang. Und sie wird noch länger, wenn ich daran denke, was ich schonmal fürs Physikum wiederholen oder doch eher neu lernen müsste.
Aber zuerst muss ich den Stoff für die im Januar anstehende Klausur lernen. Danach folgt als Prio 2 der Bewegungsapparat als Wiederholung für das Physikum. Lernmaterial fürs Physikum habe ich zur Genüge. Meditricks, Endspurt, SmartMedix und Co stehen schon lange bei mir im Regal. Weitere Lernmaterialien werde ich als Weihnachtsgeschenk bekommen. Dabei habe ich mir schon im Sommersemester überlegt, welchen Lernplan ich für das Physikum machen will, beziehungsweise angesichts der wenigen Tage zwischen Abschluss des 4. Semesters und dem Physikum überhaupt machen kann. 

Dschungel der Lernmöglichkeiten

Und ich muss zugeben, es ist eine schwierige Entscheidung, in Anbetracht der vielen Lernmöglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen. Die Tatsache, dass jede/r höhere Semestler/in etwas anderes empfiehlt, macht die Angelegenheit auch nicht einfacher. Bei mir jedoch ist die Entscheidung gefallen: Der 40-Tage-Lernplan von via medici wird und muss mich Physikums-bereit machen. Meditricks mit seinen Merkvideos und SmartMedix für Physiologie wird das Ganze (hoffentlich) ergänzen. Man sieht also: Da liegt noch ein langer Weg vor mir. 

Es ist deshalb nachvollziehbar, dass mich allein der Gedanke „Physikum“ schon gefühlt an den Rand eines Nervenzusammenbruchs treibt. Lavendel-Tee zur Entspannung hilft da leider auch nicht sonderlich viel. Dementsprechend werde ich mir noch Gedanken machen müssen, wie ich mich im nächsten Jahr entspannen kann.

Keep calm and relax- for now

Das alles kommt aber „erst“ im neuen Jahr auf mich zu. Seit diesem Wochenende bin ich „daheim“ bei meinen Eltern und versuche zu entspannen, versuche einfach nur „Ich“ zu sein  ohne das „Mediziner-Ich“. Inwieweit mir das gelingt, ist fraglich, aber der Weihnachtsplätzchenduft und die Weihnachtslieder, die unser Familienhaus durchgehend beschallen, werden das Ganze unterstützen und zu meinem temporären Entkommen vor dem Physikum beitragen. Zumindest für die restliche Weihnachtszeit.  

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