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  • Esther Megbel
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  • 10.02.2014

Tipps gegen Prüfungsangst

Schlaflose Nächte, Herzrasen, Schweißausbrüche – viele von uns haben die klassischen Symptome der Prüfungsangst schon am eigenen Leib zu spüren bekommen. Aber kein Grund zu verzweifeln! Hier gibt es Tipps, wie man damit umgehen kann.

 

Prüfungsangst – Foto: pixland

 

„Und, wie weit bist du mit dem Lernen?“ Der Prüfungstermin rückt unablässig näher, das Buch liegt aufgeschlagen vor deiner Nase, doch in deinem Kopf bilden die einzelnen Worte und Satzfetzen nur den reinsten Buchstabensalat. Die unangenehmen Fragen deiner Kommilitonen bezüglich deines Lernstandes beunruhigen dich erst recht. Während du dir in allen Einzelheiten den Verlauf deiner Prüfung ausmalst, beginnt dein Herz auf einmal wie wild zu pochen und deine Gedanken drehen sich im Kreis.

Prüfungsangst. Die meisten von uns haben sie schon einmal am eigenen Leib zu spüren bekommen. Während die einen sich vor einem Blackout in der Klausur  fürchten, graust es den anderen beim Gedanken an die mündliche Prüfung im Präpsaal.

Prüfungsangst manifestiert sich in den unterschiedlichsten Symptomen: Sie kann denjenigen, die sie plagt, den Schlaf rauben oder sie erst gar nicht in den Schlaf finden lassen, Herzrasen und Schweißausbrüche auslösen. Häufig wird beobachtet, dass betroffene Studenten zu „Aufschieberitis“ neigen und das Lernen lange hinauszögern, bis es mitunter zu spät ist.

Tatsächlich muss aber niemand mit Prüfungsangst verzweifeln, denn es gibt einige Dinge, die man tun kann, um gegen die Angst anzugehen:

Ein klassischer Tipp ist, strukturiert und vor allem frühzeitig den Stoff zu sichten – und eine Lernstrategie oder einen Lernplan zu entwickeln, der das gesamte Themengebiet gründlich abdeckt. Wichtig ist hierbei, den selbstentworfenen Plan auch zu befolgen. Dies ist oft die große Schwierigkeit eines solchen Planes: So gut er auch sein mag –wenn er nicht gewissenhaft eingehalten wird, nützt er nur bedingt und neigt eher dazu, Frustration auszulösen, indem er aufzeigt, was noch nicht geschafft wurde. Wer aber durchhält, hat mit der richtigen Strategie das Problem des schlechten Zeitmanagements gelöst und kann ruhigen Gewissens in die Prüfung gehen. 

Was aber, wenn es bereits zu spät für einen Lernplan ist? Gerade in den letzten Tagen vor der Prüfung bekommen es einige Studenten mit der Angst zu tun. In solchen Momenten heißt es: Ruhe bewahren. Wenn der Kopf nicht mehr aufnahmefähig ist, darf und muss man auch mal eine Pause einlegen und etwas machen, das entspannt und die unangenehmen Gedanken verdrängt. Das können ein heißes Bad, ein gutes Buch, gemeinsames Kochen mit Freunden oder ein langer Spaziergang sein – ganz nach den eigenen Vorlieben. Danach kann man sich wieder mit neuer Energie an den Stoff wagen.

Einigen Studenten hilft es, hin und wieder den Lernort oder die Lernposition zu verändern, um so für etwas Abwechslung zu sorgen. Auch wer meint, den einen Lernort für sich gefunden zu haben, kann von der Wirkung eines Ortswechsels durchaus positiv überrascht werden. Neben bekannten Lernorten wie der Bib oder diversen Räumen in der Uni, sind dem Lernenden keine Grenzen gesetzt auf der Suche nach  geeigneten Nischen und Winkeln, um sich Seite für Seite eines dicken Skripts einzutrichtern – sogar im örtlichen Zoo sollen schon Studenten mit der Nase im Anatomieatlas gesichtet worden sein.  

Grundsätzlich hilft bei den allermeisten Problemen und Ängsten ein Gespräch bei einer Tasse des Lieblingsgetränks. Gerade, wenn die Lernerfolge der Kommilitonen eher unter Druck setzen als zu mehr Leistung anzuspornen, ist es ratsam, mal mit Bekannten eines anderen Studienfachs oder mit Freunden und Familie außerhalb der Uni zu reden. Diese haben oft eine andere Sichtweise auf die momentane Situation, die bei der Bewältigung der Angst sehr nützlich sein kann.

Wenn die Panik sich aber erst zu späterer Stunde bemerkbar macht und es zu spät für ein Telefonat mit bekannten Stimmen ist, stellt die Nightline, ein Zuhör- und Beratungstelefon, das es an mehreren Unis gibt, eine gute Alternative dar. Studierende können über alles, was sie beschäftigt reden und gegebenenfalls an andere Einrichtungen vermittelt werden. Dabei bleiben sowohl Anrufer als auch Zuhörer anonym.

Manchmal reichen jedoch weder die zahlreichen Gespräche mit Freunden, noch etliche gutgemeinte Tipps, um die Angst vor Prüfungen zu beseitigen oder zu lindern. In diesem Fall kann ein Termin bei einer psychologischen Beratungsstelle der Universitäten Abhilfe schaffen: Hier wird gemeinsam mit den Studenten in Beratungsgesprächen nach Lösungen gesucht und weitere Beratungsmöglichkeiten werden angeboten. Welchen Rat auch immer man letztlich befolgt – es zählt, dass etwas getan wird.

 

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