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  • Redaktion Thieme
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  • 13.10.2015

PROMETHEUS – Für Medizinstudenten geschaffen

Ein LernAtlas der Anatomie, angepasst an die Lernbedingungen der Studenten – das ist die Grundidee des PROMETHEUS.

Eine gute Kenntnis der Anatomie ist im Medizinstudium und der späteren Arbeit als qualifizierter Arzt unverzichtbar. Genauso unumstritten ist aber auch, dass die Informationsfülle der Anatomie die Studierenden vor die Schwierigkeit stellt, das Fach in relativ kurzer Zeit zu bewältigen und sich dabei dauerhafte Kenntnisse zu erarbeiten. Vor diesem Hintergrund entwickelten die Autoren des PROMETHEUS LernAtlas ein Konzept, das die Bedürfnisse der Studenten einbezieht. 

Aufgrund ihres umfangreichen Wissens und ihrer langen Erfahrung als Professoren der Anatomie gelang es Prof. Dr. Dr. Schünke, Prof. Dr. Schulte und Prof. Dr. Schumacher, einen LernAtlas zu schaffen, der den Studierenden eine zuverlässige Informationsquelle bietet, sie für die Anatomie begeistert und sie sicher durch die Prüfung führt. 

Michael Schünke

Prof. Dr.med. Dr.rer.nat. Michael Schünke

Geboren im Juli 1950 in Sachsen lebte Michael Schünke bis zu seinem 4. Lebensjahr im beschaulichen Örtchen Dippoldiswalde. Nach kurzem Zwischenstopp in Remagen, Gießen, Rendsburg und Weilheim absolvierte er 1971 sein Abitur an einer internationalen Schule in Brunssum in den Niederlanden. Zwar zog es Michael Schünke zu Beginn seines Biologiestudiums noch einmal in den Süden (Tübingen), doch seit 1976 blieb er seiner jetzigen Heimatstadt Kiel treu. 1982 promovierte er am Lehrstuhl für Zoophysiologie an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Er hatte als Biologe jedoch immer das Gefühl, zu wenig medizinisches Wissen zu haben. Ihn faszinierte die Medizin so, dass er 1983 ein Medizinstudium begann. Von 1983-1991 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent am Anatomischen Institut der Uni Kiel. 1989 erhielt er dort seinen zweiten Doktorgrad. Bereits 1991 habilitierte er sich und wurde Privatdozent in Kiel. 1992 wechselte er als Oberassistent an das Anatomische Institut der Universität Lübeck. Lange hielt es ihn jedoch nicht in der Hansestadt: 1994 erhielt er einen Ruf nach Kiel und ist seitdem Direktor des anatomischen Instituts der Uni Kiel.

Erik Schulte

Prof. Dr.med. Erik Schulte

Erik Schulte ist 1956 in Baden-Baden geboren und studierte ab 1976 in Freiburg Medizin. Schon früh interessierte er sich für den Aufbau und die Funktion des menschlichen Körpers und suchte sich eine Doktorarbeit am Anatomischen Institut. Neben der Faszination für das Fachgebiet war Erik Schulte die Ausbildung von Studenten von Anfang an wichtig. Schon als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Anatomischen Institut bildete er regelmäßig Studenten aus und wurde 1989 Privatdozent für Anatomie. Im gleichen Jahr wechselte er an die Anatomische Anstalt der Ludwig Maximilians-Universität München. Mit großem Engagement hielt er Vorlesungen, gab Unterricht in Kleingruppen und Seminaren. 1992 nahm er eine Professur am Anatomischen Institut der Uni Mainz an. Auch dort beauftragte Erik Schulte selten seine Mitarbeiter, Lehrveranstaltungen durchzuführen, sondern hielt die meisten Vorlesungen und Seminare selber. Er integrierte neue Lernsoftware- und andere Medien in den Unterricht und befragte regelmäßig seine Studenten, wie sie den Unterricht fanden. 1996 und 2007 erhielt Erik Schulte den Preis für "Herausragende Leistungen in der Lehre" des Fachbereiches Medizin der Uni Mainz. Erik Schulte war mehrere Jahre Vorsitzender der Kommission für Studium und Lehre an der Universität Mainz.

Udo Schumacher

Prof. Dr.med. Udo Schumacher, FRCPath, FIBiol, DSc

Udo Schumacher ist 1956 dort geboren, wo andere Urlaub machen: Auf der Ferieninsel Sylt. Nach seinem Abitur in Niebüll (einigen bekannt als Heimat des Expressionisten Emil Nolde) blieb er vorerst seiner Heimat treu und begann als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes das Medizinstudium in Kiel. Nach der ärztlichen Vorprüfung zog es den jungen Studenten in das "Wissenschaftsmekka" USA: Für ein Jahr ging er an das Wistar Institute of Anatomy and Biology in Philadelphia und arbeitete im Labor vom Nobelpreisträger Peter Doherty. Zurück in Kiel beendete er seine Promotion über serologische Reaktionen auf Fremdeiweiß bei Mäusen und erhielt 1983 die Approbation als Arzt. Fasziniert von der Anatomie des menschlichen Körpers arbeitete er zunächst am pathologischen Institut der Uni Kiel und wechselte dann in die Anatomie der Uni München. Dort leitete er Projekte über AIDS und analysierte Ursachen des Robbensterbens. 1991 ging Udo Schumacher für sieben Jahre an die Universität Southampton und kehrte 1997 an die Uni Hamburg zurück. Seitdem ist er Direktor des dortigen Instituts für Anatomie und experimentelle Morphologie. Zurzeit forscht Udo Schumacher hauptsächlich über die Bedeutung von Kohlenhydratresten bei der Tumorausbreitung und bei Atemwegsinfektionen. Kohlenhydrate bilden die oberste Schicht der Zellmembran und sind deshalb für die Zell zu Zell Kommunikation von funktioneller Bedeutung. In den letzten Jahren ist es der Arbeitsgruppe gelungen, wesentliche molekulare Determinanten der Tumorausbreitung zu identifizieren, wobei die Moleküle auf den Tumorzellen denen auf den Leukozyten ähneln. Bei den Atemwegsinfektionen hofft die Arbeitsgruppe durch die Blockade von Zuckerresten die Adhäsion von Bakterien an die Atemwegsepithelien zu verhindern. Demnächst ist eine klinische Prüfung unseres Ansatzes geplant.


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