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  • Ines Elsenhans
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  • 09.03.2015

Löse den Fall

Peter Oberhuber hat plötzlich starke Schmerzen auf der Brust. Seine Kollegen rufen den Notarzt ... lies die Geschichte in der Bildergalerie und löse den Fall!

Hast du's drauf und kannst diese Fragen beantworten?

 

1. In welchem Wandabschnitt erwartet man eine Schädigung des Myokards, wenn – wie bei Herrn Oberhuber – die A. coronaria dextra verschlossen ist?

2.Warum sind Herzrhythmusstörungen bei dem hier vorliegenden Infarkttyp besonders häufig?

3.Welche Bedeutung kann der Bestimmung des Gefäßversorgungstyps in der Herzkatheteruntersuchung
beigemessen werden?

  • Antwort

    Herr Oberhuber hat einen Myokardinfarkt

    1. In welchem Wandabschnitt erwartet man eine Schädigung des Myokards, wenn – wie bei Herrn Oberhuber – die A. coronaria dextra verschlossen ist?

    Da die A. coronaria dextra meistens den Großteil der Herzhinterwand versorgt ist bei ihrem Verschluss mit dem Untergang von Herzmuskelgewebe in diesem Areal zu rechnen. Man spricht dann von einem Hinterwandinfarkt, der bei Herrn Oberhuber bereits im EKG erkennbar ist. Lediglich im Bereich der Herzspitze (Apex) erhält ein Teil der Hinterwand beim Normalversorgungstyp Blut über den R. interventricularis anterior (RIVA) der A. coronaria sinistra.

     

    2.Warum sind Herzrhythmusstörungen bei dem hier vorliegenden Infarkttyp besonders häufig?

    Neben der Herzhinterwand werden Sinus- und AV-Knoten als die beiden für den Herzrhythmus entscheidenden Strukturen in der Regel von der A. coronaria dextra versorgt. Wenn es zu einer Mangeldurchblutung dieser Gebiete kommt, kann es z. B. zu AV-Blockierungen oder anderen bradykarden Herzrhythmusstörungen gekennzeichnet durch zu langsamen Herzschlag) kommen.

     

    3.Welche Bedeutung kann der Bestimmung des Gefäßversorgungstyps in der Herzkatheteruntersuchung
    beigemessen werden?

    Die Ausdehnung des geschädigten Gewebes unterscheidet sich in Abhängigkeit vom vorliegenden Versorgungstyp. Aufgrund des kleineren betroffenen Areals werden die durch Verschluss der A. coronaria dextra entstehenden Schäden bei einem Linksversorgungstyp kleiner sein als bei einem ausgeglichenen bzw. erst recht bei einem Rechtsversorgungstyp. Je ausgedehnter der Infarkt ist, desto schlechter ist die zu erwartende Pumpfunktion des Herzens nach dem Infarkt. Allerdings hängt natürlich das Ausmaß der Schädigung neben der Größe der Infarktausdehnung auch von anderen Faktoren wie z. B. der Dauer der Minderperfusion ab, weshalb in jedem Fall eine schnellstmögliche Beseitigung der Stenose durch Dilatation erfolgen sollte.

Dieser Fall stammt aus der Dualen Reihe Anatomie

Gerhard Aumüller et al. Duale Reihe Anatomie, 3. Auflage 2014, Thieme

 

 

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