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  • 04.02.2013

Änderungen der neuen Approbationsordnung

Änderungen ab Gültigkeit der neuen AO am 24.07.2012

  • Neu in der Approbationsordnung ist die ärztliche Gesprächsführung, die sowohl Gegenstand der ärztlichen Ausbildung als auch Inhalt der Abschlussprüfung ist. Dieser neue Teil der Prüfung muss von den Hochschulen im Curriculum sowie von den Prüfern im mündlichen Teil des 2. Abschnittes (ab 01.01.2014: im 3. Abschnitt) der Ärztlichen Prüfung umgesetzt werden.
  • Statt der Angabe der Einzelnoten der obligatorisch erworbenen Scheine im Abschlusszeugnis besteht auch Möglichkeit einer einheitlichen Bescheinigung aller Scheine (als Durchschnittsnote).
  • Eine Neureglung gibt es auch für das Praktische Jahr. Dieses kann nun auch in Teilzeit, d.h. mit 50 oder 75 Prozent der wöchentlichen Ausbildungszeit absolviert werden. Die Fehltage im Praktischen Jahr wurden auf insgesamt 30 Tage aufgestockt. Während des Ausbildungsabschnittes darf die Fehlzeit an 20 Tagen nicht überschritten werden.
  • Auch beim Krankenpflegedienst gibt es eine Änderung. Dieser kann in Zukunft auch in Rehabilitationseinrichtungen abgeleistet werden, unter der Bedingung, dass ein vergleichbarer Pflegeaufwand besteht.
  • Auf das Praktikum in der Krankenpflege können mehr Tätigkeiten in Gesundheitsberufen angerechnet werden. Das gilt v.a. für Personen, die bislang in der Pflege gearbeitet haben. Auch der Bundesfreiwilligendienst und der Jugendfreiwilligendienst können jetzt anerkannt und angerechnet werden.
  • Die Famulatur kann ab 2012, nicht nur in Krankenhäusern und Arztpraxen, sondern auch in einer stationären Rehabilitationseinrichtungen abgeleistet werden.
  • Künftig gibt es einen neuen Querschnittsbereich die Schmerzmedizin.

 

Änderungen zum Februar 2013

  • Studenten sollten sich darauf einstellen, dass sie für Prüfungsanmeldungen ab dem 01.10.2013 eine hausärztliche Pflichtfamulatur nachweisen müssen.

 

Änderungen zum 1.4.2013

  • Die Universitäten sind verpflichtet, das Spektrum der Ausbildung im wichtigsten Bereich der Versorgung allen Studenten zu gewährleisten.
  • Die Universitäten sind verpflichtet, ein Logbuch zu erstellen, um die Ausbildung zu dokumentieren. Hinzu kommt, dass für das Praktische Jahr eine Evaluation durchgeführt wird. Damit dies richtig koordiniert werden kann, müssen die Lehrkrankenhäuser einen Beauftragten organisieren. Von nun an können die Studierenden wählen, ob sie ihr Praktisches Jahr in einem Universitätskrankenhaus in ihrer Heimatuniversität machen oder in einem anderen Lehrkrankenhaus nach Wahl.
  • Geld- oder Sachleistungen im Praktischen Jahr werden auf 373,00 Euro (bzw. 597,00 Euro bei auswärtiger Unterbringung) begrenzt.

Änderung zum August 2013

  • Wer noch im August 2013 sein Praktisches Jahr beginnt, muss den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach dem alten Recht, also nach dem Praktischen Jahr ablegen.

Änderung zum 1.10.2013

  • Von nun an ist eine einmonatige Famulatur in einer hausärztlichen Versorgungseinrichtung Pflicht. Dazu gehören alle Allgemeinärzte, Kinderärzte und Internisten, die keine Schwerpunktbezeichnung besitzen. Eine Wahlmöglichkeit, für einen Monat der Famulatur zwischen einer Einrichtung der ambulanten Krankenversorgung bzw. einer geeigneten ärztlichen Praxis oder in einem Krankenhaus bzw. einer stationären Rehabilitationseinrichtung zu wählen, besteht nun nicht mehr. Und gut aufgepasst: Wer gegenwärtig seinen klinischen Studienabschnitt ableistet und ab dem Prüfungsdurchgang Frühjahr 2014 den neuen Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ablegt, ist von dieser Änderung auch rückwirkend betroffen, weil ein Famulaturnachweis für die Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung erforderlich ist. Damit diejenigen Studenten, die ihre Famulaturen bereits zum Inkrafttreten der neuen AO im Sommersemester 2012 in der vorlesungsfreien Zeit absolviert hatten, keinen fünften Monat ihre Famulatur in einer hausärztlichen Versorgungseinrichtung nachleisten müssen, will das Bundesministerium für Gesundheit eine Übergangsregelung für diese Grenzfälle planen.
  • Statt des einwöchigen Blockseminars in der Allgemeinmedizin müssen nun zwei Wochen Blockseminar im Bereich Allgemeinmedizin an den Unis durchgeführt werden.

Änderungen zum April 2014

  • Das bisherige "Hammerexamen" wird nun nicht mehr nach dem Praktischen Jahr im Ganzen absolviert, sondern in zwei Prüfungsabschnitte aufgedröselt. Der schriftliche Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung wird ab dem Frühjahr 2014 erstmals vor dem Praktischen Jahr absolviert. Dabei wird dieses Examen nach dem alten Recht des schriftlichen Teils des zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung durchgeführt.

Änderung zum Mai 2014

  • Das PJ beginnt nun jeweils nach dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Das ist in diesem Fall der Monat Mai.

Änderung zum Oktober 2014

  • Im Herbst 2014 findet zum letzten Mal der schriftliche Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung nach dem Praktischen Jahr statt. Dieser wird mit dem neuen Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (vor dem praktischen Jahr) durchgeführt.

Änderung zu Mai/Juni 2015

  • Erstmals wird der neue Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung durchgeführt.

Änderung zum Oktober 2015

  • Bis Herbst 2015 müssen die Universitäten 10% ihrer Studierenden gewährleisten, dass diese ihr Wahltertial in der Allgemeinmedizin ableisten können, sofern sie das möchten.

Änderung zum 10.6.2016

  • Einen Leistungsnachweis im Querschnittsbereich Schmerzmedizin ist zum ersten Mal bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung vorzuweisen.

Änderung bis Herbst 2017

  • Bis Herbst 2017 müssen die Universitäten 20% ihrer Studierenden gewährleisten, dass diese ihr Wahltertial in der Allgemeinmedizin ableisten können, sofern sie das möchten.

Änderung bis Herbst 2019

  • Bis Herbst 2019 müssen die Universitäten allen ihren Studierenden gewährleisten, dass diese ihr Wahltertial in der Allgemeinmedizin ableisten können, sofern sie das möchten.

Nachbesserungen beim ärztlichen Ausbildungsrecht vom 15. Januar 2013:

  • Im Januar 2013 wurde eine Änderungsverordnung der Approbationsordnung eingereicht. Diese beinhaltet eine nachgeschobene Übergangsreglung für die Famulatur in der hausärztlichen Versorgung. Diese soll ausschließen, dass Studierende nachträglich Leistungen einbringen müssen.
    Die Prüfungstermine für den bisherigen zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bleiben davon unberührt.
  • Bei einem anderen "Umstellungsproblem" gibt es keine Nachbesserungen: Beim erweiterten Blockpraktikum Allgemeinmedizin könnte es zu folgendem Problem kommen: Studierende, die nach der alten Approbationordnung ein einwöchiges Blockpraktikum zu absolvieren hatten, müssen evtl. noch eine Woche dranhängen, um die Kriterien der neuen Approbationsordnung zu erfüllen, die ein zweiwöchiges Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin angesetzt hat. Um dies abzufedern ist keine Übergangsregelung geplant.
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